Getrocknete Tomaten

23 Aug 2016

Ich weiß, ich weiß bei mir hier auf dem Blog ist es zur Zeit ganz schön still geworden… Das hat zum einen mit dem tollen Wetter zu tun und dass ich zur Zeit jede freie Minute mit Hündin Rosa draussen verbringe – liegt aber zum anderen natürlich auch daran, dass ich mich mittlerweile bereits im Einkoch-Marathon 2016 befinde und so viel wie möglich versuche für die kalte Jahreszeit zu konservieren. So kann man sich an frostigen Tagen auch gleich mal einen klitzekleinen Hauch von Sommer auf den Tisch zaubern und genüsslich ein paar getrocknete Tomaten schnabulieren. 

Getrocknete Tomaten 1

Wenn ihr jetzt denkt, dass man zum konservieren und haltbar machen gleich zwangsläufig den Kochtopf hervor holen und den Herd anwerfen muss, dann will ich euch heute eines besseren Belehren. Heute wird nämlich getrocknet und zwar ganz einfach und ohne Dörrgerät! Ausreden gibt’s also nicht! 😉

Getrocknete Tomaten 2

Ich bin ja mittlerweile bekannt für meine Zitronensucht, dicht dahinter kommt dann aber relativ schnell die Tomate und dass Tomaten im Winter ja meistens nach gar nix schmecken, muss ich euch wahrscheinlich nicht extra erzählen! Okay zugegeben, vielfach schmecken sie sogar im Sommer nach nix – aber wenn ihr ein wenig Wert auf eine gute Qualität legt, kann daraus ein herrlicher Gaumenschmaus entstehen.

Getrocknete Tomaten 3

Ein paar aromatische Tomaten, Meersalz und schon hat man im Sommer ein wunderbares Essen auf dem Tisch. Mann kann daraus aber natürlich auch wesentlich mehr machen und sich zum Beispiel diese aromatischen getrockneten Tomaten zaubern.

Getrocknete Tomaten 4

Ihr benötigt dazu lediglich einige Tomaten, eine Prise Salz und nach Belieben eine Prise Zucker und schon kanns los gehen. Die Tomaten werden zuerst gewaschen, der Strunk entfernt und wandern im Anschluss so lange in Ofen, bis sie vollständig getrocknet sind. Ziemlich einfach was?

Getrocknete Tomaten 5

Ihr merkt, die Zubereitung ist ein absolutes Kinderspiel! Ich rate euch übrigens gleich vorweg mindestens 5 kg Tomaten zu trocknen, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt! Da die Tomaten nämlich jede Menge an Flüssigkeit während des Trocknungsvorganges verlieren, schrumpfen sie doch um ein vielfaches zusammen und die Ausbeute wäre ansonsten nicht erwähnenswert. Ich habe dabei übrigens auf regionale Salat-Tomaten zurückgegriffen, da sie im Vergleich zu anderen Sorten relativ saftarm sind und somit um einiges schneller trocknen können. Ihr könnt aber natürlich auch auf San Marzano Tomaten oder eine andere Sorte eurer Wahl zurückgreifen. Der gesamte Trocknungsvorgang hat bei mir ca. 12 Stunden gedauert. Ich habe die Tomaten über 2 Tage hinweg getrocknet und sie Abends aus dem Ofen genommen, mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt und am nächsten Tag wieder weitergetrocknet. Ihr könnt das aber natürlich auch in einem Durchgang machen! Mir ist natürlich auch klar, dass man sich auch einfach ein Tütchen getrocknete Tomaten im Supermarkt besorgen kann und das sogar wesentlich güntiger käme, aber selbstgemacht schmeckts halt einfach am besten! Ihr könnt euch so immer sicher sein, dass keine zusätzlichen Geschmacksverstärker verwendet wurden und habt zudem gleichzeitig auch wieder mal ein tolles Geschenk aus der Küche. Ich hoffe ich konnte euch überzeugen und würde mich freuen, wenn ihr es auch mal ausprobiert! Schlussendlich ist jetzt die allerbeste Gelegenheit dazu! 😉

Getrocknete Tomaten
Zutaten
  1. Tomaten (Mindestens 2 kg)
  2. Meersalz
  3. Zucker (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Die Tomaten gründlich waschen, sorgfältig abtrocknen, halbieren und den oberen Strunk mit einem Messer keilartig herausschneiden.
  2. Den Ofen auf 90 c° Ober/Unterhitze vorheizen und in der Zwischenzeit ein Blech mit Backpapier auslegen.
  3. Die Tomatenhälften mit genügend Abstand zueinander auf das Backblech legen, mit einer Prise Meersalz bestreuen und bei mittlerer Schiene in den Ofen geben.
  4. Einen Holzkochlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und die Tomaten schneller trocknen.
  5. Die Tomaten ca. 6 h trocknen, danach die Hitze auf 70 c° reduzieren, nach Belieben mit einer Prise Zucker bestreuen und je nach Sorte weitere 6 h (oder mehr) trocknen. Achtet darauf dass die Tomaten vollständig ausgetrocknet sind und bei Druck keine Flüssigkeit mehr geben!
  6. Die getrockneten Tomaten in ein sauberes Schraubglas füllen, einige Reiskörner hinzufügen und das Glas fest verschließen. Die Tomaten kühl und trocken lagern.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Guten Appetit!

Himbeersenf

10 Aug 2016

Wenn ihr sprichwörtlich ganz scharf auf Beeren seid, dann hab ich heute vielleicht ein besonderes Schmankerl für euch! Herrlich himbeerig mit richtig Wumms und dieser bezaubernden Farbe …

Himbeersenf 1

Die Beerensaison läuft ja gerade auf Hochtouren und wie zu jeder Saison, versuche ich natürlich so viel wie möglich zu konservieren, oder in irgendeiner Form haltbar zu machen. Ich hamstere sozusagen jetzt schon mal für die kältere Jahreszeit und fülle meine kleine Vorratskammer mal wieder bis oben hin :o) Aber mal ehrlich, von selbstgemachten Köstlichkeiten kann man eigentlich nie genug haben, oder?

Himbeersenf 2

Dass man Beeren nicht nur zwangsläufig für Süßspeisen verwenden kann, hab ich euch ja bereits bei meinem leckeren Beeren-Nektarinen-Feldsalat mit Himbeerdressing bewiesen. Das Dressing hab ich unter anderem aus Himbeeren (ist klar, oder? :D) und Senf hergestellt. In diesem Fall war es aber ein ganz besonderer Senf – ich hab dazu nämlich meinen selbstgemachten Himbeersenf verwendet, denn ihr euch ganz einfach zu Hause nachmachen könnt.

Himbeersenf 3

Ich hab das Senfen (sagt man das so?) schon vor einiger Zeit für mich entdeckt und habe mittlerweile großen Spaß daran immer wieder neue Kombinationen auzustüfteln. Obwohl ich anfangs ein wenig Respekt davor hatte, war ich ehrlich gesagt ziemlich überrascht, wie einfach man sich seinen eigenen Senf zu Hause herstellen kann und zudem noch ein tolles Geschenk aus der Küche hat. So mag ich das! Ohne allzu großen Aufwand, hurtig gemacht und soooo lecker!

Himbeersenf 4

Heute möchte ich euch mein eigenes Rezept an die Hand geben – das eigentlich eher notgedrungen entstanden ist… Aber dabei kommen ja vielfach die besten Sachen raus, nicht wahr? :o) Im ursprünglichen Rezept werden die Senfkörner nämlich sehr fein gemahlen – da meine Mühle jedoch in Frührente gegangen ist, musste ich ein wenig improvisieren und so entstand dieser leicht grobkörnige, fruchtig – scharfe Himbeersenf, der sich ganz wunderbar auf einer würzigen Käseplatte macht. Ich hoffe ich konnte euch überzeugen, dieses einfache Rezept auszuprobieren und wünsche euch jetzt schon mal ganz viel Spaß beim Senfen!

Himbeersenf
Zutaten
  1. 220 g Himbeeren
  2. 100 ml Himbeeressig (Gölles Essig Manufaktur)
  3. 1 EL Portwein
  4. 30 g Senfsaat (hell)
  5. 40 g Senfmehl (Colemans)
  6. 1 Prise Salz
  7. 5 EL Honig
  8. 2 TL Rohrrohrzucker
Zubereitung
  1. Die Himbeeren mit 50 ml Himbeeressig in einem Topf erhitzen. Den Honig und den Portwein hinzugeben und so lange köcheln lassen, bis die Himbeeren auf eine musartige Konsitenz eingekocht sind.
  2. Den Topf bei Seite stellen und auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die hälfte der Senfkörner (15g) und den Rohrrohrzucker in einem Küchenblender grob zermahlen.
  3. Die zermahlenen Senfkörner, sowie die restlichen Senfkörner unter die noch handwarme Himbeermasse rühren und weiter auskühlen lassen.
  4. Das Senfmehl mit dem restlichen Himbeeressig und dem Himbeer-Senfkörner Gemisch in einen Blender geben (Stabmixer) und alles zur gewünschten Konsistenz pürieren. Sollte euch euer Senf zu dicklich in seiner Konsistenz sein, könnt ihr einfach noch ein wenig Himbeeressig hinzugeben und ihn nach Belieben noch zusätzlich mit ein wenig Honig verfeinert.
  5. Den Himbeersenf in saubere Schraubgläser füllen und im Kühlschrank mindestens 3 Wochen ziehen lassen. Der sehr scharfe Senf wird mit der Zeit etwas milder.
  6. TIPP. Der Senf sollte nicht sofort gekostet werden, da er extrem scharf ist!
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Guten Appetit!

Beeren – Nektarinen – Feldsalat mit Himbeerdressing

02 Aug 2016

Huch, wie schnell die Zeit doch vergeht! Bereits eine Woche ist schon vergangen seit meinem letzten Beitrag und ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich euch so lange hab warten lassen. Dafür wird’s heute aber very berry und ich möchte euch zeigen, dass sich die süßen Früchtchen auch ganz wunderbar für knackige Sommersalate eignen..

Beeren - Nektarinen - Feldsalat mit Himbeerdressing 1

Wie ihr ja bestimmt bemerkt habt, war es in der letzten Woche ziemlich ruhig hier in der Gaumenpoesie. Ich hoffe ihr könnt mir meine Abwesenheit verzeihen, aber ich war mal wieder zu Hause in meiner geliebten Steiermark und habe die seltene Zeit mit meinen Lieblingsmenschen in vollen Zügen genossen. Dabei durften regionale Schmankerl (wie immer) natürlich nicht fehlen und ich musste meiner Mama sofort einen knackigen Feldsalat aus regionalen steirischen Beeren und Nektarinen servieren.

Beeren - Nektarinen - Feldsalat mit Himbeerdressing 2

Kennt ihr Vogersalat? Ich bin mir sicher, dass sich viele von euch jetzt nix unter diesem Begriff vorstellen können, oder? Keine Sorge, es kommen natürlich keine Vögel in den Salat – und es dreht sich lediglich um frischen Feldsalat, der bei uns in Österreich so genannt wird. Ich mag Feldsalat extrem gerne und war in meinen ersten Jahren in der Schweiz immer total enttäuscht, nirgendwo auf Speisekarten in Restaurants Vogerl- oder eben Feldsalat zu finden. Dafür war ich umso überraschter, dass die Schweizer lieber Nüsslisalat anbieten und konnte überhaupt nicht verstehen, dass ein Salat aus Nüssen mit warmen Speckwürfeln derart beliebt sein konnte bei den Schweizern. Ihr ahnt es schon, oder? Die Schweizer nennen Feldsalat nämlich Nüsslisalat und eigentlich hätte ich mir an so manchen Abendessen eine große Portion von meinem geliebten Salat gönnen können! :o) Dafür freut es mich umso mehr, euch heute eine weitere mordsleckere Kombination mit den grünen Blättern ans Herz legen zu dürfen, die ihr unbedingt auch mal ausprobieren solltet!

Beeren - Nektarinen - Feldsalat mit Himbeerdressing 3

Das Feldsalat extrem lecker sein kann, ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr. Meistens kommt er jedoch mit Speckwürfeln, oder mit Kartoffeln auf den Teller – aber habt ihr ihn auch schon mal in der sommerlichen Variante probiert? Ich möchte euch heute ein extrem simples Rezept an die Hand geben, wie ihr aus eurem Salat einen farbenfrohen Gaumenschmaus für die ganze Familie zaubern könnt und habe mir dazu eine fruchtige Kombination mit saisonalem Obst für euch ausgedacht.

Beeren – Nektarinen – Feldsalat mit Himbeerdressing

Beeren - Nektarinen - Feldsalat mit Himbeerdressing 4

Alles war ihr für euren Beeren – Nektarinen – Feldsalat benötigt sind einige Beeren – die ihr natürlich auch nach Lust und Laune ergänzen könnt, eine frische Nektarine, Feldsalat und einige Himbeeren – aus denen ich ratzfatz ein fruchtiges Himbeerdressing angerührt habe. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euren Salat auch noch zusätzlich mit ein wenig Schafs- oder Ziegenkäse aufpeppen. Uns hat diese Variante jedoch extrem gut geschmeckt und so richtig satt gemacht. Wenn ihr also auch Lust habt auf einen sommerliches – leichtes Tellerchen Salatglück, dann probiert diesen farbenfrohen und gesunden Sattmacher doch auch einmal aus und lasst euch diesen leckeren Beeren – Nektarinen – Feldsalat mit Himbeerdressing natürlich schmecken!

Beeren - Nektarinen - Feldsalat mit Himbeerdressing 5

Beeren - Nektarinen - Feldsalat mit Himbeerdressing
Zutaten
  1. 200 g Feldsalat
  2. ca.150g verschiedene Beeren (Bei mir Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren)
  3. 1 Nektarine
  4. 150 g Himbeeren
  5. 5 EL Himbeeressig (nach Belieben Balsamico oder Apfelessig)
  6. 3 TL Olivenöl
  7. 2 TL Senf
  8. 1 TL Honig
  9. 1 Prise Salz
  10. 1 Prise Pfeffer
  11. 1 - 2 EL Wasser (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Den Feldsalat, die Beeren und die Nektarine gründlich abwaschen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  2. Die Nektarine entkernen und in schmale Streifen oder Spalten schneiden.
  3. Die Stachelbeeren nach Belieben halbieren und bei Seite legen.
  4. Für das Dressing - die Himbeeren mit dem Olivenöl, dem Senf, dem Himbeeressig und dem Honig in ein geeignetes Gefäß geben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Zauberstab so lange pürieren bis eine flüssige Sauce entstanden ist. Eventuell noch 1 - 2 EL Wasser hinzufügen, falls das Dressing zu dickflüssig sein sollte. Ich habe mein Himbeerdressing noch zusätzlich in ein feines Sieb gegeben, um die Kerne abzusieben - ihr könnt das Dressing aber natürlich auch sofort weiter verwenden.
  5. Den gewaschenen Feldsalat jeweils auf 2 Teller verteilen, mit einigen Beeren belegen und die geschnittenen Nektarinen Spalten zwischen die Salatblätter legen. Das restliche Himbeerdressing in eine Schale oder Flasche umgießen.
  6. Jeweils 4 - 5 EL vom Dressing über den Salat geben und sofort servieren, damit der Feldsalat nicht "zusammen fällt".
  7. Das restliche Himbeerdressing auf den Tisch stellen und den Salat bei Bedarf nachwürzen.
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Guten Appetit!