Ofengeröstete Blutorangen mit Thymian und Joghurt

07 Mrz 2017

Seid ihr eher Team Langschläfer, oder treibt es euch schon in aller Hergottsfrühe aus den Federn und ihr würdet am liebsten schon Morgens Bäume ausreissen? Ich persönlich bin ja eine Mischung aus beidem. :o) Während ich in der kälteren Jahreszeit am liebsten einen kuscheligen Winterschlaf halten würde, gehöre ich im Frühling und Sommer doch ganz klar zu Team Frühaufsteher und liebe es die ersten warmen Sonnenstunden des Tages zu genießen. Eigentlich ist es aber auch ganz egal ob Früh- oder Spätaufsteher, denn spätestens wenn man zum Frühstück von ein paar aromatischen Ofengerösteten Blutorangen mit Thymian und Joghurt Topping erwartet wird, lockt es einen sowieso aus dem Bett.

Ofengeröstete Blutorangen mit Thymian und Joghurt 1

Dass Zitronen und ich zusammen gehören wie Pizza und Käse, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr. Zitrusfrüchte gehen bei mir IMMER und sind ein fixer Bestandteil meiner Küche. Ich liebe die aromatischen Früchtchen einfach über alles! Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Damit ich euch aber hier nicht nur ausschließlich mit zitronigen Schmankerln versorge, habe ich dieses mal zu einer ebenso aromatischen Zitrusfrucht gegriffen, deren Saison leider schon fast wieder vorbei ist. Also nutzt die Chance und zaubert euch noch schnell ein paar aromatisch süße Ofengerösteten Blutorangen mit Thymian und Joghurt Topping! Die haben nämlich das Zeug zum absoluten Suchtfaktor!

Ofengeröstete Blutorangen mit Thymian und Joghurt 2

Ich hab euch ja bereits mit den Türkischen Simits, dem einfach Kochlöffelbrot oder den Browniewaffeln mit Vanillesauce ein paar (aber eigentlich viel zu wenig) leckere Frühstücksideen ans Herz gelegt und euch bei meinem Bananen-Power-Smoothie erst kürzlich davon erzählt, wie schwierig es doch ist meinem Gaumenpoet frisches Obst unterzujubeln. Und tja, was soll ich sagen… Ich hab es einmal mehr geschafft. :o) Mein Herzbube macht nämlich in der Regel auch einen gehörigen Bogen um Blutorangen. Da kommen Ausreden wie: viel zu sauer, bitter oder zu kalt (weil aus dem Kühlschrank). Bei den Ofengerösteten Blutorangen mit Thymian und Joghurt Topping gibt’s aber keine Ausreden mehr! Die kommen nämlich mit einer dezenten Süße, warm und so lecker auf den Tisch, dass sich mein Liebster auch gerne mal zwei Orangen genehmigt! 😉

Ofengeröstete Blutorangen mit Thymian und Joghurt 3

Die Zubereitung ist wieder mal ein Kinderspiel und so einfach, dass es dafür eigentlich gar kein Rezept bräuchte. Aber wie so oft, denkt man eben viel zu schwierig und vergisst dabei auf die ganz einfachen Dinge die uns das Leben manchmal versüßen. Ihr benötigt dafür lediglich ein paar sonnengereifte Blutorangen (oder noch besser Moro und Tarocco Orangen), ein kleines Zweiglein Thymian und eine Prise Rohrzucker. Wer keine Blutorangen zur Hand hat kann natürlich auch normale Orangen oder wahlweise Grapefruit dafür verwenden. Falls ihr Thymian nicht mögt, einfach weglassen oder durch frische Minze oder Petersilie ersetzen und noch zusätzlich mit eisgekühltem Joghurt toppen. Soooo lecker, schnell gemacht und man kann die Ofengerösteten Blutorangen mit Thymian und Joghurt Topping zudem sogar als fruchtiges Dessert servieren! Ich hoffe, ich konnte eure Neugierde wecken, denn die aromatischen Früchtchen sind es wert dieses Rezept unbedingt auch mal auszuprobieren!

Ofengeröstete Blutorangen mit Thymian und Joghurt 4

Ofengeröstete Blutorangen mit Thymian und Joghurt
Zutaten
  1. Blutorangen (Bei mir Moro Orangen)
  2. 1 Zweig Thymian
  3. Eine Prise Rohrzucker
  4. Griechischer oder Türkischer Joghurt
Zubereitung
  1. Den Thymian waschen und gut abtropfen lassen.
  2. Die Orangen gründlich waschen, abtrocknen und mit einem scharfen Messer halbieren.
  3. Die Orangenhälfte mit dem Messer zwischen Schale und Fruchtfleisch rundherum einschneiden und zusätzlich in acht Spalten einschneiden. Dabei darauf achten, dass die Schale nicht beschädigt wird. Das Einschneiden der Früchte erleichtert euch später die Orangen zu genießen, da sich sich so ganz einfach aus der Schale löffeln lassen.
  4. Den Ofen auf 180 c° Umluft aufheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
  5. Die Orangenhälften auf das Backblech setzen, auf der Schnittfläche mit Rohrzucker bestreuen und mit ein paar abgezupften Thymian Blättern belegen.
  6. Die Orangen ca. 10 Minuten bei Mittlerer Schiene in den Ofen geben.
  7. Nach Ende der Backzeit, die Orangen aus dem Ofen holen.
  8. Die Orangen vorsichtig auf Teller setzen und nach Belieben ein bisschen eisgekühltes Joghurt darüber geben und genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Pesto Rosso

02 Mrz 2017

Tomaten um diese Jahreszeit? Nicht bei mir! Zumindest wenn es sich dabei um den Konsum von frischen Tomaten handelt, die eigentlich nach gar nix schmecken. Da schaff ich mir doch lieber Abhilfe und stille meine Tomatenlust mit einem Gläschen aromatischen Pesto Rosso.

Pesto Rosso 1

Ja, es ist schon wieder soweit! Und mit verblüffen stell ich einmal mehr fest, wie schnell die Zeit doch schon wieder vergangen ist. Heute starten wir bereits in die dritte Runde unseres allmonatlichen Pesto-Events und von mir gibt’s heute ein herrlich tomatiges Pesto Rosso, das ihr euch im Handumdrehen selbst zu Hause nachmachen könnt!

Pesto Rosso 2

Wie es um mich und meine Zitronensucht bestellt ist, dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, aber neben Zitronen, hab ich auch eine große Leidenschaft für aromatische Tomaten… Zumindest ist das im Sommer so. Da reicht mir ein mit Zitronenöl aromatisierter ofengerösteter Tomatensalat, oder ein Hüttenkäse-Tomaten-Salat mit Kürbiskernöl völlig aus um glücklich zu sein. Aber Tomaten im Winter? Obwohl ich es nicht gerne zugebe, muss ich gestehen, dass ich früher auch in der kälteren Jahreszeit regelmäßig Tomaten konsumiert habe und soll ich euch was verraten? Ich hab mich jedes Mal geärgert. Keine Spur von herrlicher, sonnengereifter Süße und von Aroma muss ich erst gar nicht anfangen… Der liebe Gott hat sich eben was dabei gedacht, als er für jedes Gemüse und Obst eine eigene Saison festgelegt hat und das ist meiner Meinung nach auch gut so! Das heisst aber deshalb noch lange nicht, dass man darauf so ganz verzichten muss. Schlussendlich sind es bis zum Sommer ja doch noch einige Monate und da kommt so eine schnelle und wahnsinnig köstliche Abhilfe wie ein Pesto Rosso doch genau richtig, oder?

Pesto Rosso 3

Das tolle an Pesto Rosso ist, dass ihr dafür gerade mal ein paar Zutaten benötigt und dafür auch nicht auf wässrige Tomaten aus dem Glashaus zurückgreifen müsst. Ich habe euch ja bereits vergangenen Sommer gezeigt, wie einfach man Getrocknete Tomaten und Eingelegte Tomaten zu Hause herstellen kann und genau das ist auch schon das Geheimnis bzw. die Grundzutat, die ihr für euer Pesto Rosso benötigt. Ziemlich einfach, was? Ist es auch! Neben ein paar weiteren Zutaten, die ihr wie immer, ganz auf euren Geschmack abstimmen könnt, braucht ihr lediglich ein Glas getrocknete Tomaten in Öl und einen Stabmixer bzw. Zerkleinerer. So einfach und so lecker! 

Wahnsinnig lecker sind übrigens auch wieder die tollen Pesto Ideen meiner lieben Blogger Freundinnen, die ihr euch auch dieses Mal wieder auf keinen Fall entgehen lassen solltet!

Cuicine Violette: Sandwich mit Petersilienpesto
Eine Prise Lecker: Bruscatta mit Tomaten und kalorienreduzierten Spinatpesto
Jankes Soulfood: Cordon Bleu mit Spinatpesto
Lecker macht Laune: Avocado Pesto
Kleines Kulunarium: Basilikum Pesto
Kleiner Kuriositätenladen: Setzt diese Runde aus
Sweet Pie: Bulgur mit Avocadopesto 
Was du nicht kennst: Möhrenpesto 

Pesto Rosso
Zutaten
  1. 1 Glas getrocknete Tomaten in Öl (bei mir 350ml)
  2. ca.150 ml Tomatenöl aus dem Glas
  3. 30 g Pinienkerne
  4. 60 g Parmesan
  5. 1 EL Petersilie
  6. 1 confierte Knoblauchzehe (oder frisch)
  7. Salz
  8. Pfeffer
  9. Getrocknete oder frische Chili (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Zuerst die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett trocken rösten, auf einen Teller geben und bei Seite stellen.
  2. Die Petersilie gründlich waschen, trocknen und grob hacken.
  3. Die Knoblauchzehe (falls frisch) schälen und mit dem Messer vierteln.
  4. Nun die in Öl eingelegten Tomaten, ca. 150ml Tomatenöl sowie alle restlichen Zutaten in einen Standmixer geben und so lange pürieren bis eine einheitlich cremige Masse entsteht und alle Zutaten gut miteinander vermixt sind.
  5. Das fertige Pesto Rosso in saubere Schraubgläser umfüllen, mit dem restlichen Tomatenöl bedecken und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.
  6. So fern ihr euer Pesto immer mit Öl bedeckt hält es sich im Kühlschrank ca. 7 Tage.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

 

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse

21 Feb 2017

Es geht doch nichts über einen wärmenden Teller Suppe, nicht wahr? Gerade wenn es kalt draussen ist und der Winter sich nochmal von seiner rauen Seite zeigt, da schnabulieren wir immer wieder gerne ein heißes Tellerchen voll Suppenglück. Meine neueste Variante hab ich euch heute mitgebracht und wenn ihr gschmackiste Seelenwärmer genau so gerne mögt wie mein Gaumenpoet und ich, dann werdet ihr diese Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse lieben!

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 1

In einer Beziehung läuft es ja bekanntlich nicht immer so rund, wie in manch einem Schnulzen Filmchen. Man muss Kompromisse eingehen und tut das auch gerne. Sei es im Job, in einer Freundschaft oder eben mit seinem Partner. Ihr fragt euch jetzt bestimmt was das mit dieser Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse zu tun hat, oder? Dann will ich euch mal aufklären…

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 2

Wenn sich der Gatte einen stattlichen Topf voll mit Lieblingskartoffeln wünscht, man sich selbst aber eigentlich schon seit längerem auf eine köstliche Zwiebelsuppe freut – von der ich euch ja hier schon mal kurz vorgeschwärmt habe, dann muss ein Kompromiss her. In diesem Fall ein Suppenkompromiss. Tolles Wort, oder? :o)

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 3

Zugegeben, die Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse ist ziemlich spontan und eher aus einer dezenten Not an mangelnden Zutaten entstanden. Ich hatte nämlich für beide Gerichte einfach viel zu wenig benötigte Zutaten im Haus und habe einfach das zur Hand genommen was unsere Vorratskammer noch so hergab. Aber unter uns gesagt, bin ich sogar froh darüber. Die Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse hat nämlich für uns das Potential einer unserer neuen Lieblingssuppen zu werden und wird auf alle Fälle noch ganz oft auf den Tisch kommen. Farblich gehört sie leider nicht zu den fotogensten Gerichten, aber geschmacklich kann sie sich mehr als nur zeigen lassen! Habt ihr auch Lust auf gschmackigstes Suppenglück bekommen? Dann schnell ran an den Topf und überzeugt euch selbst!

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse
Zutaten
  1. 4 große Zwiebel
  2. 400g Kartoffeln
  3. 1 confierte oder frische Knoblauchzehe
  4. 1 l kräftige Rinder- oder Ochsenschleppsuppe (für Vegetarier Gemüsesuppe)
  5. ÖL
  6. Eine Prise Thymian (getrocknet)
  7. Eine Prise Majoran (getrocknet)
  8. Eine Prise Muskatnuss gemahlen
  9. 1 Lorbeerblatt (getrocknet)
  10. 1 TL Kräuteressig oder Apfelessig
  11. Salz
  12. Pfeffer
  13. Würzigen Bergkäse (bei mir Appenzeller)
  14. Frisch gehackte Petersilie (zum garnieren)
Zubereitung
  1. Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und ca. 8 Minuten in Wasser einlegen, damit die Stärke austreten kann.
  2. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, mit einem Messer in feine Würfel schneiden und den Käse reiben
  3. Das Kartoffelwasser abgießen, die Kartoffeln abtrocknen und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.
  4. Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel hinzufügen und unter rühren so lange rösten bis sie eine goldbraune Farbe erreicht haben. Die Zwiebel sollten dabei aber auf keinen Fall verbrennen, da eure Suppe ansonsten bitter werden könnte.
  5. Die Kartoffelstücke und den confierten Knoblauch zu den Zwiebeln in den Topf geben, salzen und pfeffern und unter rühren ebenfalls einige Minuten mitrösten,
  6. Die Suppe angießen, die Kräuter, den Muskatnuss, das Lorbeerblatt und den Essig dazu geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 - 30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich gekocht sind.
  7. Die Suppe auf tiefe Teller verteilen, nach Geschmack mit Bergkäse und frisch gehackter Petersilie bestreuen und heiß genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten.