Radieschengrün Pesto

12 Mai 2015

Mögt ihr auch so gerne Radieschen wie ich? Ich und der Gaumenpoet mögen sie besonders gerne und haben uns gerade letztes Wochenende um die Neuzucht der heimischen Radieschen gekümmert.. Dieses Jahr sollen es mal bunte werden, und ich bin jetzt schon mächtig gespannt auf unsere farbenfrohen „Radiknollerln“. Radieschen sind einfach ein tolles Gemüse. Lecker aufs Butterbrot, lecker im Salat, lecker als Granita…. ihr seht schon, ich finde sie einfach… (Nein, ich schreib das Wort jetzt nicht nochmal! 😉 ) 

Radieschengrün Pesto 1

Heute geht es aber erstmal nicht direkt um die Radieschenknollen, sondern vielmehr um deren aromatische Blätter. Zugegeben, auch bei mir landeten die Blätter ziemlich lange im Biomüll oder ich hab sie allerhöchstens mal an die Nachbarshasen verfüttert.. Damit ist jetzt aber Schluss! Aus dem frischen Blattgrün lassen sich nämlich ganz wundervolle Gerichte zaubern, und deshalb hab ich heute dieses schnell gemachte und aromatische Radieschengrün Pesto für euch:

Radieschengrün Pesto 2

Ich bin ja sowieso der Meinung, dass ein Gläschen Pesto in keinem Kühlschrank fehlen sollte! Beinahe jeder mag es, es gibt unendlich viele Geschmacksmöglichkeiten und sie sind vielseitig einsetzbar. Dieses hier mag ich allerdings besonders gerne. Es schmeckt leicht scharf, hat durch die Zugabe der Zitrone eine spritzig frische Note und verbreitet durch den Parmesan und die Nüsse trotzdem eine himmlische Sämigkeit im Mund. Ausserdem eine grandiose Resteverwertung und so ganz nebenbei das perfekte Mitbringsel auf jeder Grillparty! 😉 

Radieschengrün - Pesto
Zutaten
  1. Radieschengrün von 1-2 Bund
  2. 50g gesalzene Nüsse (Cashewnüsse)
  3. 1 Prise Salz
  4. 1 Prise Pfeffer
  5. Abrieb und Saft einer halben Zitrone
  6. 3 EL geriebenen Parmesan
  7. 1 kleine Knoblauchzehe
  8. Olivenöl
  9. Minze (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Das Radieschengrün gut waschen und trocken schütteln.
  2. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer geben und gut durchmixen bis ein feines Püree entsteht. Sollte euer Pesto noch zu dickflüssig sein, einfach mehr Olivenöl dazugeben.
  3. Das fertige Pesto in ein sauberes Gläschen füllen – nochmal mit Olivenöl bedecken und in den Kühlschrank stellen. Das Pesto sollte gekühlt ca. 1-2 Wochen haltbar sein.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 

Baiserschale mit geeisten Beeren und Joghurt

08 Mai 2015

Das Wochenende steht vor der Tür, und deshalb will ich euch heute auch nicht lange zutexten. Ich möchte euch aber dennoch dieses himmlische Dessert nicht vorenthalten. Ich weiss ja nicht wie es euch da so geht – aber wenns ums Backen von hübschen Törtchen, Keksen, Kuchen und sonstigen Süsskram geht, bin ich definitiv die falsche Ansprechperson. Während Freundinnen von mir ganze Kunstwerke produzieren, schaff ich es meistens noch nicht mal dass meine Tortenböden nicht so aussehen als hätte sich ein ganzes Maulwurfsheer durchgegraben.. Auf alle Fälle kommt diese fruchtig verführerische Nascherei nicht nur dem bevorstehenden Muttertag sehr gelegen, sondern sollte auch für talentfreie Zuckerbäcker (wie ich es bin) locker zu schaffen sein!  😉

Baiserschale mit geeisten Beeren und Joghurt 1

Baiserschale mit geeisten Beeren und Joghurt 2

 

Zutaten:
3 Eiklar
Salz
1 EL Abrieb einer Bio Zitrone
1 TL Weinsteinbackpulver
200g Feinkristallzucker
300g TK Beeren (oder Obst nach eurer Wahl)
200g Naturjoghurt
Schlagsahne
Minze
Alufolie
Ofenfeste Schüssel

Zubereitung:
Zuerst den Ofen auf ca. 165c° Umluft vorheizen und eine ofenfeste Schüssel (bei mir Salatschüssel von Ikea) umdrehen und so mit Alufolie umwickeln dass die Schüssel vollständig bedeckt ist und die glänzende Seite der Folie nach aussen zeigt. Nun die Eier vorsichtig trennen (es darf kein Eigelb dazukommen). Das Eiklar zusammen mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig den Zucker untermixen. Wenn der Eischnee so steif ist, dass er beim umdrehen der Rührschüssel nicht herausfällt könnt ihr vorsichtig den Zitronenabrieb und euren Teelöffel Weinsteinbackpulver unterheben. Jetzt könnt ihr eure Schüssel mit der Öffnung nach unten in der Mitte des (mit Backpapier belegten) Backbleches platzieren und den Eischnee mit Hilfe eines Löffels über die umgedrehte Schüssel geben. Im Ofen ca. 30 Minuten backen. Nach Ende der Backzeit den Ofen ausschalten und eure Baiserschüssel über Nacht austrocknen lassen! Am nächsten Tag die Baiserschüssel vorsichtig von der Folie lösen – mit Joghurt und den gefrorenen Früchten Füllen und mit Schlagsahne und Minze garnieren. Schüssel in der Mitte des Tisches platzieren und zusammen mit euren Liebsten auslöffeln und genießen! 

 

Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber

05 Mai 2015

„A Schweinderl von da Stongan!? Na, des kommt mir net ins Haus und schon gor net in den Topf!!“, würde meine geliebte Oma jetzt wohl sagen… und ich muss mich ihr da anschließen. Was war sie nur für eine kluge Frau. Sie verstand es aus ganz wenigen Mitteln immer wieder das beste Festessen auf den Tisch zu zaubern und schaffte es trotz ihrer sehr, sehr kleinen Rente dass immer alle mehr als nur genug hatten. Nichts wurde weggeworfen, aus alten Resten wurden neue Köstlichkeiten, aus Fleischknochen die besten Suppen, Apfelschalen wurden zu Tee getrocknet und Würste wurden wie von Zauberhand mal schnell vor dem Mittagessen gefüllt. Ich frag mich bis heute wie sie das alles geschafft hat und würde sie noch so gerne so vieles Fragen, wozu ich früher einfach zu blöd und zu jung war… Früher hat es mich nämlich nicht interessiert wie gewisse Speisen zubereitet werden oder woher sie stammen. Wenn überhaupt, dann hab ich höchstens mal nachgefragt was es zu Mittag gibt. Als Tochter einer Vegetarierin hatte ich natürlich noch zusätzlich Glück immer mit frischen und gesunden Speisen versorgt zu werden, auch wenn ich das als Kind nicht wirklich für besonders schätzenswert befunden habe. Während nämlich so manch andere Schulfreundin von Pommes und Schnitzel erzählte, gabs bei mir zu Hause eigentlich meist nur am Wochenende Fleisch. Nachhaltigkeit war bei uns zu Hause nie ein grosses Thema – weil sie nämlich selbstverständlich war. 

 Rettet den Sonntagsbraten - BannerMeinen heutigen Beitrag möchte ich der grandiosen  Steph beisteuern die in ihrem liebevollen kleinen  Kuriositätenladen das Dauer-Blogevent „Rettet den Sonntagsbraten“ ins Leben gerufen hat. Der Begriff  Sonntagsbraten steht bei diesem Event stellvertretend für alle fleisch- oder fischhaltigen Rezepte, die bei uns Bloggern Sonntags auf dem Teller landen. Neben einer Ansammlung der verschiedenen Rezepte geht es Steph dabei in erster Linie darum den gezielten Konsum von Fleisch und Fisch zu thematisieren und möchte darin noch zusätzlich auf Herkunft und gesunde Qualität verweisen. Für mich war bei so einer tollen Idee natürlich schnell klar: Das muss ich unterstützen und deshalb möchte ich euch heute meine neueste kleine Eigenkreation zeigen….

Wie ihr oben ja bereits gelesen habt, gab es bei mir zu Hause früher unter der Woche so gut wie kein Fleisch. Das hatte zum einen den Grund dass der tägliche Konsum von Schnitzerl&co schon aus kostentechnischen Gründen für meine alleinerziehende Mama nicht tragbar war und hatte zum anderen den günstigen Nebeneffekt dass meine Mutter die seit meinem 5 Lebensjahr kein Fleisch mehr ist, mitessen konnte. Auch wenn ich mir leider aus Desinteresse nicht besonders viel von meiner Oma abgeschaut habe, so halte ich mich heute doch ganz an ihre Art zu kochen und habe mir eine ihrer Weisheiten verinnerlicht.

„Schau dassd a rechte Qualität host beim Fleisch! Sonst is des olles für nix, Dirndl!“ 

Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber 1

Aufgrund dezenter Platznot im Gefrierschrank habe ich seit langem wieder mal Fleisch bei unserem Bauern in unserer Nachbarschaft geholt. Da die Nachfrage nach Edelstücken wie Filet usw. sehr gross ist ,verkauft dieser die Fleischstücke nämlich nur dann wenn auch unbeliebtere Stücke mitgenommen werden. Ich mag diese überlegte Regel des Bauern sehr – denn dadurch durften wir schon einige Male erfahren wie köstlich und manchmal sogar geschmacksintensiver auch weniger bekannte Fleischabschnitte sein können. Wir verbinden unseren Bio-Einkauf dann meistens mit einem herrlichen Spaziergang um einen nahgelegenen See und machen zur Belohnung dann ein kleines Päuschen bei dem besagten Bauernhof. Ich liebe diesen kleinen Ausflug mit unserer Goldendoodle Hündin Rosa und freue mich schon immer in der Mitte des Weges auf den kleinen „Hofladen“ – der eigentlich kein typischer Hofladen ist, da er nur aus einem überdachten Stallabschnitt, den je nach Saison variierenden Köstlichkeiten des Hofes und einer schlichten kleinen Kassa (mit der Aufschrift „das ist es mir Wert“) besteht. Während mein Mann letzten Samstag das vorbestellte Fleisch zusammen mit dem Bauern holte,  machten ich und Rosa noch ne kleine Shoppingtour durch den Hofladen und gönnten uns das halbe „Sortiment“.. 😉 Neben frischen Eiern, Milch und Käse wanderten dieses mal herrlich frische Rhabarber und Spargel Stangen in meinen Korb und heraus kam dabei diese extrem leckere kleine frühlingshafte Eigenkreation, die ihr unbedingt auch mal probieren müsst!!!!

Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber 2

Für diese leckere „Schweinerei“ habe ich mal was ganz Neues ausprobieren und ich muss mir dieses mal wirklich selber auf die Schulter klopfen… Die Kombination aus dem auf weißen Spargel gegarten Schweinefleisch mit Rhabarberstangen schmeckte echt extrem genial… Um den Geschmack eine interessantere Note zu verleihen hab ich meinem kleinen Experiment noch etwas Honig, Portwein, Knoblauch und Zwiebel hinzugefügt. Für den gewissen Biss habe ich die Rhabarber sowie die grünen Spargel Stangen erst zum Schluss hinzugefügt – so blieb beides sehr knackig in ihrer Konsistenz… Jetzt aber genug herum geschwärmt…. Hier kommt das Rezept: 😀

Zutaten:
(für ca. 4 Personen)
500g Schweinefilet (Bio)
5 Knoblauchzehen (2 davon halbiert)
2 rote Zwiebel (in Achtel geschnitten)
8 weiße dicke Spargelstangen (küchenfertig)
8 grüne dünne Spargelstangen (küchenfertig)
8 Rhabarberstiele (gewaschen mit Schale)
1 Bio Zitrone (in Scheiben geschnitten)
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Zweig Rosmarin (Nadeln geschnitten)
2 Zweige Thymianblätter
1 EL getrockneter Liebstöckel
1 EL Majoran
1-2 EL mildes Paprikapulver
Salz
Pfeffer
2-3 EL Sauerrahm
3-4 EL Rotwein (Portwein)
2-3 EL Honig
500ml Gemüsesuppe
Öl

Zubereitung:
Zuerst die Gemüsesuppe aufkochen – das Schweinefilet kalt abbrausen mit einem Küchenpapier trocken tupfen und mit dem Paprikapulver, Salz und Pfeffer von allen Seiten gut einreiben. Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Filet darin langsam bei mittlerer Hitze rundum anbraten. Fleisch auf einem Teller bei Seite legen. Nun die Zwiebel und den Knoblauch in den selben Bräter geben und ebenfalls kurz anbraten. Mit dem Wein ablöschen und der Suppe aufgießen. Alles kurz stark aufkochen, sodass die Flüssigkeit etwas reduziert wird und den Ofen auf 200c° Umluft aufheizen. Nun könnt ihr den Sauerrahm sowie den Honig unterrühren – die weißen Spargelstangen nebeneinander in den Sud legen und die Kräuter dazu geben. Achtet bitte darauf dass die Spargel leicht mit dem Sud bedeckt sind! Alles ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Jetzt könnt ihr euer Schweinefilet auf die Spargel legen, die Zitronenscheiben neben dem Fleisch verteilen und den Bräter für ca. 15 Minuten auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen geben. Nach Ende der Garzeit die ungeschälten Rhabarberstücke und den grünen Spargel zum Fleisch in den Bräter legen – mit dem Sud ein wenig benetzen  und nochmal für ca. 5-7 Minuten in den Ofen zurück geben. Bräter in die Mitte des Tisches stellen und das Sonntagsessen im Kreise eurer Liebsten geniessen!