Lavendel Sirup

30 Jun 2015

Herrlich, der Sommer ist nun endlich auch bei uns hier angekommen und ich hoffe auch stark dass er noch ein Zeitchen bleibt. Wenn es nach mir geht, ruhig auch für immer! Ich liebe den Sommer. Die warmen Strahlen die auf der Haut so kitzeln. Das Summen der Bienen. Der Duft der verschiedenen Pflanzen aus unserem Garten. Ausgelassene Badetage und die lauen Sommerabende auf unserer Dachterrasse in denen wir eingekuschelt nebeneinander sitzen…. Momente in denen nichts gesagt wird, und doch so viel. Kennt ihr das, wenn man das Gefühl hat etwas festhalten und aufbewahren zu müssen, so als wäre es ein Schatz!? So geht es mir jedes Jahr um diese Zeit. Ich versuche dann immer so gut und viel wie möglich von all den Geschenken die der Sommer zu bieten hat in meiner kleinen Schatzkammer zu hüten. Ganz fest verschlossen stehen sie dann da, in Reihe und Glied – bis die ersten Blätter fallen, die Tage wieder kürzer werden und so manche Gemüter so trüb wie das Wetter. Genau dann ist es nämlich an der Zeit einen dieser Schätze zu öffnen, um sich den Sommer zumindest auf den Teller oder ins Glas zurück zu holen! 
Bevor ich jedoch endgültig meinen Einkoch-Marathon starte, will ich euch heute erstmal diesen himmlischen Lavendel Sirup ans Herz legen. Der ist nämlich so lecker und erfrischend, dass mich beinahe jetzt schon ein wenig Angst überkommt bei dem Gedanken mein angelegter Vorrat könne nicht ausreichen…. 😉
Lavendel Sirup 1

Zutaten:
(Für ca. 0,75l Sirup)
1l Wasser
1kg Zucker
1 Bio Zitrone in Scheiben geschnitten
25g Zitronensäure
2 Hände voll Lavendelblüten und Lavendelblätter
wasserlösliches violettes Lebensmittelfarbpulver (bei Bedarf)

Zuereitung:
Zuerst das Wasser aufkochen lassen. Jetzt könnt ihr den Zucker, den Zitronensaft und die Zitronensäure hinzugeben und alles kurz köcheln lasse. Nun müsst ihr das Gemisch auskühlen lassen, damit euer Lavendel nichts von seinem herrlichen Aroma verliert. Jetzt könnt ihr die Lavendelblüten und Blätter dem ca. 50 c° warmen Sirup beigeben und abgedeckt 3 Tage ziehen lassen. Dann den Sirup abseihen und die Blüten nochmal gut ausdrücken. Dafür legt ihr am besten zusätzlich ein sauberes Küchentuch in euer Sieb. Den aufgefangenen Sirup nochmal aufkochen und etwas köcheln lassen. Nun könnt ihr euren heissen Sirup in sauber vorbereitete Flaschen füllen, auskühlen lassen und euch den Sommer, wann immer ihr wollt, ins Glas holen!

Tipp: Verfeinert mit eurem Sirup doch auch mal Eis, Pudding, Prosecco oder Weinschorlen! 😉

Venere Pilav mit Belper Knolle

26 Jun 2015

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Na, schon urlaubsreif? Dann kommt doch mit mir auf eine kulinarische Entdeckungsreise! Die liebe Sarah aus dem Knusperstübchen schickt uns bereits seit Anfang diesen Jahres gemeinsam mit anderen Bloggern an die tollsten Orte dieser Welt. Eine wundervolle Idee! So konnte ich schon virtuell nach Mahe, Venezuella, Australien oder Frankreich reisen…. Wer kann das schon von sich behaupten!? 😉

Ganz nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“, nehme ich euch heute mit in meine Wahlheimat, welche für mich anfangs (zumindest sprachlich betrachtet) nicht weniger exotisch wirkte als Bali oder Thailand 😉 Ich nehme euch heute mit in ein kleines Land der Uhren, der himmlischsten Schokoladen und der würzigen Käsesorten… Wer hats erfunden? Richtig, es geht in die Schweiz! Passend dazu möchte ich euch heute in meinem All Inclusive Angebot eine ganz spezielle Köstlichkeit servieren mit „Trüffel“ aus der Schweiz…. Genauer genommen geht es um eine Käseknolle aus Belp in Bern, die nur rein optisch an weissen Trüffel erinnert und im Gegensatz zu echtem Trüffel in dieser Größe ein reines Schnäppchen ist. Die Belper Knolle ist ein aus Kuhmilch bestehender pasteurisierter Frischkäse, welcher zuerst per Hand zu einer Knolle geformt und im Anschluss mit einer Mischung aus schwarzem Pfeffer, Knoblauch und Himalaja Salz ummantelt wird. Entdeckt wurde dieser begehrte Gourmet-Käse durch Zufall. Der „Chäser“ Peter Glauser und sein Neffe fanden nämlich beim Aufräumen des Käsekellers im hintersten Winkel eine vergessene – ausgetrocknete Käseknolle. Obwohl sie nicht wussten, wie lange diese dort schon lagerte kosteten sie ihren Fund und stellten recht schnell fest, dass man diesen fein hobeln musste damit er sein fein würziges Aroma entfalten konnte. Mittlerweile werden die Knollen mindestens 9 Wochen gelagert und erfreuen sich allergrösster Beliebtheit in den Küchen dieser Welt. Die tolle Knolle wird übrigens gleich wie echter Trüffel eingesetzt und gerne fein über Pasta oder Risotto gehobelt. Ich konnte mich nicht so richtig entscheiden, und darum gibt es heute eine Kombination aus beidem. 😀 

Venere Pilav mit Belper Knolle 1

Venere Pilav mit Belper Knolle 2

Zutaten:
(Für 2 Personen)
150 g Venere Risottoreis
2 EL Risoni (reisförmige Nudeln)
100 ml Prosecco
500 ml klare Gemüsesuppe
1 kleine Zwiebel (fein geschnitten)
2 EL Butter
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Belper Knolle (fein gehobelt)
Zitronenabrieb (bei Bedarf)

Zubereitung:
Zuerst das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten. Dann die Risoni und den Reis dazu geben und ebenfalls kurz dünsten. Mit Prosecco ablöschen und etwas einkochen lassen. Nun könnt ihr die Suppe dazugeben und alles bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Nach Ende der Kochzeit alles salzen, pfeffern und die Butter unter den Reis rühren. Jetzt könnt ihr euren Venere Pilav zusammen mit der fein gehobelten Belper Knolle genießen. Wer mag kann noch etwas Zitronenabrieb darüber geben und den restlichen Prosecco zu diesem herrlichen Gericht genießen…. Wäre ja schade darum! 😉

PS. Passend zu diesem „Eidgenuss“,  hab ich natürlich auch für musikalische Untermalung gesorgt… 😀

Selbstgemachtes Joghurt

23 Jun 2015

Ich war zu Gast bei der lieben Lisa von Essperiment und durfte mich mal in ihrer Küche austoben 😉
Damit das Seitchen hier aber nicht halb leer steht, gibt es den Beitrag nochmal.. Doppelt hält ja bekanntlich besser! 😀

Es gibt dies Blogevents bei denen man einfach nur zum Spaß mitmacht – weil einem das „Thema“ besonders gut gefällt, oder es gerade toll zur Saison passt…. Es gibt aber auch Projekte, Aktionen oder Dauerblogevents bei denen man aus absoluter Überzeugung teil nimmt. Als ich kürzlich über Facebook auf Lisas Projekt „Beste Reste“ aufmerksam wurde, war sofort für mich klar: da machst du mit! – denn auch mir widersteht der verschwenderische Umgang mit kostbaren Lebensmitteln unserer viel zu großen Wegwerfgesellschaft. Ich durfte mit einer Küche aufwachsen in der es total normal war Reste aufzuwärmen oder zu verwerten. Zugegeben, bei meinen ersten Kochversuchen hätte ich eine ganze Fußballmannschaft samt Spielerfrauen verköstigen können und nach dem 3. Tag Nudeln, Reis etc. wanderte der Rest dann leider doch in den Müll… Mittlerweile hab ichs mit der Dosierung aber auch gecheckt und muss Gott sei Dank so gut wie nie etwas wegwerfen. Nun aber zum Rezept! Lisa ist ja ohnehin so dermaßen informativ, dass ich euch wohl kaum noch irgendwas Neues erzählen kann! 🙂 

Selbstgemachtes Joghurt 1

Eigentlich wollte ich euch heute eine schnell gemachte Joghurt Suppe zeigen, für die ihr wirklich nur ganz wenige Zutaten benötigt hättet… ist halt nur leider blöd, wenn nix im Kühlschrank ist ausser einem viel zu kleinem Becherchen Naturjoghurt und Milch… Da es mir aber wichtig war, tatsächlich nur Reste zu verarbeiten und nicht ne Runde Mogelpackung zu spielen und heimlich in den nächsten Supermarkt zu huschen, möchte ich euch heute einen extrem einfachen Weg zeigen wie ihr herrlich cremiges Joghurt herstellen könnt.. Ausreden gibts keine!! Dafür braucht ihr nämlich nicht mal einen Joghurtbereiter… 😉

Selbstgemachtes Joghurt 2

Zutaten:
1,5L Vollmilch
200g Naturjoghurt

Zubereitung:
Zuerst die Milch in einen weiten Topf geben und unter ständigem rühren langsam aufkochen. Die Milch ca. 3 Minuten kochen lassen. Die abgekochte Milch auf ca. 35 c° abkühlen lassen. Falls ihr keinen Thermometer habt, taucht einfach euren Finger einige Sekunden in die Milch 😉 Nun könnt ihr ein wenig eurer Milch abnehmen und mit dem Joghurt vermischen. Das Joghurt-Milch Gemisch vorsichtig in die lauwarme Milch rühren. Jetzt könnt ihr euren Kochtopf entweder bei ca. 45 c° über Nacht in den Backofen stellen, oder ihn vorsichtig in eine dicke Decke einwickeln und ihn zum ruhen (ich leg immer noch eine Wärmflasche dazu, damits auch schön warm bleibt 😉 ) über Nacht an einen warmen Ort stellen. Versucht dabei euren Kochtopf-Inhalt so wenig wie möglich zu schütteln. Am nächsten Tag könnt ihr euren selbst gemachten Joghurt genießen und je nach Lust und Laune mit Früchten, Nüssen oder Honig verfeinern.

Tipp: Behaltet euch für euren nächsten Joghurt ein wenig auf – so habt ihr bereits immer eine Starterkultur im Kühlschrank! Den Vorgang könnt ihr bis zu 7x wiederholen, dann solltet ihr eine neue Kultur ansetzen! 😉