Serbischer Ajvar

18 Sep 2015

Huhu, da bin ich wieder! Ich bin zwar noch etwas wacklig- und noch nicht ganz so spritzig unterwegs, aber immerhin wieder auf den Beinen. 😉 Huijuijui… So eine hartnäckige Grippe hab ich mir ja schon lange nicht mehr eingefangen und ausser schlafen und trinken, weil ich so enormen Durst vom Fieber hatte, war bei mir in letzter Zeit echt nicht viel drinnen. Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen, dass sich deshalb auch hier auf dem Blog nix getan hat und ich schon so lange kein neues Rezept mehr für euch veröffentlicht habe? Als kleine Wiedergutmachung hab ich dafür heute, passend zum #tierfreitag, wieder mal ein Geschenk aus der Küche und zwar DAS Geschenk aus der Küche! 🙂

Serbischer Ajvar 1

Serbischer Ajvar 2

Jene unter euch die einen Instagram Account haben, konnten vor kurzem live mitverfolgen wie ich gemeinsam mit einigen ganz tollen Bloggerinnen wie Bella Kocht, Kleine Chaosküche, Miss Gliss, Lecker macht LauneS-Küche und einigen anderen, unter dem Hashtag #synchroneinkochen Köstlichkeiten (für nicht so sonnige Zeiten) in einer Schritt für Schritt Anleitung eingeweckt habe. Ich habe mich für die serbische Variante von Ajvar entschieden, die ihr vielleicht schon mal im Urlaub gekostet habt oder aus dem türkischen Laden kennt. Im Gegensatz zur türkischen Version, zu welcher zusätzliche Gemüsesorten wie Auberginen und Tomaten hinzugefügt werden, wird Serbischer Ajvar lediglich aus roten Spitzpaprika hergestellt. Zugegeben, ihr solltet für die relativ einfache Ajvar-Herstellung schon so ein bissi Zeit einplanen, da die Paprika zuerst geröstet, dann enthäutet, abgetropft und zu guter letzt einige Stunden eingekocht werden. Der kleine Zeitaufwand ist es aber auf alle Fälle wert und ihr werdet dafür Löffelchen für Löffelchen verstehen warum dieser Ajvar meiner Meinung nach DAS ultimative Geschenk aus der Küche ist. 😉

Serbischer Ajvar 3

Das Rezept für diesen schnabulösen Paprika Brotaufstrich, der auch vorzüglich zu Reisgerichten oder Fleisch passt, habe ich von meiner lieben Freundin Darinka bekommen. Darinka stammt aus Serbien und hat mich in den Vergangenen Jahren immer wieder mit ihrem köstlichen Ajvar versorgt. Ich hab ihn jedes Mal so lecker gefunden, dass ich mich regelrecht zusammennehmen musste, um nicht das ganze Gläschen auf einmal wie ein Joghurt auszulöffeln. Ehrlich gesagt schäme ich mich jetzt sogar ein bisschen, denn wenn ich nämlich gewusst hätte wie mager die Ausbeute von 5 kg Paprika schlussendlich ist, hätte ich jedes Löffelchen sparsamer dosiert, aber mit dem Denken hab ichs ja bekanntlich manchmal nicht so… :0)

Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich bestimmt, wo man so viele Paprika zu einem erschwinglichen Preis bekommt, oder!? Darinka hat mir den Rat gegeben, diese im Türkischen Laden zu kaufen. Die Paprika sind dort sogar bereits in 2,5 kg Netze abgepackt und um einen Spottpreis erhältlich. Ich habe für meinen Ajvar die milden Paprika verwendet, falls ihr es allerdings lieber ein bisschen feuriger mögt, könnt ihr für das Rezept auch scharfe Paprika verwenden, die ihr ebenfalls im Türkischen Laden kaufen könnt. Probiert es auf alle Fälle aus und lasst euch diese cremige Köstlichkeit auf keinen Fall entgehen!

Serbischer Ajvar 4

Serbischer Ajvar
Zutaten
  1. 5 kg rote Spitzpaprika
  2. 250 ml Sonnenblumenöl
  3. 1 EL Salz
  4. 2 EL Essig
  5. 1 EL Zucker
Zubereitung
  1. Am Vorabend die Spitzpaprika gründlich waschen, abtrocknen und bei 200c° so lange im Ofen rösten, bis die Haut beginnt Blasen zu werfen.
  2. Die gerösteten Paprika in einen grossen Top (mit Deckel) geben und über Nacht zugedeckt stehen lassen.
  3. Am nächsten Tag die Paprikahaut mit den Fingern abziehen und alle Paprika von Kernen und Trennwänden befreien.
  4. Nun das ausgelöste Paprikafleisch in einem Sieb auffangen und einige Stunden abtropfen lassen.
  5. In der Zwischenzeit die Gläser gut auswaschen und bei 150c° ca. 30 Minuten im Backofen sterilisieren.
  6. Im Anschluss die abgetropften Paprika grob pürieren und das Öl in einem weiten Top erhitzen.
  7. Die Paprika zum heißen Öl geben, die restlichen Zutaten darunter rühren und alles ca. 2,5h bei mittlerer Hitze so lange einkochen bis beinahe keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.
  8. Dabei immer wieder umrühren, da die Paprika sehr schnell anbrennen!
  9. Nun etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen, den fertig gekochten Ajvar in die vorbereiten Gläser füllen und das heiße Öl darüber geben.
  10. Die randvollen Gläser gut verschließen und auskühlen lassen.
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Apfel-Zucchini Marmelade mit Rosmarin

02 Sep 2015

Ihr Lieben, heute gibts mal wieder einen eher kurz gehaltenen Beitrag. Mich hat nämlich eine ganz ekelhafte Sommergrippe niedergestreckt und ich liege so flach wie schon lange nicht mehr. Pfui!…. Wie ich sowas hasse, draussen ist es (wahrscheinlich das letzte Mal in diesem Sommer) so richtig heiss und ich liege im Bett. Bevor ich jetzt hier aber im Selbstmitleid versinke, will ich euch diese wahnsinnig aromatische und vielseitig einsetzbare Köstlichkeit jedoch nicht länger vorenthalten.

Zucchini Marmelade mit Rosmarin 1

Dass sich aus Zucchini gleichermaßen herzhafte als auch süsse Leckereien herstellen lassen, dürfte ja mittlerweile die Runde gemacht haben, aber wusstet ihr auch, dass sich daraus ganz köstliche Brotaufstriche herstellen lassen? Für mein heutiges Rezept hab ich mir mal eine neue Kombination für euch einfallen lassen, die aufs Brot genau so gut schmeckt wie zu einem Stückchen Käse. Durch die Zugabe von ein wenig Lebensmittel-Farbpulver hab ich den (zuvor eher faden) Farbton noch ein bissi intensiviert. Da könnte man doch glatt denken, es handle sich hierbei um den Lieblings-Brotaufstrich des genauso grünen Ogers Shrek, oder? :o) Die Mischung aus grünen Zucchini und säuerlichen Äpfeln schmeckt ja schon sehr lecker, aber mit der Zugabe von einigen Zweigen Rosmarin und etwas Zitronenabrieb wird diese Marmelade mal wieder ein ganz besonderes Geschenk aus der Küche. Probiert es einfach aus und überzeugt euch selbst! 😉

 

Apfel-Zucchini Marmelade mit Rosmarin
Zutaten
  1. 1kg säuerliche Äpfel - Summer Red, Braeburn oder Granny Smith
  2. 1kg Zucchini
  3. 2 kleine Zitronen
  4. 2 kg Gelierzucker
  5. Rosmarin - gewaschen und trocken getupft
  6. grüne Lebensmittelfarbe - bei Bedarf
Zubereitung
  1. Zuerst die Äpfel schälen und die Zucchini gut waschen.
  2. Äpfel und Zucchini in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Saft einer Zitrone in einem hohen Kochtopf unter rühren zum kochen bringen.
  3. Nun die vorgekochte Masse mit Hilfe eines Zauberstabes zu einem feinen Mus pürieren.
  4. Den restlichen Zitronensaft, sowie den Abrieb einer Zitrone beifügen und zusammen mit dem Gelierzucker 5-6 Minuten sprudelnd kochen.
  5. Die Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen, in zuvor gewaschen und sterilisierte Gläser geben und mit der kochend heissen Marmelade randvoll befüllen.
  6. Die Gläser sofort gut verschliessen und umgedreht einige Stunden auskühlen lassen.
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