Zitronen-Brathähnchen

28 Apr 2016

Innen saftig und zart – gut gewürzt, aber nicht zu salzig und eine ganz knusprige Haut muss es haben – das perfekte Brathähnchen. Ihr kennt ja bestimmt diese Hähnchen-Grillstände, die oft auf irgendwelchen Dorf- und Wiesenfesten aufgebaut sind. Mein Bruder und ich durften uns früher immer einmal im Jahr, auf dem Kirtag, eines dieser Hühner bestellen. Ein Kirtag ist übrigens ein kleines Stadtfest, für alle die sich jetzt gefragt haben! 😉 Auf alle Fälle haben wir dieses Brathähnchen dann immer mit den Fingern gegessen – so wie sich das gehört und bei der Gelegenheit die Finger natürlich auch gleich im Gewand für Schön abgewischt! Wenn schon, denn schon! :o) Dieses alljährliche Ritual war für mich immer etwas ganz besonderes und der Geschmack dieser Brathähnchen hat sich irgendwie bis heute in meinen Kopf gebrannt.

Zitronen-Brathähnchen 1

Ich und knusprige Hühner, wir waren jahrelang nicht unbedingt die besten Freunde. Zumindest, wenn ich sie zubereitet habe :o) Ich hab es auf dem Grill versucht, auf einer Bierdose, auf dem Backblech und ja, ich gebe es zu! Selbst auf meinem integrierten Drehspieß im Ofen, hatte ich „den Dreh“ alles andere als raus. Entweder waren meine Hühner ein bisserl sehr knusprig und haben danach wie zähe alte Vögel geschmeckt, oder die Haut war nicht knusprig genug und das Fleisch ging gerade mal so durch – vorausgesetzt man hatte großen Hunger! Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach…

Zitronen-Brathähnchen 2

Um ein richtig leckeres Grillhenderl auf den Tisch zu bringen, braucht es wirklich gar nicht mal so viel. Ein paar Gewürze, Zitrone, reichlich Salz und natürlich ein stattliches, gesundes Bio Hühnchen. Ich habe für mein Brathähnchen das selbstgemachte Zitronensalz verwendet, ihr könnt aber natürlich auch herkömmliches Salz nehmen. Mein Hähnchen hab ich auf meinem Staub Hähnchenständer gegart, den ich euch nach dem #Synchronbrathähnchen am 15. Mai aber noch genauer im Detail vorstellen möchte. Falls ihr also auf der Suche nach einem richtig tollen Hähnchenständer seid, kann ich euch den gusseisenen Brathähnchenständer von Staub nur wärmsten empfehlen! Darauf werden nämlich sogar meine Hähnchen endlich so wie sie sein sollen: innen saftig und zart mit einer ganz knusprigen Haut! Hunger bekommen? Dann versucht es doch auch mal und lasst es euch schmecken! ☺

Zitronen-Brathähnchen
Zutaten
  1. 1 Bio Huhn (bei mir 1,8 kg)
  2. 1/2 Bio Zitrone in Spalten geschnitten
  3. 1/2 Bio Zitronensaft
  4. 50 ml Wasser
  5. 1 EL Paprikapulver (mild)
  6. 2 TL Salz (Zitronensalz)
  7. 2-3 TL Rapsöl
  8. 1 Knoblauchzehe
  9. Pfeffer
Zubereitung
  1. Das Hähnchen mit einem Küchentuch gründlich trocken tupfen.Wascht euer Hühnchen auf keinen Fall - das Salmonellenrisiko dadurch beträchtlich steigt!
  2. Das Huhn aussen und innen mit dem Salz einreiben und bei Bedarf pfeffern.
  3. Die Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse pressen und zusammen mit dem Öl, dem Paprikapulver und dem Saft der halben Zitrone in ein geeignetes Gefäß geben und zu einer Marinade vermischen.
  4. Nun das Hühnchen von allen Seiten (aussen und innen) mit der Marinade bepinseln und ca. 2-3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Den Backofen auf 180 c° (Umluft) vorheizen und das Hähnchen auf den Ständer setzen. (Wenn ihr keinen Hähnchenständer besitzt, könnt ihr euer Huhn auch auf einer Gugelhupf-Form oder auf einem Backblech garen)
  6. Nun mit Wasser und Zitronensaft untergießen, die Zitronenspalten von oben in den Bauch des Hähnchens stecken und das Hühnchen für ca. 1 - 1,5 Stunden in den Ofen geben.
  7. Das Hähnchen alle 20 Minuten mit dem austretendem Saft übergießen.
  8. Falls vorhanden: 10 Minuten vor Ende der Garzeit, auf die Grillfunktion des Backofens umschalten.
  9. Das Brathähnchen aus dem Ofen holen und genießen!
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Mahlzeit!

Rhabarber – Fruchtleder

26 Apr 2016

Ich hoffe ihr habt noch nicht genug von Rhabarber! Denn Drei mal dürft ihr raten, was ich heute für euch vorbereitet habe! Richtig, Rhabarber! :o) Dafür gibt’s aber eine mordsleckere Nascherei…

Rhabarber - Fruchtleder 1

Gummizeugs! Ich liebe Gummizeugs! Ganz egal ob Gummibärchen, Schlangen oder saure Cola Fläschchen. Wenn ich erst mal ein Säckchen geöffnet hab, gibt es irgendwie kein Halten mehr für mich. Da bin ich, wie ein Fass ohne Boden und ich kann einfach nicht aufhören mich damit vollzustopfen. Man könnte jetzt natürlich auf diese kleinen Tütchen – die an den Supermarktkassen immer rumliegen, ausweichen oder sich im schlimmsten Fall gleich gar keine kaufen und darauf verzichten. Man kann sich aber auch ganz einfach selbst zu Hause eine Ladung voll Fruchtleder zaubern.

Rhabarber - Fruchtleder 2

Letztes Mal hab ich euch ja bereits meine verbesserte Version des Rhabarbersirups gezeigt und im Beitrag darauf hingewiesen, dass ihr die gefilterten Rhabarberreste auch als Mus verwenden könnt . Heute zeig ich euch, was sich daraus noch machen lässt! Ziemlich gefinkelt, was? :o)

Rhabarber - Fruchtleder 3

Ich hab mein Mus bis jetzt immer ganz gerne zu Joghurt gegessen, oder mir aufs Brot geschmiert. Aber immer nur aufs Brot schmieren wird mit der Zeit auch langweilig, oder? Also hab ich es kurzerhand auf ein Backblech gestrichen und so lange im Ofen getrocknet bis es eine gummiartige Konsistenz angenommen hat. Man kann das fertig getrocknete Rhabarbermus dann ganz einfach mit einem Messer in gleich große Bänder schneiden. Ich hab es jedoch in diesem Fall mit Kokosflocken und gehackten Pistazien gefüllt und zu einer Rolle geformt, von der man sich immer wieder ein Stückchen abschneiden kann. Ein gesundes Lokum, sozusagen! ☺

Rhabarber - Fruchtleder 4

Ihr könnt euer Rhabarber-Fruchtleder aber natürlich auch gleich essen, es zusätzlich noch in Zucker wälzen – falls ihr es lieber süßer mögt, oder auch mit anderen Nüssen und Samen befüllen. Falls ihr noch keinen Sirup gekocht habt, könnt ihr euch natürlich auch einfach ein Rhabarberkompott kochen und die gut ausgedrückten Kompottstücke auf ein Backblech streichen. Für euer Kompott könnt ihr euch das Sirup-Rezept als Vorlage nehmen – ihr müsst dabei allerdings auf die Wasserzugabe verzichten und die Zuckermenge auf euren Geschmack verringern. Ich rate euch jedoch zu meiner Variante – den so habt ihr gleichzeitig tolle Geschenke aus der Küche und sprichwörtlich zwei köstliche Leckereien auf einem Streich 😉

Rhabarber - Fruchtleder
Zutaten
  1. Rhabarbermus
  2. Kokosflocken
  3. Pistazien
  4. 1 Backblech
  5. 1 Bogen Backpapier
Zubereitung
  1. Das Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf ca. 75c° (Umluft) vorheizen.
  2. Das Rhabarbermus mit einer Teigkarte (Löffel) gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. Achtet darauf, dass das Mus nicht zu dick aufgetragen wird – da sich ansonsten der Trocknungsvorgang verlängert.
  3. Das gleichmäßig aufgetragene Mus, bei mittlerer Schiene, in den Ofen geben und ca. 5-6 Stunden trocknen lassen. Je nach Ofen kann sich der Trocknungsvorgang auch verkürzen oder verlängern. Klemmt dabei am besten einen Holzkochlöffel in die Ofentür, da so die Feuchtigkeit besser aus dem Ofen entweichen kann und euer Rhabarber-Fruchtleder schneller trocknet.
  4. Nach Ende der Trocknungszeit, das Rhabarber-Fruchtleder aus dem Ofen holen. Es sollte sich nun leicht klebrig anfühlen und eine bräunliche Farbe angenommen haben.
  5. Das Backblech über Nacht offen (nicht abgedeckt) stehen lassen, damit das Mus noch zusätzlich nachtrocknen kann.
  6. Das fertig getrocknete Mus mit Hilfe eines zweiten Backbogens umdrehen - das Backpapier vorsichtig abziehen und das Fruchtleder wieder mit der rauen Seite nach oben in seine ursprüngliche Position auf das Backpapier legen.
  7. Nun die Kokosflocken, sowie die Pistazienkerne, bis einen Zentimeter unter den oberen Rand, über das Rhabarber-Fruchtleder streuen - mit Hilfe des Backpapiers zu einer strammen Rolle formen, festdrücken und diese einige Stunden ruhen lassen, damit sie besser zusammen hält.
  8. Die Rolle in den restlichen Kokosflocken und Pistazienkernen wälzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
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Viel Spaß beim naschen und verschenken!

Rhabarbersirup 2.0 – Rhabarber-Hibiskustee-Sirup

21 Apr 2016

Pssst.. Soll ich euch was verraten? Ich hänge zur Zeit ganz schön an der Flasche und hab rund um die Uhr Lust auf was Flüssiges. Das Ganze entwickelt sich so langsam, aber sicher zu einem regelrechten Suchtproblem und ich kann einfach nicht genug davon bekommen! Nein, nicht was ihr schon wieder denkt…. Aber schnappt euch am besten gleich mal ein Gläschen und überzeugt euch selbst! :o)

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 1

Rhabarber! Hach, ich kann gar nicht genug bekommen von den säuerlichen Stangen. Ganz egal, ob im Schokokuchen oder gar in Kombination mit Schweinefilet und Spargel. Ich liebe Rhabarber und würde ihn zur Zeit am liebsten jeden Tag essen. Da das aber natürlich schlecht geht, hab ich ein wenig für Abhilfe gesorgt. Man soll ja schließlich jeden Tag genügend trinken! 😉

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 2

Ich hab euch ja bereits im letzten Jahr mein Rezept für leckeren Rhabarbersirup verraten und euch von meiner Rhabarbersucht erzählt. In diesem Jahr, wollte ich meinem Sirup mal eine dezente neue Note verpassen und ihn vor allem noch farblich ein wenig verbessern. Klar, man könnte jetzt natürlich einfach ein paar Erdbeeren, in den Topf werfen und gut ist – aber, dann schmeckt der Sirup eben auch nach Erdbeeren. Wobei die um diese Jahreszeit eigentlich eh nach gar nix schmecken und mir zudem auch (noch) nicht in den Topf kommen. :o) Also, hab ich kurzerhand spontan zwei Beutel Hibiskus-Tee und ein Schlückchen Granatapfelsirup dazugegeben. Der Sirup wird in der Türkei eigentlich zum kochen oder als Salatsauce verwendet und ist mittlerweile auch in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 3

Ich weiß, Eigenlob stinkt! – aber in diesem Fall, muss ich mir wirklich ein kleines bisschen selbst auf die Schulter klopfen. Der Rhabarbersirup ist nämlich mit Abstand der leckerste, denn ich je gemacht hab und natürlich auch ein ganz tolles Geschenk aus der Küche. Die Zugabe des Granatapfelsirups und der Teebeutel verleihen dem Rhabarber nämlich zusätzlich eine herrlich frische Note, ohne den feinen Rhabarbergeschmack zu verfälschen und der Sirup bekommt eine mordstolle Farbe. Neugierig geworden? Dann probiert es doch auch einfach aus und gönnt euch ein Gläschen von diesem erfrischenden Rhabarber-Eistee!

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 4

Prost!

Rhabarbersirup 2.0
Zutaten
  1. 1,5kg Rhabarber
  2. 1kg Zucker
  3. 500ml Wasser
  4. Saft von 1,5 Zitronen
  5. Abrieb einer halben Zitrone
  6. 1 EL Granatapfelsirup
  7. 2 Beutel Hibiskustee (Bei Bedarf auch mehr)
  8. (Die Menge reicht für 1,5-2L Sirup)
Zubereitung
  1. Die Rhabarberstiele gründlich waschen, die Enden abschneiden und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Die Rhabarberstücke zusammen mit dem Zucker, sowie dem Zitronenabrieb in einem grossen Topf vermischen.
  3. Nun die die Teebeutel ebenfalls in den Topf, unter die Rhabarberstücke legen (Topfboden) und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Am nächsten Tag das Wasser und den Zitronensaft dazugeben, alles zusammen aufkochen und ca. 10 Minuten lang heiss weiter köcheln lassen.
  5. Die Teebeutel vorsichtig aus dem Topf entfernen und den Granatapfelsirup dazugeben.
  6. Den Sirup weitere 30 Minuten köcheln lassen und eventuell anfallenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen.
  7. Nun könnt ihr alles durch ein feinmaschiges Sieb in einen zweiten Topf abgießen und das zurückbleibende Mus mit Hilfe eines Löffels gut ausdrücken.
  8. Den aufgefangen Sirup zurück in den Topf geben und nochmal kurz sprudelnd aufkochen.
  9. Den Rhabarbersirup in zuvor sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und auskühlen lassen!
  10. TIPP: Das zurückbleibende Mus kann wie Kompott verwendet werden und sollte sich im Kühlschrank einige Tage halten.
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