Salbeimäuschen – Frittierte Salbeiblätter

23 Jun 2016

Wenn ihr Snacks und kleine Vorspeisen liebt, dann seid ihr diese Woche bei mir genau richtig! Es hat sich nämlich noch lange nicht ausgesnackt und deshalb geht’s auch gleich heiter weiter mit diesen leckeren Mäuschen…

Salbeimäuschen - Frittierte Salbeiblätter 1

Mäuschen? Keine Sorge, hier werden keine Mäuschen in die Pfanne geworfen! Nein, und auch keine Hasen – wie ich euch ja bereits schon mal bei meinem Falschen Hasen Rezept verraten habe! Aber rein optisch, sehen diese mordsleckeren gefüllten Salbeiblätter schon ein bisschen aus wie kleine Mäuschen, oder?

Salbeimäuschen - Frittierte Salbeiblätter 2

Ich hab euch ja bereits mit meinem Kroatischen Hibiskus-Salbei-Eistee ein extrem erfrischendes und aromatisches Salbei Rezept vorgestellt und so manchen von euch zum Glück bewiesen, dass Salbei völlig ungerechtfertigt oftmals mit grausigen Grippemittelchen assoziiert wird. So einen miesen Ruf hat der Salbei nämlich gar nicht verdient! :o) Er kann nämlich so wahnsinnig lecker sein, dass man gar nicht genug davon bekommen kann!

Salbeimäuschen - Frittierte Salbeiblätter 3

Das heutige Rezept stammt aus dem Buch Ein Sommer wie Damals, worüber ich euch demnächst aber noch mehr erzählen werde und die frittierten Salbeiblätter werden in Italien vielerorts gerne als kleine Vorspeise, oder als lecker Snack auf die Hand gereicht. Ich muss gestehen, dass ich dem Ganzen anfangs eher skeptisch gegenüber stand und mein Näschen ein wenig voreilig gerümpft habe, weil ich eigentlich so gar kein Salbei Fan bin war. Ich hab mich dann aber zum Glück trotzdem dazu entschieden, es nachzumachen und bin absolut begeistert! Tja, probieren geht eben doch über studieren! :o)

Salbeimäuschen - Frittierte Salbeiblätter 4

Obwohl wir ja bei meinen Ofenpommes letztens reichlich an Frittieröl eingespart haben, müssen wir die Pfanne heute dennoch rausholen – die Salbeimäuschen werden nämlich nach dem sie gefüllt wurden, durch einen schnell angerührten Bierteig gezogen und der schmeckt halt nun mal eben nur, wenn er frittiert wird. Aber manchmal darf man sich so was auch gönnen und zudem kommt so ein leckerer Snack ja nicht alle Tage auf den Tisch, oder?

Salbeimäuschen - Frittierte Salbeiblätter 5

Die Herstellung der frittierten Salbeiblätter ist wirklich ein Kinderspiel! Alles was ihr dazu benötigt sind: einige Salbeiblätter, Sardellenpaste oder wahlweise frisch gehackte Sardellen, Bier und Mehl für den Teig und natürlich ein wenig neutrales Pflanzenöl zum frittieren. Wenn ihr keine Sardellen mögt, müsst ihr nicht traurig sein – ihr könnt eure Salbeiblätter nämlich auch mit etwas Schafskäse befüllen und schon habt ihr einen sehr leckeren vegetarischen Snack. Also, ihr Lieben – gebt dem Salbei eine Chance und überzeugt euch am besten gleich selbst! Aber Vorsicht! Suchtgefahr! ☺

An die Blätter, fertig,
Snacktime!

Salbeimäuschen - Frittierte Salbeiblätter 6

Friettierte Salbeiblätter
Zutaten
  1. 32 große Salbeiblätter mit Stiel
  2. 1 Tube Sardellenpaste oder 16 in Öl eingeleckte Sardellenfilets
  3. Rapsöl zum Frittieren (Olivenöl nach Belieben)
  4. 200g Mehl
  5. 1 kleine Flasche helles Bier (eisgekühlt)
  6. Meersalz
  7. Zitronenspalten
Zubereitung
  1. Die Salbeiblätter kurz kalt abbrausen und gut trocken tupfen.
  2. Ein Salbeiblatt mit ein wenig Sardellenpaste vom Stielansatz bis zur Blattspitze bestreichen , oder mit einer zerhackten Sardelle mittig belegen - dazu die Sardellenfilets abspülen, trocken tupfen und mit einem Messer fein hacken.
  3. Ein zweites Salbeiblatt darauf legen und fest drücken. So fortfahren bis alle Blätter aufgebraucht sind und ihr 16 gefüllte Salbeiblätter habt.
  4. Das Öl in eine weite Pfanne geben und langsam auf 160 c° erhitzen.
  5. In der Zwischenzeit das Mehl in eine Schüssel sieben, schluckweiße das eiskalte Bier hinzugießen und mit einem Schneebesen zu einem zähflüssigen Teig verrühren.
  6. Die gefüllten Salbeiblätter mit den Fingern gut zusammenhalten, durch den Bierteig zeigen und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen.
  7. Die Salbeiblätter goldgelb frittieren, vorsichtig aus dem Frittieröl heben und auf Küchenpapier ein wenig abtropfen lassen.
  8. Die noch heißen Salbeiblätter mit Meersalz bestreuen und sofort mit einigen Zitronenspalten heiß servieren.
  9. TIPP: Die Blattstiele sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind zugleich der Griff für diese leckere Salbeimäuschen und schmecken besonders gut mit ein paar Spritzern Zitronensaft!
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Mahlzeit!

Ofenpommes

21 Jun 2016

Egal ob als Beilage zum Schnitzel, im Freibad aus der Tüte oder als Snack für zwischendurch, Pommes gehen eigentlich immer, oder? Und deshalb gibt’s heute einfach mal nen kleinen Imbiss auf die Hand…

Ofenpommes 1

Gibt’s eigentlich jemanden der keine Pommes mag? Also ich kenne zumindest niemanden. Die leckeren Stäbchen sind einfach bei jung und alt beliebt und am allerbesten schmecken sie natürlich wenn sie ganz frisch gemacht sind. Wenn sie dann noch aussen knusprig und innen fluffig und weich sind, dann gibt es kein Halten mehr! Aber mal ehrlich, könnt ihr bei so einem Portiönchen Pommes widerstehen?

Ofenpommes 2

Der einzige Haken an der Sache? Kein Haken! Ihr denkt jetzt bestimmt an all die bösen Kalorien und das ganze Frittierfett – das zudem noch einen nicht so gschmackigen Geruch im ganzen Haus verströmt, oder? Mit diesen Pommes ist das alles kein Problem! Ich hab sie nämlich im Ofen gebacken und ihnen ein paar aromatische Gewürze, wie mein Zitronensalz verpasst. Ich mag diese gesündere Variante irrsinnig gerne, da sie mit wesentlich weniger Öl hergestellt wird und mindestens genauso lecker schmeckt wie typische Imbiss – Fritten. Zudem kanns ja nie schaden ein paar unnötige Kalorien einzusparen, man weiß schlussendlich ja nicht ob es in diesem Sommer doch nochmal Sommer wird! :o) Wir genießen unsere Ofenpommes übrigens immer gerne mit einem schnell gemachten Joghurt-Dip – den ich euch ja bereits bei meinen Griechischen Ofenkartoffel schon mal gezeigt habe, oder einfach nur mit Quark. So einfach, sooo lecker, und ihr könnt euch (so nebenbei erwähnt) sogar gleichzeitig und ganz unproblematisch ne größere Ladung sichern! Nur für den Fall, dass sich beim heutigen Fußballspiel auch eine Horde brüllender Männer in eurem Wohnzimmer befinden sollte! 😉

Ofenpommes
Zutaten
  1. 500 g festkochende Kartoffel
  2. 1 EL Rapsöl
  3. 1 TL mildes Paprikapulver
  4. 1 Prise getrockneter Rosmarin (nach Belieben)
  5. Salz (bei mir Zitronensalz)
  6. Pfeffer
  7. Joghurt-Dip (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Die Kartoffeln gründlich waschen, trocken tupfen, grob schälen und den Backofen auf 200 c° Umluft vorheizen.
  2. In der Zwischenzeit die geschälten Kartoffel nach Belieben in Stifte, oder Spalten schneiden und in eine große Schüssel geben.
  3. Das Öl und die Gewürze zu den rohen Pommes geben und alles gut miteinander vermengen.
  4. Die marinierten Pommer auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei mittlere Schiene ca. 15 - 20 Minuten goldbraun backen.
  5. Die Kartoffeln nach der Backzeit einmal wenden und weitere 15 - 20 Minuten in den Ofen geben.
  6. Die fertigen Ofenpommes auf Teller geben und nach Belieben mit Joghurt - Dip servieren
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Kroatisches Weißbrot – Kruh

19 Jun 2016

Ist es nicht herrlich, wenn man vom Duft eines ofenfrischen Brotes wachgeküsst wird und ein hübsch gedeckter Frühstückstisch bereits auf sich wartet!? Da macht das Aufstehen doch gleich viel mehr Spaß, oder?

Kroatisches Weißbrot - Kruh 1

Okay, zugegeben… ich wurde noch nie von ofenfrischem Brot wachgeküsst und ein sommerlich gedeckter Frühstückstisch hat auch noch nie auf mich gewartet, zumindest nicht seit ich mit dem Gaumenpoet verheiratet bin und ehrlich gesagt auch nicht davor – aber die Erinnerung daran, wie das früher so zu Hause im Hotel Mama war ist einfach unbezahlbar! :o)

Kroatisches Weißbrot - Kruh

Aber Spaß bei Seite! Ehrlich gesagt bin ich unter der Woche so gar kein Frühstückstyp! Während der Gatte beherzt in seinem Joghurt rumlöffelt und sich auch gerne mal zwei doppelte Espresso reinpfeift, reicht mir ein schnelles Gläschen Saft oder ein gutes Tässchen Tee vollkommen aus um in den Tag zu starten, dafür gibts dann am Wochenende gerne mal einen guten Capuccino und unser wöchentlicher Sonntags Brunch schmeckt um so besser! Ganz besonders, wenn es dabei mal wieder ein ofenwarmes Brot mit einer leckeren Schnittlauch und Meersalz bestreuten Butter gibt!

Kroatisches Weißbrot - Kruh 3

Ja, die einfachsten Dinge sind eben meistens die Besten! Ein leckeres Brot mit schmelzender Butter oben drauf, dazu ein guter Kaffee, wenn geht noch eine Prise Sonnenschein… Hach, Frühstücksherz was willst du mehr?

Kroatisches Weißbrot - Kruh 4

Das heutige Rezept hab ich euch sozusagen aus unserem Kurzurlaub in Split mitgebracht. Ich hab es dort dem Chef eines sehr kleinen, aber gigantisch feinem Restaurants entlockt – in welchem wir die wohl besten Calamari, ever! gegessen haben und war ganz schön erstaunt darüber, als er mir die Vorgehensweise und die benötigten Zutaten aufzählte: Wasser, Mehl, Salz, Hefe – Ofen, Kochlöffel, Zeit! Àhm… Ja, ist klar!, dachte ich mir nur. Aber ich habs zu Hause natürlich sofort getestet und es hat tatsächlich einwandfrei funktioniert! 😉

Kroatisches Weißbrot - Kruh 5

Das tolle an diesem kroatischen Weißbrot ist, das der einfache Salzteig lediglich mit einem Holzkochlöffel gerührt wird und ganz nach Geschmack noch zusätzlich mit Oliven, Kräutern oder getrockneten Tomaten ergänzt werden kann. Wer sein Brot lieber etwas fester mag, fügt seinem Teig einfach noch ein bisschen Mehl hinzu und schon kann sich jeder ganz nach Lust und Laune sein eigenes Brot zaubern. Klingt alles ziemlich einfach, was? Ist es auch! Ihr müsst dazu lediglich 2 Stunden Gehzeit für euren Teig einberechnen, aber für so ein leckeres kroatisches Weißbrot zahlt sich das allemal aus und falls der Sommer doch noch kommt, passt es auch ganz wunderbar für einen gschmackigen Grillabend! Aber jetzt genug geschwärmt…

Zückt eure Kochlöffel und ran an den Teig!

Kroatisches Weißbrot - Kruh
Zutaten
  1. 500 g Haushaltsmehl
  2. 1/2 Würfel Hefe
  3. ca. 350 ml lauwarmes Wasser
  4. 15 g Meersalz
Zubereitung
  1. Die Frischhefe im handwarmen Wasser verrühren, das Salz hinzugeben und kurz bei Seite stellen, damit die Hefe arbeiten kann.
  2. Das Mehl zum Hefegemisch geben und mit dem Kochlöffel alles gründlich verrühren und durchschlagen, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  3. Den Brotteig ca. 2 Stunden gehen lassen und dabei alle 20 - 30 Minuten mit dem Kochlöffel wiederholt durchschlagen. Den Brotteig in eine bemehlte Kastenform geben oder mit den Händen nach Belieben formen. Ich habe den Teig dazu in ein gut bemehltes Gärkörbchen gegeben, ihn noch zusätzlich ca. 30 Minuten gehen lassen und ihn dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestürzt.
  4. Den Ofen auf 210 c° Umluft vorheizen, eine feuerfeste Form mit Wasser befüllen und das Brot mit ein wenig Wasser bepinseln.
  5. Das Brot, gemeinsam mit der Wasserschale in den Ofen geben (Mitllere Schiene) und ca. 45 Minuten goldbraun backen.
  6. Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen holen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen oder nach Belieben noch lauwarm genießen.
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