Schweizer Magenbrot

27 Nov 2016

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Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Am ersten Adventssonntag darf man sich doch ruhig mal eine kleine Nascherei gönnen, oder was meint ihr? Falls ihr Lust auf ein paar himmlisch weihnachtliche Schoko-Happen habt, seid ihr heute hier genau richtig. Dieses köstliche Schweizer Magenbrot wartet nämlich nur darauf vernascht zu werden…

Schweizer Magenbrot 1

Wahnsinn, wie schnell die Zeit doch vergeht! Gerade noch war es Ende August und ich hab mich daran genervt die ersten Kekskerl und Schoko-Nikolos in so manchen Supermärkten gesichtet zu haben und schwupps.. befinden wir uns tatsächlich schon wieder im letzten Jahresabschnitt und es weihnachtet offiziell. Aber so ein schokoladiges Schweizer Magenbrot schmeckt in der Weihnachtszeit ohenhin viel besser.

Schweizer Magenbrot 2

Eigentlich wird das Schweizer Magenbrot in der Schweiz meistens nur in der Jahrmarkts- bzw. Herbstzeit verkauft – ich finde jedoch, dass diese Lebkuchen ähnlichen Happen ganz wunderbar in die Adventszeit passen und serviere sie viel lieber, wenn der Adventskranz bereits auf dem Tisch steht und nur darauf wartet angezündet zu werden.

Schweizer Magenbrot 3

Wie ihr euch bereits denken könnt, stammt diese Variante des Magenbrotes ursprünglich aus der Schweiz und ist meistens leider nur auf Jahrmärkten und ganz selten auch im Handel erhältlich. Der Teig wird traditionellerweise mit Ruchmehl gemacht und mit Birnenbrotgewürz verfeinert, ich verwende dafür allerdings viel lieber (m)eine Lebkuchengewürz-Mischung und mag die selbstgemachte Variante um einiges lieber, da sie bei weitem nicht so süß ist. Falls ihr kein Ruchmehl zur Hand habt, könnt ihr alternativ auch Weizenmehl verwenden. Das Schweizer Magenbrot ist zwar auf keinen Fall Diät tauglich, aber in der Weihnachtszeit darf man sich ruhig mal was gönnen und die bösen Kalorienchen ausser Acht lassen, oder?

Schweizer Magenbrot 4

Während ich im letzten Jahr mit meinen Spitzbuben und den Zimtstern-Bäumchen lediglich zwei Weihnachtsrezepte verbloggt habe, habe ich euch ja bereits das letztes Mal meine zuckersüßen Sparkling Cranberries ans Herz gelegt und wisst ihr was? Naschkatzen werden hier in nächster Zeit sprichwörtlich auf ihre Kosten kommen. Ich hab nämlich bereits das eine oder andere sündhaft weihnachtliche Schmankerl für euch vorbereitet, welches ich euch natürlich in nächster Zeit nach und nach virtuell servieren werde.

Zuerst gibt’s heute aber erstmal diese mords leckeren Schweizer Magenbrot Häppchen, die ich für die Weihnachtsausgabe der *Kochen&Küche gemacht habe und mit denen ihr euch wunderbar die Weihnachtszeit versüßen könnt. Also ihr Lieben, lasst es euch schmecken und habt einen schönen ersten Advent!

Schweizer Magenbrot
Für ca. 40 Stück Magenbrot
  1. 250 g Schweizer Ruchmehl Type 1100 oder alternativ Österreich W1600 / Deutschland Type 1050
  2. 125 g Rohrzucker
  3. 1 EL Backpulver
  4. 1 EL Schokoladenpulver
  5. 1 TL Schweizer Birnenbrotgewürz oder alternativ Lebkuchengewürz
  6. 1 TL Zimt
  7. 1 Prise Salz
  8. 1,5 dl Milchwasser (halb Milch / halb Wasser )
  9. 50 g flüssiger Honig
Für die Glasur
  1. 30 g dunkle Schokolade
  2. 40 g Butter
  3. ca. 3 EL Wasser
  4. 1 EL Schokoladenpulver
  5. 125 g Puderzucker
Für den Teig
  1. Das Milchwasser erwärmen, den Honig dazu geben und alles gut miteinander verrühren.
  2. Den Ofen auf 180 c° vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  3. Die restlichen Zutaten für den Teig in eine geeignete Schüssel geben, miteinander gründlich verrühren und eine Mulde formen.
  4. Nun das lauwarme Milchwasser in die Mulde gießen und alles zu einem glatten Teig verrühren.
  5. Den Teig auf das vorbereitete Backblech streichen und bei mittlerer Schiene ca. 15 - 20 Minuten backen.
  6. Den fertig gebackenen Teig aus dem Ofen holen, auskühlen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  7. Der Teig kann alternativ auch zu zwei Rollen geformt und nach dem Backen in Scheiben geschnitten werden.
Für die Glasur
  1. Die Schokolade, die Butter und das Wasser in einen Topf geben und langsam zum schmelzen bringen.
  2. Das Schokoladenpulver, sowie den Puderzucker dazugeben und alles gründlich miteinander verrühren.
Fertigstellung
  1. Die geschnittenen Magenbrotstücke zur Glasur in den Topf geben und alles so lange untereinander mischen, bis alle Stücke gleichmässig mit der Glasur überzogen sind.
  2. Die glasierten Stücke auf ein Abtropfgitter legen und trocknen lassen.
  3. TIPP: Das Schweizer Magenbrot eignet sich auch als tolles Geschenk aus der Küche. In einer Dose verpackt und im Kühlschrank gelagert sind die leckeren Happen ca. 1 Woche haltbar, wenn sie nicht zuvor vernascht werden.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Kochen&Küche entstanden. Die mit * gekennzeichneten Links sind Kooperationslinks.

Gezuckerte Cranberries – Sparkling Cranberries

24 Nov 2016

Schön langsam aber sicher wird es auch in der Gaumenpoesie ein bisschen weihnachtlich und weil man sich zur Weihnachtszeit ja gerne mal die eine oder andere Nascherei gönnt, hab ich heute ein paar extra tolle Zuckerl für euch mitgebracht.

Gezuckerte Cranberries - Sparkling Cranberries 1

Zugegeben, bei den momentanen Temperaturen könnte man meinen der Osterhase kommt gleich ums Eck gehoppelt – denn bei 16 c° Aussentemperatur herrscht schon fast ein bisschen Frühlingsstimmung beim Gang über den Christkindlmarkt, aber spätestens mit diesen zuckersüßen Sparkling Cranberries wird es auch bei euch zu Hause frostig..

Gezuckerte Cranberries - Sparkling Cranberries 2

Hach sehen diese Gezuckerten Cranberries nicht bezaubernd aus? Man könnte meinen es sei tatsächlich schon kalt draussen – denn die gesunden Beerchen sehen fast so aus als hätte sie der erste Schnee in eine frostige Decke gehüllt. Aber wer braucht schon Frost und Schnee, wenn man sich diese dekorative Nascherei auch bei lauen Temperaturen ganz einfach so zaubern kann!?

Gezuckerte Cranberries - Sparkling Cranberries 3

Cranberries sind ja in Amerika schon seit eh und je in aller Munde und mittlerweile auch schon ein Zeiterl in unseren Breitengraden ziemlich leicht erhältlich und eine beliebte Zutat für so manchen Weihnachtsbraten oder Sirup. Die kleinen roten Beerchen sind nicht nur vielseitig einsetzbar, sie strotzen zudem nur so vor gesunden Nährstoffen. Egal ob frisch oder getrocknet! Cranberries liefern jede Menge Vitamin C, A, K, Natrium, Kalium, Eisen und Antioxidantien. Aber unter uns gesagt, schmecken sie pur (wie ich finde) ziemlich bescheiden…. Da kann so eine kleine Prise Zucker ausnahmsweise mal nicht schaden. :o)

Gezuckerte Cranberries - Sparkling Cranberries 4

Für bekennende Backlegastheniker wie mich, sind Sparkling Cranberries genau die richtige Alternative zu Weihnachtskekserl wie Zimtstern – Bäumchen, oder Spitzbuben. Die Gezuckerten Cranberries sind nämlich nicht nur eine wahnsinnig hübsche und mords leckere Weihnachtsnascherei, sie sind zudem auch noch ganz einfach herzustellen und ratzfatz gemacht.

Gezuckerte Cranberries - Sparkling Cranberries 5

Ihr benötigt dafür lediglich 2 Zutaten und schon kann es los gehen! Die Sparkling Cranberries eignen sich natürlich auch ganz hervorragend dafür jegliche Desserts aufzuhübschen, aber ich finde sie so lecker, dass ich sie am liebsten gleich so vernasche… Also ihr Lieben, probiert es doch auch einmal aus und zaubert euch hurtig in zuckersüße Weihnachtsstimmung!

Gezuckerte Cranberries - Sparkling Cranberries
Zutaten
  1. 250 g Cranberries
  2. 180 g Zucker
  3. 125 ml Wasser
  4. Zucker zum wälzen (ca. 100 g)
Zubereitung
  1. Das Wasser in einem Topf zum kochen bringen und den Zucker hinzufügen.
  2. Alles so lange kochen lassen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und das Wasser ein leicht sirupartige Konsistenz angenommen hat. Ich habe zusätzlich noch 4 Cranberries mitgekocht - da der Sirup so eine zartrosa Farbe annimmt. Ihr könnt diesen Vorgang aber natürlich auch überspringen.
  3. Den Zuckersirup leicht auskühlen lassen, da die Cranberries bei zu hoher Hitze platzen könnten.
  4. Die Cranberries in den lauwarmen Zuckersirup geben und vorsichtig mit einem Löffel durchrühren, damit alle Cranberries mit dem Sirup überzogen werden.
  5. Alles über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Wer es eilig hat, kann seine Cranberries auch schon nach ca. 2 Stunden weiterverarbeiten.
  6. Die Cranberries aus dem Sirup nehmen und auf einem Abtropfgitter oder einer geeigneten Unterlage ca. 1 Stunde abtropfen lassen, damit sie leicht antrocknen können.
  7. Die angetrockneten Cranberries im restlichen Zucker wälzen und entweder sofort vernaschen oder für Kuchendekorationen weiterverwenden.
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Apfel-Tarte

18 Nov 2016

An apple a day, keeps the doctor away.. Aber wenn die knackigen Vitaminbomben in Form einer köstlichen Apfel Tarte daherkommen, kann man sich auch gerne mal 2 Äpfel.. ähm.. Stückchen gönnen, oder?

Apfel-Tarte 1

Äpfel gibt’s bei uns zu Hause eigentlich immer und obwohl ich Äpfel wahnsinnig gerne verarbeite, hat es bis jetzt tatsächlich nur ein einziges Apfel Rezept hier auf den Blog geschafft. Schande über mein süd-ost steirisches Apfelhaupt! Das muss natürlich sofort geändert werden und deshalb hab ich heute eine himmlische Apfel-Tarte für euch im Gepäck, die ich mit ganz besonderen Äpfeln hergestellt habe.

Apfel-Tarte 2

Ich hab euch ja bereits bei meinem Hexenschaum von den rotfleischigen Äpfeln vorgeschwärmt und euch ein bisserl von meiner steirischen Heimat und unserer wunderschönen apfelreichen Gegend erzählt. Mein Gaumenpoet und ich sind sogar so verliebt in diese Region, dass wir unsere Hochzeit in einer alten Scheune – umgeben von unzähligen Apfelbäumen gefeiert haben und dass da das eine oder andere Apfelschmankerl genossen wurde, versteht sich wahrscheinlich von selbst.

Apfel-Tarte 3

Aus Äpfeln lassen sich wahnsinnig leckere Köstlichkeiten herstellen. Egal ob in Form einer steirischen Apfelschaum Suppe – die ich euch unbedingt auch mal vorstellen möchte, oder als guter alter Apfelstrudel von Oma. Äpfel sind einfach ein tolles Obst! Und wenn sie dann noch so toll aussehen wie diese Apfel-Tarte, kann ich meinen Lieben natürlich eine besondere Freude bereiten.

Apfel-Tarte 4

Weil Äpfel und Quitten ja bekanntlich ein köstliches Duo ergeben, hab ich meine Apfel-Tarte noch zusätzlich mit dem Quittengelee verfeinert, das ich euch ja bereits ans Herz gelegt habe. Das Gelee wird nach dem Backen kurz erwärmt und über die Apfelscheibchen gepinselt. Es verleiht der Apfel Tarte nicht nur einen wundervollen Glanz, sondern auch zusätzlich eine sehr feine Note. Wenn ihr jedoch kein Quittengelee zur Hand habt, könnt ihr natürlich auch auf eine andere Marmelade eurer Wahl zurückgreifen oder die Apfel Tarte gleich so vernaschen! Aber Vorsicht: Suchtgefahr! 😉

Apfel-Tarte 5

Apfel-Tarte
Zutaten
Süßer Mürbeteig für eine 24/26 cm Tarteform
  1. 180 g Mehl
  2. 40 g gemahlene Mandeln
  3. 100 g Butter
  4. 60 g Feinkristall Zucker
  5. 1 Ei
Vanille Pudding
  1. 500 ml Milch
  2. 3 Eigelbe
  3. 40 g Zucker
  4. Eine Prise Zimt (nach Belieben)
  5. 1 Vanilleschote
  6. 40 g Speisestärke
Für den Belag
  1. ca. 6 große säuerliche Äpfel (Red Love)
  2. Saft einer Bio Zitrone
  3. 1 EL Zucker
  4. 3-4 EL gemahlene Mandeln
  5. 2-3 EL Konfitüre (Quittengelee)
Zubereitung
  1. Für den Teig, das Mehl zusammen mit den Mandeln in eine große Schüssel geben.
  2. Die zimmerwarme Butter in kleine Stücke schneiden, hinzugeben und zusammen mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig kneten.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie verpacken und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Die Äpfel gründlich waschen, abtrocknen und mit einem Messer in Viertel schneiden.
  5. Das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln.
  6. Die Äpfel sofort mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einer Schüssel vermischen, damit sie nicht Braun werden.
  7. Den Ofen auf 175 c° Ober/Unterhitze vorheizen und eine Quiche/Tarte Form mit Butter ausfetten.
  8. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen.
  9. Den Teig in die Form geben, den Rand gut festdrücken und den Teigboden mit einer Gabel in gleichmäßigen Abständen einstechen.
  10. Den Teig mit Backpapier belegen, mit Backperlen oder Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen) beschweren und ca. 15 Minuten im Ofen blindbacken.
  11. In der Zwischenzeit den Vanillepudding vorbereiten.
  12. Die Vanilleschote halbieren und mit einem Messer das Vanillemark auskratzen.
  13. Die Hälfte der Milch (250 ml) zusammen mit der Speisestärke gründlich verrühren.
  14. Die Eigelbe hinzugeben und ebenfalls unterrühren.
  15. Die restliche Milch in einem Topf erhitzen, den Zucker, das Vanillemark und die ausgekratzte Schote hinzugeben und alles unter rühren kurz aufkochen lassen. Wer möchte kann seinen Pudding nach Belieben noch mit einer Prise Zimt verfeinern.
  16. Sobald die Milch kocht, die Ei-Stärkemischung darunter rühren und so lange weiter rühren bis der Pudding beginnt zu stocken.
  17. Den fertigen Pudding bei Seite stellen, die Vanilleschote entnehmen und den Pudding kurz ein wenig auskühlen lassen.
  18. Nach 15 Minuten den Teig aus dem Ofen holen und das Backpapier mit den Backperlen entfernen.
  19. Den Teig mit den gemahlenen Mandeln belegen, den Pudding darüber geben und gleichmäßig mit einem Löffel verstreichen.
  20. Die Apfelstücke am Teigrand entlang (stehend mit der Schale nach Oben) Reihe für Reihe zur Mitte hin anordnen. Anfallende Apfelstücke können zum Schluss einfach zwischen die angeordneten Apfelscheiben geschichtet werden.
  21. Die belegte Tarte nochmal ca. 30-40 Minuten (unteres Ofendrittel) in den Ofen geben und fertig backen. Sollten die Äpfel zu viel Wasser ziehen - einen Holz-Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  22. Die Konfitüre in einem Topf kurz erhitzen und mit einem Pinsel auf die fertig gebackene Apfel-Tarte pinseln.
  23. Die Apfel-Tarte nochmal kurz in den ausgeschalteten Ofen stellen. Die Konfiüre trocknet durch die Resthitze leicht an und verleiht der Apfel-Tarte einen tollen Glanz.
  24. Die Apfel-Tarte vollständig auskühlen lassen, in Stücke schneiden und genießen.
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