Ribiselschnitten mit Baiserhaube

«Wenn die Ribisel reif genug sann, dann is` soweit«, hat meine Oma mir jedes Jahr aufs neue auf meine Frage geantwortet, wann sie denn nun endlich einen meiner Lieblingskuchen für mich backen würde. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie das so ist, wenn man als Kind auf etwas wartet! Die Ribisel erschienen mir natürlich bei jeder Kontrolle für reif genug und ich konnte die mir ewig wirkende Warterei kaum ertragen. Kurz bevor das Schuljahr zu Ende ging und von den (nicht weniger heiß erwarteten) Sommerferien abgelöst wurde, war es dann immer so weit. Was hab ich mich immer gefreut, wenn mir beim betreten des Vorzimmers bereits die ersten vielversprechenden Düfte entgegen flogen. Ich sags euch, einfach himmlisch!

Ribiselschnitten mit Baiserhaube 1

Meine Oma musste mich dann natürlich nicht 3 Mal zu Tisch bitten, und ich nahm meinen Platz sofort ein und brachte natürlich auch sehr großen Hunger mit. Noch heute versetzt mich allein schon der Duft dieses Kuchens ein wenig in meine Kindheit zurück und lässt mich in Erinnerungen schwelgen. Bevor ich mich nun aber mit einem riesen Stück meiner geliebten Ribiselschnitten weg beame, möchte ich mich einmal mehr bei euch bedanken! DANKE! DANKE! DANKE!

Ribiselschnitten mit Baiserhaube 2

Ich kann mich wirklich gar nicht oft genug bei euch bedanken! Ich freue mich jedes mal so sehr über jedes eurer „Gefällt mir“ auf Facebook, über jeden neuen Leser, eure E-Mails, Bilder der nachgekochten Rezepte und Kommentare. Ich kann es ehrlich manchmal noch gar nicht glauben, dass euch die Gaumenpoesie so gut gefällt und bin überwältigt über die grosse Resonanz. Danke, dass es euch gibt!! Ohne euch wäre das alles hier nicht möglich, und mein kleiner Traum hätte sich nicht verwirklicht!! 💕 Als kleines virtuelles Dankeschön, gibts jetzt ein Stück von meinen Ribiselschnitten! Die teil ich nämlich im Normalfall eher selten…. 😉

Ribiselschnitten mit Baiserhaube 3

Ribiselschnitten mit Baiserhaube
Zutaten
  1. 400g Ribisel (gewaschen und und von den Rispen gezupft)
  2. 100g Butter
  3. 200g Feinkristallzucker
  4. 300g Mehl
  5. 5 Eigelb
  6. 1 Päckchen Vanille Zucker
  7. 1 Päckchen Backpulver
  8. 4 EL Joghurt
  9. 3 EL Wasser
  10. 6 EL Milch
  11. 5 Eiklar
  12. 200g Puderzucker
Zubereitung
  1. Zuerst die Eigelbe mit der Butter und dem Zucker schaumig rühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver versieben und gemeinsam mit dem Vanille Zucker, dem Joghurt, der Milch und den 3 EL Wasser mixen. Den Ofen auf ca. 170c° Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen oder eine ofenfeste Form ausfetten. Nun könnt ihr den vorbereiteten Teig in eure gewünschte Form streichen und einige Ribisel darüber streuen. Den vorbereiteten Teig für ca. 10 Minuten in den Ofen geben. In der Zwischenzeit könnt ihr eure Eiklar gemeinsam mit einer Prise Salz zu sehr steifem Eischnee schlagen und dabei vorsichtig den Puderzucker untermixen. Die Eischnee-Masse ist genau richtig, wenn sie beim umdrehen der Schüssel darin haften bleibt und nicht herausfällt. Wenn die Eischnee-Masse fest genug ist und Spitzen zieht, könnt ihr vorsichtig die verbleibenden Ribisel unterrühren und auf den restlichen Teig streichen. Alles nochmal ca. 40 Minuten zurück in den Ofen geben und die Ofentüre nicht mehr öffnen! Nach Ende der Backzeit könnt ihr eure fertigen Ribiselschnitten aus dem Ofen holen und etwas auskühlen lassen. Ich hoffe sie schmecken euch genau so gut wie mir!
  2. TIPP: Wer es lieber etwas süßer mag, kann noch zusätzlich ein wenig Marmelade auf den Teigboden streichen, bevor ihr die Eischnee-Masse darüber gebt! 😉
  3. PS. Falls ihr euch bei den Fotos über diese kleinen dunkleren Punkte auf dem Kuchen wundert.. Es war bei meiner kleinen Fotosession so heiß draussen, dass der Kuchen auch ein bisschen schwitzen musste! 😀
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Kommentare

  1. Antworten

    Ines
    9. Juli 2015

    Wow, sieht der lecker aus. Der hat auch nicht „geschwitzt“, das sind Goldtröpfchen, wie bei der berühmten Goldtröpfchen-Torte 😉

    • Antworten

      Sarah Thor
      13. Juli 2015

      Danke, liebe Ines! Goldtröpfchen.. Hihi, das gefällt mir!

  2. Antworten

    Janina
    9. Juli 2015

    Super schöne Fotos! Ich bin eigentlich nicht so der Johannisbeer-Fan, aber ich habe so eine Ahnung, dass der Kuchen mich umstimmen könnte 😉
    Liebe Grüße,
    Janina

    • Antworten

      Sarah Thor
      9. Juli 2015

      Vielen Dank, für deine lieben Worte!! Das freut mich wirklich sehr! Wenn du es lieber etwas süßer magst, rate ich dir den Tipp mit der Marmelade. Ich mag es lieber ohne, sauer macht ja bekanntlich lustig! ☺️ Hab noch einen schönen Tag, liebe Janina!