Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel

20 Jul 2017

Nachdem ich euch in den vergangenen Wochen so ungewohnt viele süße Schlemmereien virtuell aufgetischt habe, ist es jetzt aber mal wieder allerhöchste Zeit für etwas herzhaftes, oder? Ich hoffe also, dass ihr so ein klitzekleines bisschen Hunger mitgebracht habt! Ich hab da nämlich ne kleine Ladung steirische Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel für euch im Angebot…

Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel 1

Egal ob als Frikadellen, Fleischpflanzerl, Buletten – oder wie auch immer sie sonst noch in Deutschland genannt werden, Köfte in der Türkei, oder Bifteki in Griechenland. Jedes Land hat ihre eigene Variante für die leckeren Hack-Teilchen und viele davon schmecken mir wirklich gut, aber am allerliebsten mag ich es halt doch, wenn die saftigen Schätzchen so wie früher daham, als steirische Faschierte Laibchen mit gschmackigen Petersilerdäpfel auf den Tisch kommen.

Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel 2

Ich weiß, es ist Sommer und bei der Hitze hat niemand allzu große Lust darauf sich an den Herd zu stellen. Geht mir genau so, aber bei Faschierten Laibchen mit Petersilerdäpfel mach ich da gerne mal eine Ausnahme. Die gschmackigen Schatzerln sind nicht nur relativ schnell gemacht und schmecken als saftige Hauptspeise – sie sind zudem auch ein toller Snack auf die Hand und können kalt zur Jause schnabuliert werden. Vorausgesetzt natürlich es ist noch was von den Faschierten Laibchen mit Petersilerdäpfel übrig – was bei uns hier leider eher selten der Fall ist.

Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel 3

Das Besondere an der steirischen Variante ist, dass die geformten Faschierten Laibchen – bevor sie schwimmend in Butterschmalz herausgebacken werden, noch zusätzlich kurz in Semmelbrösel gewendet werden. Das Ergebnis, mords leckere und herrlich knusprige Faschierte Laibchen, die zusammen mit den Petersilerdäpfeln für mich einfach ein kleines Stück Heimat auf dem Teller sind.

Die Zubereitung für die Faschierten Laibchen mit Petersilkartoffeln ist wie so oft wirklich einfach. Aus Hackfleisch bzw. Faschierten (so wird gehacktes oder gewolftes Fleisch in Österreich genannt) und wenigen weiteren Zutaten werden mit den Händen kleine Laibchen geformt, wahlweise in Semmelbrösel zusätzlich gewälzt und in Butterschmal goldbraun knusprig gebacken. Zugeben, die Faschierten Laibchen mit Petersilerdäpfel sind nicht unbedingt Diät tauglich und man kann sie nach Belieben auch im Backofen zubereiten. Aber mit Butterschmalz schmeckts halts einfach nochmal um Welten besser und mal abgesehen davon, kommen die steirischen Faschierten Laibchen mit Petersilerdäpfel ja nicht alle Tag auf den Tisch.

Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel 5

Falls ihr übrigens Lust habt auf weitere Schmankerln aus meiner Heimat, dann schaut euch doch auch mal den steirischen Kartoffelstrudel, den schnell gemachten Kürbiskernöl-Aufstrich, oder die köstlichen Topfen-Marillen-Knödel mit Lavendelzucker an.

So ihr Lieben, ich hoffe ihr habt Lust auf die Faschierten Laibchen mit Petersilkartoffeln bekommen und ihr probiert unser Familien Rezept bald mal aus. Aber Vorsicht! Die leckeren Faschierten Laibchen sollten nicht direkt aus der Pfanne verköstigt werden! Glaubt mir, ich spreche da aus Erfahrung! 😉

Faschierte Laibchen mit Petersilerdäpfel
Zutaten
Für ca. 8 kleine Faschierten Laibchen
  1. 600 g Faschiertes bzw. Hackfleisch gemischt ( vom Rind und Schwein)
  2. 2 Zwiebeln
  3. 1 Knoblauchzehe
  4. ca. 100 g Semmelwürfel (oder eine kleine Semmel vom Vortag)
  5. 125 ml Milch (zum Einweichen)
  6. 2-3 EL Petersilie
  7. 1 Ei (M)
  8. 1 Prise Salz
  9. 1 Prise Pfeffer
  10. 1 Prise Muskatnuss
  11. 1 TL getrockneter Majoran
  12. 6-7 EL Semmelbrösel
  13. Butterschmalz (zum Herausbraten)
  14. 1 EL Rapsöl
Für die Petersilerdäpfel
  1. 600 g kleine Kartoffeln
  2. 1 Bund gehackte Petersilie
  3. 1-2 EL Butter
  4. Salz
Zubereitung
  1. Für die Petersilerdäpfel die Kartoffel gründlich waschen und abtrocknen. Reichlich Wasser in einem großen Topf aufkochen, das Salz hinzugeben und die Kartoffeln darin weich, aber noch immer bissfest kochen.
  2. Die gekochten Kartoffeln absieben und sofort mit kaltem Wasser abschrecken. Die Kartoffeln schälen, die Butter in einer Pfanne erhitzen und die geschälten Kartoffeln bei mittlerer Hitze braten. Die zuvor gewaschene und gehackte Petersilie über die Kartoffeln streuen, alles miteinander verrühren und mit Salz abschmecken.
  3. Für die Faschierten Laibchen die Semmel in kleine Stücke brechen und in eine Schüssel geben, die Milch darüber gießen und die Semmel darin weich ziehen lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in möglichst feine Würfel schneiden. Die Petersilie gründlich waschen, trocken schütteln und mit dem Messer zerhacken.
  5. Das Öl in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen, die Zwiebelwürfel und den gehackten Knoblauch hinzugeben und alles bei mittlerer Hitze langsam glasig dünsten.
  6. Nun die gehackte Petersilie unter die gedünstete Zwiebel-Knoblauch Masse rühren, kurz mitdünsten und die Pfanne zum auskühlen bei Seite stellen.
  7. Die eingeweichte Semmel mit beiden Händen so gut wie möglich ausdrücken und zusammen mit dem Hackfleisch in eine ausreichend große Schüssel geben. Den ausgekühlte Zwiebelmischung ebenfalls in die Schüssel mit dem Hackfleisch geben und die Eier sowie die Gewürze hinzufügen. Mit den Händen gründlich miteinander vermengen. Die Fleischmasse sollte dabei nicht zu fest gedrückt werden, da die Fleisch Laibchen ansonsten nicht fluffig genug werden.
  8. Die Hände ein wenig befeuchten und aus der Fleischmasse beliebig große Laibchen formen.
  9. Reichlich Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die geformten Laibchen in Semmelbrösel wenden und auf jeder Seite bei mittlerer Hitze schwimmend im Butterschmalz knusprig braten.
  10. Die fertigen Laibchen auf Küchenkrepp gut auskühlen lassen und zusammen mit den Petersilerdäpfel servieren.
  11. TIPP: Die Faschierten Laibchen schmecken auch kalt zur Jause gut.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Entenbrust mit gebackenen Rotkohl-Knödeln

08 Dez 2016

Hach.. ich bin ganz angetan von unserem #aiwfc2016 Weihnachtsmenü und kann mich kaum satt sehen an all den tollen Bildern meiner lieben Blogger Kollegen. Heute servieren wir euch bereits den 4. und somit vorletzten Gang unseres 5 Gänge Menüs.

Aperitif
Cranberry-Rosmarin-Sprizz
~
Vorspeise
Beef Tatar mit Trüffelöl und gerösteten Schwarzbrotscheiben
~
 Zwischengang
Grünkohl Salat mit Granatapfelkernen und bunten Karotten
~
Hauptspeise
Knusprige Entenbrust mit gebackenen Rotkohlknödeln und Romanesco
~
Nachspeise
Schokoladen-Portwein-Kuchen mit Sparkling Cranberries 
 

Entenbrust mit gebackenen Rotkohl-Knödeln 1

Zur Hauptspeise serviere ich euch heute virtuell eine knusprig gebratene Entenbrust mit gebackenen Rotkohlknödeln, Romanesco und kramelliesierten Apfelscheiben. Und wisst ihr was das Beste daran ist? Alles ist relativ schnell gemacht und ihr müsst nicht ewig lange in der Küche stehen.

Entenbrust mit gebackenen Rotkohl-Knödeln 2

Wenn man sich das Rezept meiner Hauptspeise so durchliest könnte man meinen, dass die Zubereitung einige Stunden in Anspruch nimmt…. Keine Sorge, ihr könnt alle wieder durchatmen! Denn der Rotkohl lässt sich ganz bequem schon am Vortag vorbereiten und ihr müsst die Knödel am nächsten Tag nur mehr panieren und frittieren, während eure zuvor angebratene Entenbrust bequem im Ofen fertig gart.

Entenbrust mit gebackenen Rotkohl-Knödeln 3

Da sich ja heutzutage vielfach Vegetarier oder gar Veganer unter den eingeladenen Gästen befinden, serviere ich zu meiner Entenbrust mit Rotkohlknödel noch zusätzlich einige karamellisierte Apfelscheibchen und knackigen Romanesco – der mit ein bisschen Fantasie beinahe so aussieht wie kleine Bäumchen. Sollten sich also Fleischverweigerer auf eurer Gästeliste befinden, könnt ihr die Entenbrust einfach  weglassen und ganz unkompliziert gleichzeitig einen vegetarischen Hauptgang servieren, ohne gleich ein neues Gericht kochen zu müssen. An Weihnachten darfs bekanntlich ja ruhig mal besinnlicher und ruhiger sein. 🙂

Weihnachtsmenü Banner

Schaut übrigens auch unbedingt wieder bei den anderen Bloggern vorbei und holt euch weitere Inspirationen für eure schnabulösen Weihnachtsfeiertage!

Gekleckert: Zander auf Graupenrisotto
Irre Kochen: Gans – Süßkartoffel – Cranberries – kleine Nussecken
Jankes Soulfood: Rehrücken mit Pflaumensauce, Brezelmuffins und Feldsalat
Kleines Kulinarium: Sauerbraten mit Apfelrotkohl und Spätzle
Kleiner Kuriositätenladen: Roastbeef mit Pommes Anna und Sauce Bèarnaise
Lecker macht Laune: Porchetta auf Kartoffelpüree und Rosenkohl
Sweet Pie: Maronen Spätzle mit Gorgonzola Rosenkohl

Entenbrust mit gebackenen Rotkohl-Knödeln
Zutaten
  1. 200 g Entenbrust
  2. Grobes Meersalz oder Sea Salt Flakes
  3. 500 g Rotkohl
  4. 6 El Apfelmus
  5. 1 Stange Zimt
  6. 1 EL flüssiger Honig
  7. 150 ml Rotwein
  8. 2 rote Zwiebel
  9. 20 g Butterschmalz
  10. 2 Nelken
  11. 3 Wacholderbeeren
  12. 1 Lorbeerblatt
  13. 2 TL geschroteter Weißer Pfeffer
  14. Salz
  15. 3 El Speisestärke
  16. ca. 60 g Mehl
  17. 2 Bio Eier
  18. ca. 150 g Semmelbrösel
  19. ca. 500ml Öl zum Frittieren
  20. 1-2 kleine säuerliche Äpfel (bei mir Red Love und Braeburn)
  21. 1 EL Butter
  22. 1 EL Rohrzucker
  23. 200 g Romanesco
  24. 1 EL Zitronensaft (nach Belieben)
  25. 1-2 EL Preiselbeergelee (nach Belieben)
Zubereitung Rotkohlknödel
  1. Den Rotkohl von seinen äusseren Blättern entfernen, mit einem Messer halbieren und mit Hilfe eines Gemüsehobels oder einer Reibe in feine Fasern hobeln.
  2. Den geschnittene Rotkohl zusammen mit dem Apfelmus in eine ausreichend große Schüssel geben und zusammen mit dem Apfelmus, dem Honig, der Zimtstange, dem Salz und dem Portwein gründlich durchmischen.
  3. Den marinierten Rotkohl mindestens 3 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Die roten Zwiebeln schälen und mit einem Messer in kleine Würfel schneiden.
  5. Das Butterschmalz in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin glasig dünsten und den marinierten Rotkohlt, sowie die restlichen Gewürze (wenn vorhanden) in ein Teesieb geben und in den Topf hängen.
  6. Den Rotkohl ca. 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  7. Die Speisestärke mit 1 – 2 EL Wasser verrühren und unter den Rotkohl rühren.
  8. Die Zimtstange und das Teesieb aus dem Topf nehmen und den Rotkohl vollständig auskühlen lassen.
  9. Nun aus dem erkalteten Rotkohl gleich große Knödel formen und diese auf ein mit Backpapier belegtes kleines Backblech geben. Achtet dabei darauf, dass euer Backblech nicht zu groß ist, da es im Gefrierschrank platz haben sollte.
  10. Die geformten Rotkohlknödel ca. 2 Stunden (oder über Nacht) einfrieren.
  11. Zur Fertigstellung, die Eier, das Mehl und die Semmelbrösel getrennt von einander in ausreichend große Schüsseln geben und die Eier verquirlen.
  12. Die gefrorenen Knödel zuerst im Mehl wälzen, dann durch die Eiermischung ziehen und von allen Seiten gründlich durch die Semmelbrösel rollen.
  13. Die panierten Knödel nochmal in die Eiermischung geben und wiederholt mit Semmelbröseln panieren.
  14. Das Öl in einer geeigneten Pfanne oder Fritteuse erhitzen und die Rotkohlknödel bei ca. 170 c° goldbraun frittieren.
Zubereitung Entenbrust
  1. Die Entenbrust mit einem Küchentuch gründlich trocken tupfen
  2. Die Haut auf eventuelle Federspitzen überprüfen. Wenn vorhanden diese mit Hilfe einer Küchenpinzette oder einem scharfen Messer entfernen.
  3. Die Fleischseite der Entenbrust auf Silberhäutchen kontrollieren und diese ggf. ebenfalls mit einem Messer entfernen.
  4. Die Haut mit einem Messer rillenförmig und nicht zu tief einschneiden. Dabei darauf achten, dass die Entenbrust auf beiden Seiten bis zum Rand der Hautfläche eingeschnitten wird, da sich die Entenbrust ansonsten unschön beim anbraten aufwölbt.
  5. Die Entenbrust von beiden Seiten mit Sea Salt Flakes oder Meersalz bestreuen und das Fleisch damit einreiben.
  6. Den Backofen auf 150 c° Umluft einstellen, ein Stück ofenfestes Papier parat legen. Und eine ausreichend große Pfanne ohne Öl stark erhitzen – da die Entenbrust genügend Eigenfett mit sich bringt.
  7. Die Entenbrust zuerst mit der Hautseite nach unten ca. 4 Minuten knusprig anbraten, umdrehen und mit der Fleischseite nach unten weiter 3 Minuten fertig braten.
  8. Die gebratene Entenbrust in das zuvor bereit gelegte backofengeeignete Papier (Pergament oder Folie) wikeln und ca. 10 Minuten im Ofen fertig garen.
  9. Die Entenbrust aus dem Ofen holen und weitere 10 Minuten im Papier ruhen lassen.
Zubereitung Karamellisierte Apfelscheiben
  1. Den Apfel gründlich waschen, abtrocknen, und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Das Kerngehäuse herausschneiden und die Butter in einer Pfanne erhitzen.
  3. Den Zucker hinzufügen und unter rühren leicht karamellisieren lassen.
  4. Die Apfelscheiben in die Pfanne geben und von beiden Seiten ca. 3 Minuten karamellisieren lassen.
Zubereitung Romanesco
  1. Den Romanesco vom Strunk befreien und mit einem Messer mundgerechte Röschen schneiden.
  2. Die Romanesco Röschen gründlich waschen und bei Seite stellen.
  3. Ausreichend Wasser in einem Topf zum kochen bringen, salzen und nach Belieben 1 EL Zitronensaft hinzufügen.
  4. Den Romanesco ins kochende Wasser geben und ca. 3-4 Minuten knackig-bissfest kochen. Wenn ihr euren Romanesco lieber weicher genießen wollt, weitere 3-4 Minuten kochen. Eine längere Kochdauer verändert allerdings den Geschmack und der Romanesco schmeckt stark nach Kohl und verliert seine schöne Farbe.
  5. Die Entenbrust in Scheiben schneiden und gemeinsam mit den Rotkohlknödeln, den karamellisierten Apfelscheiben und dem Romanesco auf einen Teller legen. Nach Belieben mit Preiselbeergelee garnieren und genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

 

Beef Tatar mit Trüffelöl

06 Dez 2016

Na, habt ihr den Cranberrie-Rosmarin-Sprizz schon notiert? Wenn nicht, dann habt ihr bestimmt was bei meinen lieben Blogger-Freunden gefunden, aber das ist bei alle den leckeren Ideen ja auch kein Wunder!

Weihnachtsmenü 2016 Banner

Wie gestern bereits angekündigt starten wir heute mit dem 2. Gang unseres #aiwfc2016 Weihnachtsmenüs 2016 und ich hoffe ihr habt Hunger mitgebracht, denn in den nächsten 4 Tagen gibt es jede Menge virtuell zu schlemmen und ihr solltet auch unbedingt bei den anderen vorbei klicken und euch dieses Festmahl auf keinen Fall entgehen lassen! 

Gekleckert: Ziegenkäse Tartelette mit Salat
Irre Kochen: Jakobsmuschel – Flönz – Apfel – Sellerie
Jankes Soulfood: Winter-Bruschetta mit Birnen, Zwiebeln und Ziegenkäse
Kleines Kulinarium: Feldsalat mit Orangenvinaigrette und karamellisierten Walnüssen
Kleiner Kuriositätenladen: Winterwurzel-Salat mit gebeiztem Rote-Bete-Saibling
Lecker macht Laune: Röstkartoffeln mit Speck
Sweet Pie: Feldsalat mit Kürbisspalten und Birnenchutney

Beef Tatar mit Trüffelöl 1

Zur Vorspeise gibt’s von mir eine herrliche Beef Tatar Version der besonderen Art. Könnt ihr euch noch an meine Rinder-Tatar Häppchen erinnern? Eine durchaus leckere Variante, aber um ehrlich zu sein bin ich nicht der allergrößte Fan von klassischem Rinder Tatar. Ich esse es schon, aber so unter uns gesagt finde ich, dass die vielen Zutaten eigentlich nur den guten Fleisch Geschmack verfälschen und man am Ende eigentlich nur mehr die Gewürzmischung schmeckt und nicht wirklich was von guter Fleisch Qualität.

Beef Tatar mit Trüffelöl 2

Wenn ihr euch durch das Rezepte-Archiv klickt, werdet ihr schnell merken, dass es in der Gaumenpoesie eigentlich nur selten fleischlastige Speisen gibt. Ich hab euch ja bereits einige male davon erzählt, dass wir uns unter der Woche ausschließlich vegetarisch ernähren und euch einen nachhaltigen Fleischkonsum vorgepredigt. Dafür gönnen wir uns dann in seltenen Abständen gerne mal ein richtig gutes Bio Fleisch aus unserer Region und gerade an Weihnachten darfs auch ruhig mal ein besonders Stückerl sein, oder?

Beef Tatar mit Trüffelöl 3

Für meine heutige Beef Tatar Variante hab ich Rinderhuft Fleisch verwendet und die Vorspeise ganz nach meinem Geschmack und ähnlich wie vielerorts in Italien zubereitet. Es gibt natürlich unzählige Beef Tatar Varianten – die ebenfalls sehr lecker sein können, aber manchmal ist weniger einfach mehr. Ich habe mein Huftsteak natürlich selber in kleinste Würfelchen geschnitten und es mit wenigen Zutaten wie zuvor blanchierten Zwiebelchen, einer Prise Zitronen Abrieb und einigen Tröpfchen Trüffelöl verfeinert – das ihr aber auch durch qualitativ hochwertiges Olivenöl ersetzen könnt, falls ihr den Trüffelgeschmack nicht so gerne mögt. Dazu gibt’s einige geröstete Brotscheiben, welche ihr nach Lust und Laune zusätzlich mit Knoblauch Confit aromatisieren könnt. Tja, manchmal braucht es eben gar nicht mal so viel, um seinen Lieben einen besonderen Gaumenschmaus zu servieren oder wie ich es nenne… Gaumenpoesie 😉

Aperitif
Cranberry-Rosmarin-Sprizz
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Vorspeise
Beef Tatar mit Trüffelöl und gerösteten Schwarzbrotscheiben
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 Zwischengang
Grünkohl Salat mit Granatapfelkernen und bunten Karotten
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Hauptspeise
Knusprige Entenbrust mit gebackenen Rotkohlknödeln und Romanesco
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Nachspeise
Schokoladen-Portwein-Kuchen mit Sparkling Cranberrieshttp://gaumenpoesie.com/schokoladen-portwein-kuchen-mit-sparkling-cranberries/Schokoladen-Portwein-Kuchen mit Sparkling Cranberries
Beef Tatar mit Trüffelöl
Zutaten
  1. ca. 50 g Bio Rinderhuft (pro Person)
  2. 1 kleine Zwiebel
  3. 1 TL Trüffelöl oder Olivenöl
  4. Eine Prise Zucker
  5. Eine Prise Fleur de Sel
  6. Eine Messerspitze Sardellenpaste (nach Belieben)
  7. Zitronenabrieb (nach Belieben)
  8. Petersilie (zum Garnieren)
  9. Sea Salt Flakes (nach Belieben)
  10. 2 dünne Scheiben Schwarzbrot (oder eine andere Brotsorte)
  11. 1 Stückchen Butter
Zubereitung
  1. Die Zwiebel schälen und mit dem Messer in kleine Würfel schneiden.
  2. Wasser in einem Kochtopf zum kochen bringen, die Zwiebel hinzugeben und ca. 30 Sekunden blanchieren.
  3. Die Zwiebelwürfel in ein Sieb abgießen und sofort in eiskaltem Wasser abschrecken.
  4. Die Zwiebelstücke nochmal abseihen und gut abtropfen lassen. Sollten die Zwiebelstücke zu feucht sein, könnt ihr sie optional auf einem Küchentuch zwischenlagern.
  5. Das Rinderhuft mit einem Küchenpapier trocken tupfen und mit einem Messer in hauchdünne Scheiben schneiden.
  6. Die geschnittenen Scheiben übereinander legen und nun in dünne Streifen schneiden.
  7. Die Streifen nochmal zu kleinen Würfel schneiden und diese in eine saubere Schüssel geben.
  8. Eine Prise Zucker und Salz zu den Fleischwürfel geben, mit einem sauberen Löffel unterrühren und kurz bei Seite stellen.
  9. In der Zwischenzeit die Brotscheiben toasten. Ihr könnt dazu einen herkömmlichen Toaster verwenden oder eine Pfanne mit 1 EL Öl eurer Wahl erhitzen und die Brotscheiben von beiden Seiten kurz rösten. Achtet dabei darauf, dass die Brotscheiben nur geröstet werden und nicht verbrennen.
  10. Die Fleischwürfel nach Belieben mit Sardellenpaste und etwas Zitronenabrieb verfeinern.
  11. Das Trüffelöl mit einem Löffel unter das Fleisch rühren und mit Hilfe eines Servierringes auf dem Teller platzieren. Ihr könnt aber auch mit einem Löffel kleine Nocken formen und diese auf den Teller legen.
  12. Das Tatar mit der Petersilie, den Sea Salt Flakes und einem Butterstückchen garnieren.
  13. Das Beef Tatar zusammen mit den gerösteten Brotscheiben servieren.
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 Wo die Liebe den Tisch deckt, 
schmeckt das Essen am besten.