Beef Tatar mit Trüffelöl

06 Dez 2016

Na, habt ihr den Cranberrie-Rosmarin-Sprizz schon notiert? Wenn nicht, dann habt ihr bestimmt was bei meinen lieben Blogger-Freunden gefunden, aber das ist bei alle den leckeren Ideen ja auch kein Wunder!

Weihnachtsmenü 2016 Banner

Wie gestern bereits angekündigt starten wir heute mit dem 2. Gang unseres #aiwfc2016 Weihnachtsmenüs 2016 und ich hoffe ihr habt Hunger mitgebracht, denn in den nächsten 4 Tagen gibt es jede Menge virtuell zu schlemmen und ihr solltet auch unbedingt bei den anderen vorbei klicken und euch dieses Festmahl auf keinen Fall entgehen lassen! 

Gekleckert: Ziegenkäse Tartelette mit Salat
Irre Kochen: Jakobsmuschel – Flönz – Apfel – Sellerie
Jankes Soulfood: Winter-Bruschetta mit Birnen, Zwiebeln und Ziegenkäse
Kleines Kulinarium: Feldsalat mit Orangenvinaigrette und karamellisierten Walnüssen
Kleiner Kuriositätenladen: Winterwurzel-Salat mit gebeiztem Rote-Bete-Saibling
Lecker macht Laune: Röstkartoffeln mit Speck
Sweet Pie: Feldsalat mit Kürbisspalten und Birnenchutney

Beef Tatar mit Trüffelöl 1

Zur Vorspeise gibt’s von mir eine herrliche Beef Tatar Version der besonderen Art. Könnt ihr euch noch an meine Rinder-Tatar Häppchen erinnern? Eine durchaus leckere Variante, aber um ehrlich zu sein bin ich nicht der allergrößte Fan von klassischem Rinder Tatar. Ich esse es schon, aber so unter uns gesagt finde ich, dass die vielen Zutaten eigentlich nur den guten Fleisch Geschmack verfälschen und man am Ende eigentlich nur mehr die Gewürzmischung schmeckt und nicht wirklich was von guter Fleisch Qualität.

Beef Tatar mit Trüffelöl 2

Wenn ihr euch durch das Rezepte-Archiv klickt, werdet ihr schnell merken, dass es in der Gaumenpoesie eigentlich nur selten fleischlastige Speisen gibt. Ich hab euch ja bereits einige male davon erzählt, dass wir uns unter der Woche ausschließlich vegetarisch ernähren und euch einen nachhaltigen Fleischkonsum vorgepredigt. Dafür gönnen wir uns dann in seltenen Abständen gerne mal ein richtig gutes Bio Fleisch aus unserer Region und gerade an Weihnachten darfs auch ruhig mal ein besonders Stückerl sein, oder?

Beef Tatar mit Trüffelöl 3

Für meine heutige Beef Tatar Variante hab ich Rinderhuft Fleisch verwendet und die Vorspeise ganz nach meinem Geschmack und ähnlich wie vielerorts in Italien zubereitet. Es gibt natürlich unzählige Beef Tatar Varianten – die ebenfalls sehr lecker sein können, aber manchmal ist weniger einfach mehr. Ich habe mein Huftsteak natürlich selber in kleinste Würfelchen geschnitten und es mit wenigen Zutaten wie zuvor blanchierten Zwiebelchen, einer Prise Zitronen Abrieb und einigen Tröpfchen Trüffelöl verfeinert – das ihr aber auch durch qualitativ hochwertiges Olivenöl ersetzen könnt, falls ihr den Trüffelgeschmack nicht so gerne mögt. Dazu gibt’s einige geröstete Brotscheiben, welche ihr nach Lust und Laune zusätzlich mit Knoblauch Confit aromatisieren könnt. Tja, manchmal braucht es eben gar nicht mal so viel, um seinen Lieben einen besonderen Gaumenschmaus zu servieren oder wie ich es nenne… Gaumenpoesie 😉

Aperitif
Cranberry-Rosmarin-Sprizz
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Vorspeise
Beef Tatar mit Trüffelöl und gerösteten Schwarzbrotscheiben
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 Zwischengang
Grünkohl Salat mit Granatapfelkernen und bunten Karotten
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Hauptspeise
Knusprige Entenbrust mit gebackenen Rotkohlknödeln und Romanesco
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Nachspeise
Schokoladen-Portwein-Kuchen mit Sparkling Cranberrieshttp://gaumenpoesie.com/schokoladen-portwein-kuchen-mit-sparkling-cranberries/Schokoladen-Portwein-Kuchen mit Sparkling Cranberries
Beef Tatar mit Trüffelöl
Zutaten
  1. ca. 50 g Bio Rinderhuft (pro Person)
  2. 1 kleine Zwiebel
  3. 1 TL Trüffelöl oder Olivenöl
  4. Eine Prise Zucker
  5. Eine Prise Fleur de Sel
  6. Eine Messerspitze Sardellenpaste (nach Belieben)
  7. Zitronenabrieb (nach Belieben)
  8. Petersilie (zum Garnieren)
  9. Sea Salt Flakes (nach Belieben)
  10. 2 dünne Scheiben Schwarzbrot (oder eine andere Brotsorte)
  11. 1 Stückchen Butter
Zubereitung
  1. Die Zwiebel schälen und mit dem Messer in kleine Würfel schneiden.
  2. Wasser in einem Kochtopf zum kochen bringen, die Zwiebel hinzugeben und ca. 30 Sekunden blanchieren.
  3. Die Zwiebelwürfel in ein Sieb abgießen und sofort in eiskaltem Wasser abschrecken.
  4. Die Zwiebelstücke nochmal abseihen und gut abtropfen lassen. Sollten die Zwiebelstücke zu feucht sein, könnt ihr sie optional auf einem Küchentuch zwischenlagern.
  5. Das Rinderhuft mit einem Küchenpapier trocken tupfen und mit einem Messer in hauchdünne Scheiben schneiden.
  6. Die geschnittenen Scheiben übereinander legen und nun in dünne Streifen schneiden.
  7. Die Streifen nochmal zu kleinen Würfel schneiden und diese in eine saubere Schüssel geben.
  8. Eine Prise Zucker und Salz zu den Fleischwürfel geben, mit einem sauberen Löffel unterrühren und kurz bei Seite stellen.
  9. In der Zwischenzeit die Brotscheiben toasten. Ihr könnt dazu einen herkömmlichen Toaster verwenden oder eine Pfanne mit 1 EL Öl eurer Wahl erhitzen und die Brotscheiben von beiden Seiten kurz rösten. Achtet dabei darauf, dass die Brotscheiben nur geröstet werden und nicht verbrennen.
  10. Die Fleischwürfel nach Belieben mit Sardellenpaste und etwas Zitronenabrieb verfeinern.
  11. Das Trüffelöl mit einem Löffel unter das Fleisch rühren und mit Hilfe eines Servierringes auf dem Teller platzieren. Ihr könnt aber auch mit einem Löffel kleine Nocken formen und diese auf den Teller legen.
  12. Das Tatar mit der Petersilie, den Sea Salt Flakes und einem Butterstückchen garnieren.
  13. Das Beef Tatar zusammen mit den gerösteten Brotscheiben servieren.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 Wo die Liebe den Tisch deckt, 
schmeckt das Essen am besten.

Zitronen-Brathähnchen

28 Apr 2016

Innen saftig und zart – gut gewürzt, aber nicht zu salzig und eine ganz knusprige Haut muss es haben – das perfekte Brathähnchen. Ihr kennt ja bestimmt diese Hähnchen-Grillstände, die oft auf irgendwelchen Dorf- und Wiesenfesten aufgebaut sind. Mein Bruder und ich durften uns früher immer einmal im Jahr, auf dem Kirtag, eines dieser Hühner bestellen. Ein Kirtag ist übrigens ein kleines Stadtfest, für alle die sich jetzt gefragt haben! 😉 Auf alle Fälle haben wir dieses Brathähnchen dann immer mit den Fingern gegessen – so wie sich das gehört und bei der Gelegenheit die Finger natürlich auch gleich im Gewand für Schön abgewischt! Wenn schon, denn schon! :o) Dieses alljährliche Ritual war für mich immer etwas ganz besonderes und der Geschmack dieser Brathähnchen hat sich irgendwie bis heute in meinen Kopf gebrannt.

Zitronen-Brathähnchen 1

Ich und knusprige Hühner, wir waren jahrelang nicht unbedingt die besten Freunde. Zumindest, wenn ich sie zubereitet habe :o) Ich hab es auf dem Grill versucht, auf einer Bierdose, auf dem Backblech und ja, ich gebe es zu! Selbst auf meinem integrierten Drehspieß im Ofen, hatte ich „den Dreh“ alles andere als raus. Entweder waren meine Hühner ein bisserl sehr knusprig und haben danach wie zähe alte Vögel geschmeckt, oder die Haut war nicht knusprig genug und das Fleisch ging gerade mal so durch – vorausgesetzt man hatte großen Hunger! Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach…

Zitronen-Brathähnchen 2

Um ein richtig leckeres Grillhenderl auf den Tisch zu bringen, braucht es wirklich gar nicht mal so viel. Ein paar Gewürze, Zitrone, reichlich Salz und natürlich ein stattliches, gesundes Bio Hühnchen. Ich habe für mein Brathähnchen das selbstgemachte Zitronensalz verwendet, ihr könnt aber natürlich auch herkömmliches Salz nehmen. Mein Hähnchen hab ich auf meinem Staub Hähnchenständer gegart, den ich euch nach dem #Synchronbrathähnchen am 15. Mai aber noch genauer im Detail vorstellen möchte. Falls ihr also auf der Suche nach einem richtig tollen Hähnchenständer seid, kann ich euch den gusseisenen Brathähnchenständer von Staub nur wärmsten empfehlen! Darauf werden nämlich sogar meine Hähnchen endlich so wie sie sein sollen: innen saftig und zart mit einer ganz knusprigen Haut! Hunger bekommen? Dann versucht es doch auch mal und lasst es euch schmecken! ☺

Zitronen-Brathähnchen
Zutaten
  1. 1 Bio Huhn (bei mir 1,8 kg)
  2. 1/2 Bio Zitrone in Spalten geschnitten
  3. 1/2 Bio Zitronensaft
  4. 50 ml Wasser
  5. 1 EL Paprikapulver (mild)
  6. 2 TL Salz (Zitronensalz)
  7. 2-3 TL Rapsöl
  8. 1 Knoblauchzehe
  9. Pfeffer
Zubereitung
  1. Das Hähnchen mit einem Küchentuch gründlich trocken tupfen.Wascht euer Hühnchen auf keinen Fall, da das Salmonellenrisiko dadurch beträchtlich steigt!
  2. Das Huhn aussen und innen mit dem Salz einreiben und bei Bedarf pfeffern.
  3. Die Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse pressen und zusammen mit dem Öl, dem Paprikapulver und dem Saft der halben Zitrone in ein geeignetes Gefäß geben und zu einer Marinade vermischen.
  4. Nun das Hühnchen von allen Seiten (aussen und innen) mit der Marinade bepinseln und ca. 2-3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Den Backofen auf 180 c° (Umluft) vorheizen und das Hähnchen auf den Ständer setzen. (Wenn ihr keinen Hähnchenständer besitzt, könnt ihr euer Huhn auch auf einer Gugelhupf-Form oder auf einem Backblech garen)
  6. Nun mit Wasser und Zitronensaft untergießen, die Zitronenspalten von oben in den Bauch des Hähnchens stecken und das Hühnchen für ca. 1 - 1,5 Stunden in den Ofen geben.
  7. Das Hähnchen alle 20 Minuten mit dem austretendem Saft übergießen.
  8. Falls vorhanden: 10 Minuten vor Ende der Garzeit, auf die Grillfunktion des Backofens umschalten.
  9. Das Brathähnchen aus dem Ofen holen und genießen!
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Mahlzeit!

Knuspriger Schweinebraten mit Stöcklkraut

10 Apr 2016

Der liebe April, der macht was er will! Gerade zeigte sich der Frühling noch in seiner vollen Pracht und es herrschten schon beinahe sommerliche Temperaturen und schwups ist es schon wieder vorbei mit den Frühlingsgefühlen und es hat in den letzten Tagen geregnet, geregnet und noch mal geregnet. Ziemlich launenhaft dieser April, aber dafür gibt’s heute einen gschmackigen Leckerbissen nach Omas Rezept! 

Knuspriger Schweinebraten mit Stöcklkraut 1

Ich hab euch ja bereits hier oder hier von unserem sehr seltenen Fleischkonusm erzählt und ihr habt bestimmt schon bemerkt, dass ich euch größtenteils vegetarische Rezepte ans Herz lege. Fleisch kommt bei uns nämlich nur am Wochenende auf den Tisch, dafür aber in wirklich guter regionaler Bio Qualität. Ich kenne es nicht anders und hab das ganz unbewusst von zu Hause so übernommen. Dafür schmeckt dann der Sonntagsbraten umso besser! ☺

Knuspriger Schweinebraten in Cocotte

Geht’s euch auch manchmal so, dass gewisse Gerichte einfach nicht so recht nach euren Vorstellungen gelingen wollen? Bei mir stand jahrelang der Schweinebraten ganz oben auf meiner schmeckt nicht so wie früher Liste – dabei ist er eigentlich extrem einfach in seiner Zubereitung und wirklich kein Hexenwerk. Nachdem ich alle möglichen Rezepte ausprobiert hab und keines davon so richtig meinen Vorstellungen vom knusprigen Bratl wia bei da Oma früher gerecht wurde, war es eigentlich naheliegend Omas Rezept auszuprobieren. Fragt mich bitte nicht, warum ich da nicht früher drauf gekommen bin! :o) Der Schweinebraten wird nämlich wahnsinnig gschmackig und genau so, wie er sein soll! Saftig, aromatisch und natürlich mit einer knackigen Knusperkruste, um die ich mich früher immer mit meinem Bruder gestritten hab! 🙂

Knuspriger Schweinebraten mit Stöcklkraut 2

Alles was ihr für euren perfekten Braten braucht ist ein gutes Stück Fleisch, ein paar wenige Gewürze, eine große Auflaufform und natürlich ein bisserl Zeit. Ich hab meinen Schweinebraten in meiner heissgeliebten Cocotte von Staub gemacht – die ich euch uneingeschränkt zu 100% weiterempfehlen kann und ihn mit Stöcklkraut serviert. Die Bratenreste schmecken übrigens auch kalt ganz hervorragend und wenn ihr das verbleibende Bratenfett in ein Glas gebt und es im Kühlschrank auskühlen lasst, habt ihr sogar noch gleichzeitig einen mordsleckeren Brotaufstrich – der bei mir zu Hause sehr beliebt ist. Beim Bratenstück hab ich mich ganz an Omas alte Regel gehalten und mich für ein stattliches Bauchstück mit Schwarte und Knochen entschieden. Schlussendlich hat sie mir oft genug erklärt, dass nur a gscheides Stückl Fleisch a gschmackigs Bratl wird. Also, lasst es euch schmecken und überzeugt euch selbst von Omas gelingsicheren Rezept!

Knuspriger Schweinebraten
Zutaten
  1. 1,5 kg Schweinebauch mit Schwarte und Knochen (bereits geschröpft)
  2. Salz
  3. Pfeffer
  4. 1/2 TL Kümmel gemahlen
  5. Kümmelsaat bei Bedarf
  6. 2 gepresste Knoblauchzehen
  7. Butterschmalz oder Schweineschmalz
  8. Wasser oder Suppe
  9. 1 kleiner Krautkopf
  10. 1 EL Öl
  11. 1 EL Apfelessig
Zubereitung
  1. Das bereits geschröpfte Fleisch mit kaltem Wasser abbrausen und gut trocken tupfen.
  2. Nun das Fleisch von allen Seiten mit reichlich Salz, sowie den restlichen Gewürzen einreiben und am besten einige Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.
  3. Den Ofen auf ca. 180c° (Ober/Unterhitze) vorheizen und eine große Auflaufform mit Butter- oder Schweineschmalz ausfetten.
  4. Das Bauchfleisch mit der Schwarte nach unten in die Auflaufform legen, mit etwas Wasser untergießen und ca. 1 Stunde in den Ofen geben.
  5. Nach 1 Stunde den Braten umdrehen, die Schwarte nochmal leicht salzen - bei Bedarf mit Kümmelsaat bestreuen und eine weitere Stunde (mit der Schwartenseite nach oben) in den Ofen geben. Zwischendurch nochmal mit Wasser oder Brühe aufgießen.
  6. Die letzten 10-15 Minuten auf Grillfunktion oder Umluft umstellen und den Backofen auf 210 c° erhitzen. Achtet dabei darauf, dass euch die Kruste nicht verbrennt oder aufplatzt und behaltet euren Braten im Auge! 🙂
  7. Den Braten aus dem Ofen holen, kurz etwas auskühlen lassen und entlang der vorgeschröpften Rauten in Tranchen schneiden.
  8. Für das Stöcklkraut - Wasser in einem großen Topf zum kochen bringen, den Krautkopf vierteln, ins kochende Wasser geben und zusammen mit einer Prise Salz, Kümmel, Essig und dem Öl ca. 20 Minuten weichkochen.
  9. Den Braten zusammen mit dem Kraut auf einem Teller anrichten, bei Bedarf mit Bratensaft übergießen und am besten mit einem Glas Bier genießen. 🙂
  10. TIPP: Ihr könnt euren Braten auch ganz einfach zu Hause schröpfen. Dazu müsst ihr nur das Fleisch mit der Schwartenseite nach unten einige Minuten in heisses Wasser legen, herausnehmen und mit einem Messer ganz vorsichtig rautenförmig einritzen. Passt dabei auf, dass ihr die Fettschicht nicht durchtrennt, da euer Braten sonst womöglich zu trocken werden könnte!
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Mahlzeit!