Eingelegte Kumquats

16 Nov 2017

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Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Ich finde schön langsam kann man sich durchaus schon darüber Gedanken machen, womit man seine Lieben in diesem Jahr beglücken möchte, nicht wahr! Und weil das Christkind jedes Jahr schneller um die Ecke geflattert kommt als uns manchmal lieb ist, möchte ich euch heute endlich das Rezept für eingelegte Kumquats verraten, das ich übrigens über ein Jahr vor euch Geheim halten musste!

Eingelegte Kumquats 1

Den einen oder anderen mag es vielleicht noch ein kleines bisschen zu früh sein für Weihnachtsrezepte, aber im Fall der eingelegten Kumquats kann ich einfach nicht anders und freue mich ganz besonders darüber, euch heute endlich das Rezept an die Hand geben zu dürfen. Bereits seit Ende September 2016 warte ich schon darauf euch endlich die eingelegten Kumquats zeigen zu dürfen, denn das war damals der Zeitpunkt als ich die eingelegten Kumquats für die Weihnachtsausgabe 2016 der *Kochen & Küche gemacht habe. Leider haben es die köstlichen Kumquats dann doch nicht ins Magazin geschafft und ich musste somit mein bitter-süßes Geheimnis weiter für mich behalten.

Ein bisschen eigenartig war es damals schon für mich als ich Ende September die erste Weihnachtsdeko aus dem hintersten Eckchen der Abstellkammer frei gegraben habe, um die einzelnen Geschenke aus der Küche für die *Kochen & Küche zu fotografieren. Aber dennoch lag für mich ein gewisser Zauber in der Luft. Zu wissen, dass meine Weihnachts-Geschenke Ideen bereits das zweite Jahr in Folge in einer Kochzeitschrift abgedruckt sind und ich dadurch so viele Menschen erreichen kann – die vielleicht wiederum anderen damit eine Freude bereiten, das ist für mich einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl und macht mich ehrlich gesagt schon so ein kleines-großes bisschen stolz.

Eingelegte Kumquats 3

Bevor ich euch aber in nächster Zeit mit vielen tollen Weihnachtsgeschenken aus der Küche eindecke, lüfte ich jetzt endlich mein Geheimnis für die eingelegten Kumquats – die sich übrigens vielseitig einsetzen lassen und auch ganz wunderbar zu herzhaften Gerichten, wie der gebackenen Ente mit Rotkohlknödeln, passen und erkläre die Gaumenpoesie-Weihnachtszeit 2017 hiermit hochoffiziell eröffnet!

Eingelegte Kumquats
Zutaten
  1. 500 g Kumquats
  2. 800 ml Wasser
  3. 500 g Zucker
  4. 2 Zimtstangen
  5. 2 Sternanis
  6. 2 Gewürznelken
  7. Saft von ½ Zitrone oder
  8. Orange
  9. eventuell 2 EL Rum
Zubereitung
  1. „Kumquats gründlich waschen und mit einem Tuch trocken reiben, die Stielansätze (falls vorhanden) wegschneiden.
  2. Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen, den Zucker und die Gewürze hinzufügen und so lange kochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Kumquats in den Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  3. „„Topf vom Herd ziehen und die Kumquats über Nacht im Topf ziehen lassen.
  4. „„Am nächsten Tag den Zitronen- oder Orangensaft und nach Belieben den Rum zu den Kumquats geben.
  5. „„Alles noch einmal aufkochen, nach ca. 5 Minuten die Kumquats mit einem Löffel aus dem
  6. Sirup nehmen und in sterilisierten Schraubverschluss oder Rexgläsern verteilen. Wer mag, kann auch noch Zimtstangen und Sternanis in den Gläsern verteilen.
  7. „„Den Sirup weitere 15 Minuten stark kochen lassen, über die Kumquats gießen und die Gläser sofort fest verschießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/
Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit *Kochen und Küche entstanden. Die gekennzeichneten Links sind Kooperations Links.

Teebeutel-Kekse [Werbung]

12 Dez 2016

Nachdem hier letzte Woche mit dem Weihnachtsmenü ja so einiges los war, lasse ich es dieses mal ein wenig ruhiger angehen. Also lehnt euch schon mal zurück und macht es euch bequem. Ich hab heute nämlich eine große Kanne Tee und passend dazu ein paar leckere Teebeutel-Kekse für euch vorbereitet.

Teebeutel-Kekse 1

Nur mehr 11 Tage, dann ist es endlich soweit und das Christkind kommt. Dabei gibt es doch noch so viel zu erledigen und die restlichen Geschenke wollen besorgt werden. Ja, alle Jahre wieder beinahe pünktlich um diese Zeit bricht das totale Chaos aus und wir sind im Weihnachtswahnsinn angelangt, dabei kann schenken doch eigentlich so einfach sein….

Teebeutel-Kekse 2

Schenken mit Villeroy & Boch

Gemeinsam mit 23 anderen Bloggern darf ich in diesem Jahr den Villeroy & Boch Adventskalender ausrichten und heute mit meinem Beitrag das 13. Türchen für  euch öffnen. Falls ihr also noch auf der Suche nach einem tollen Geschenk seid, dann lasst euch das morgige Türchen bei den bezaubernden Kölner Jungs von Die Jungs kochen und backen auf keinen Fall entgehehn und holt euch auch gerne weitere Anregungen bei der lieben Monica von Dila vs. Kitchen – die das gestrige Türchen des Villeroy & Boch Adventskalender geöffnet hat.

Teebeutel-Kekse 3

Als ich mir ein Produkt aus dem Villeroy & Boch Sortiment aussuchen durfte, war für mich sofort klar: Es MUSS genau diese Teekanne sein. Plötzlich kamen ganz viele wundervolle Erinnerungen in mir hoch und ich musste sofort an die Teekanne meiner Oma denken und an eine für mich unvergessliche Weihnachtsgeschichte.

Teebeutel-Kekse 4

Meine Oma hatte eine Teekanne, die beinahe gleich aussah wie meine neue Villeroy & Boch Teekanne. Sie hat ihre Teekanne sprichwörtlich heiß geliebt und stellte sie immer extra ganz behutsam  weit nach oben in die Regalablage ihrer Wohnzimmer-Vitrine. Als mein Bruder und ich kurz vor Weihnachten in genau dieser Vitrine einige Päckchen erblickten, kamen wir auf die total bescheuerte Idee die Vitrine hoch zu klettern, um einen geheimen Blick in die Päckchen zu werfen. Ihr ahnt es schon, oder? Beim Versuch eines der Päckchen hervorzuziehen, knallte die schöne Teekanne natürlich mit Vollkaracho aus der Vitrine und war kaputt. Anstatt einfach alles zu gestehen und uns anständig bei Oma zu entschuldigen, versuchten wir den Vorfall zu vertuschen und die Teekanne mit herkömmlichen Schulleim zu kleben – was natürlich überhaupt nicht funktionierte und stellten die lädierte Teekanne einfach zurück in die Vitrine. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie diese Teekanne ausgesehen hat und es war noch nicht mal im Traum daran zu denken daraus jemals wieder Tee zu servieren, aber wir wussten es mit unseren 9 und 6 Jahren einfach nicht besser und waren der Meinung unser kleines Hoppala geschickt vertuscht zu haben. Als meine Oma Tags darauf die Kanne aus der Vitrine holte, sah sie uns nur ganz kurz traurig an und ging ohne jeglichen Kommentar in die Küche. Ich bin mir bis heute sicher, dass sie dort geweint hat und es bricht mir das Herz, wenn ich nur daran denke, dass ich sie so traurig gemacht haben könnte – aber als Kind nimmt man vieles eben nicht wahr und tut unüberlegte Dinge, ohne es wirklich böse zu meinen.

Als der so lange herbeigesehnte Heiligende Abend dann endlich gekommen war und mein Bruder und ich die Geschenke verteilen durften, fanden wir unter dem Baum ein hübsch verpacktes rotes Päckchen mit der Aufschrift für Oma von Chris und Sarah. Also gaben wir das Geschenk – in der Annahme unsere Mama hätte es besorgt, unserer Oma und warteten gespannt auf den Inhalt…. Ihr erahnt es jetzt bestimmt schon was sich in dem roten Päckchen befand, oder!? Richtig! Eine neue Teekanne, die genau so aussah wie die alte – die mein Bruder und ich kaputt gemacht hatten. Und soll ich euch verraten was das für mich so besondere an dieser Geschichte ist? Meine Mama hat diese Teekanne nicht besorgt und wusste noch nicht mal was von dem kleinen Ungeschick. Vielleicht war es ja meine Oma, die mit ihrem großen Herz unser schlechtes Kinder-Gewissen beruhigen wollte. Vielleicht war es aber auch das Christkindl, das meiner Oma ein ganz besonderes Geschenk bereiten wollte…..

Ich hoffe euch hat meine kleine Weihnachtsgeschichte aus dem Hause Gaumenpoesie gefallen und ich konnte euch ein paar Minuten vom Weihnachtsstress ablenken. Ich werde es mir jetzt auf alle Fälle mit einer Kanne Tee gemütlich machen, den einen oder anderen Beitrag tippen und mir dazu ein paar leckere Teebeutel-Kekse genehmigen, die sich übrigens auch wunderbar als weihnachtliches Geschenk aus der Küche oder als besondere Einladung zum Tee eignen. Also ihr Lieben, lasst euch nicht stressen und beschenkt euch unbedingt auch zwischendurch mal selbst mit einer kleinen Verschnaufpause und ein wenig Zeit. Auch wenn es nur bei einer heissen Kanne Tee ist und ein paar Teebeutel-Keksen.

Teebeutel-Kekse
Zutaten
  1. 250 g Weizenmehl
  2. 125 g weiche Butter
  3. 125 g Zucker
  4. 1 TL Bio Vanille Zucker
  5. Eine Prise Salz
  6. 1 Eier
  7. Abrieb einer halben Bio Zitrone
  8. ca. 120 g dunkle Kuvertüre
  9. Zuckerperlen und Streuseln nach Belieben
  10. 1 Teebeutel als Vorlage für den Teig
  11. 1 Trinkhalm für die Löcher der Teebeutel-Kekse
  12. Bänder für die Dekoration
Zubereitung
  1. Die zimmerwarme Butter in eine Rührschüssel geben und gemeinsam mit dem Zucker gründlich verrühren.
  2. Den Zitronenabtrieb und den Vanillezucker ebenfalls in die Rührschüssel geben und wiederum gründlich miteinander verrühren bis eine einheitliche Masse entsteht.
  3. Das Eigelb vom Eiweiß trennen und getrennt voneinander jeweils ca. 30 Sekunden unter die Buttermischung mixen.
  4. Das Mehl portionsweise dazu sieben und so lange miteinander verrühren bis ein einheitlich geschmeidiger Teig entsteht.
  5. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  6. Den Ofen auf ca. 160 c° Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
  7. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig dünn ausrollen.
  8. Den Teebeutel als Schablone auf dem Teig platzieren und mit einem Messer Teebeutel für die Kekse herausschneiden, sowie jeweils links und rechts die seitlichen Kanten leicht schräg wegschneiden.
  9. Nun mit einer Lochtülle oder einem Trinkhalm kleine Löcher für die Teebänder herausstechen und die Teebeutel-Kekse mit genügen Abstand zueinander auf das vorbereitete Backblech legen.
  10. Das Backblech in den Ofen geben und die Kekse ca. 10 -12 Minuten auf mittlerer Schiene fertig backen.
  11. Die fertig gebackenen Kekse auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  12. In der Zwischenzeit die Bänder mit einer Schere in die gewünschte Länge schneiden und bei Seite legen. Ich habe dafür wieder einen Teebeutel als Vorlage genommen und die Länge der Beutelschnur einfach grob abgemessen.
  13. Die Kuvertüre mit einem Messer in kleine Stücke hacken und unter rühren bei mittlerer Hitze über dem Wasserbad zum schmelzen bringen. Dazu ein wenig Wasser in einem Topf erhitzen - die gehackte Kuvertüre in einen kleineren Topf geben und diesen über den größeren hängen. Beachtet dabei dass das Wasser den kleineren Topf nicht berührt und ihr eure Kuvertüre bei geringer Hitze zum schmelzen bringt, da sie ansonsten ihren Glanz verliert.
  14. Den Topf vom Kochfeld ziehen und die Teebeutel-Kekse mit der unteren Seite durch die geschmolzene Kuvertüre ziehen.
  15. Die Kuvertüre gründlich abtropfen lassen und die Kekse auf ein Abtropfgitter legen.
  16. Die Kuvertüre kurz antrocknen lassen und nach Belieben mit Zuckerperlen und Streuseln verzieren.
  17. Die Teebeutel-Kekse vollständig austrocknen lassen und am besten über Nacht offen stehen lassen.
  18. Die Bänder durch die Lochöffnung der Kekse ziehen, verknoten und die fertigen Kekse zum Tee servieren und genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Quittensirup

14 Nov 2016

Hand aufs Herz! Habt ihr heute schon genügend getrunken? Ich kenne ja einen gewissen Herrn im Hause Gaumenpoesie, der darauf gerne mal vergisst und meistens erst dann ein riesengroßes Glas runterschüttet, wenn der große Durst bereits da ist. Damit euch das nicht passieren kann, hab ich heute mal vorsichtshalber einen ganz tollen Quittensirup für euch mitgebracht. Der ist nämlich soooo lecker, dass man ihn am liebsten gleich pur aus dem Fläschchen trinken würde…

Quittensirup 1

Es ist mir bis jetzt tatsächlich noch nie passiert, dass ich so oft nach einem unveröffentlichtem Rezept wie diesem Quittensirup gefragt wurde (werde). Als ich euch kürzlich auf Instagram das Bild meines Quittengelees gezeigt habe, habe ich erwähnt, dass ich in diesem Jahr unter anderem auch Quittensirup und Quittenbrot hergestellt habe. Eigentlich wollte ich den Quittensirup gar nicht verbloggen, aber da die Nachfrage nach dem einfachen Rezept so groß war, hab ich kurzerhand umdisponiert und mich ratzfatz an den Beitrag gesetzt. So bin ich :o)

Quittensirup 2

Mit dem Rhabarber-Hibiskus-Sirup, dem Gurkenspritzer, dem Kroatischen Eistee – der übrigens auch ganz toll heiß schmeckt, habe ich euch ja bereits einige virtuelle Gläschen serviert. Aber der Quittensirup ist für mich persönlich etwas ganz besonders.

Quittensirup 3

Wann immer ich ein Schlückchen von diesem köstlichen Sirup trinke, werde ich sofort in meine Kindheit versetzt. Hach.. Was war das für ein herrlicher Duft, wenn Oma ihre Quitten eingekocht hat. Ich konnte es immer kaum erwarten, bis ich das erste Gläschen voll Quittensirup trinken durfte und kann mich noch gut daran erinnern, dass es am allerbesten mit eisgekühltem Soda Wasser geschmeckt hat. Der Geschmack ist bis heute einfach mit nix zu vergleichen und an meinem Soda Ritual wird sich wohl vermutlich auch nie etwas ändern. Tja, manche Rezepte dürfen (müssen) eben genau so in ihrer Zubereitung bleiben wie eh und je…

Quittensirup 4

Für die Zubereitung eures Quittensirups benötigt ihr natürlich einige reife Quitten, eine Zitrone, Zucker und 2 – 3 TL Apfelessig. Richtig gelesen! Der Quittensirup wird mit milden Apfelessig verfeinert und verpasst ihm eine fantastische Note! Keine Sorge, man schmeckt den Essig nicht raus und er macht euren Quittensirup einfach ein Spürchen spritziger. Ich verwende dafür immer gerne die Essige von Gölles Edelbrände und Essig Manufaktur und kann mir gut vorstellen, dass der Quittensirup auch hervorragend mit Quittenessig schmeckt. Das ist aber nur ein lieb gemeinter Tipp und ihr könnt natürlich (wie immer) auf eure Lieblingssorte zurückgreifen. Der Quittensirup schmeckt übrigens auch extrem lecker als Tee oder mit Prosecco aufgegossen. Also, ihr Lieben.. Ich genehmige mir jetzt ein Gläschen voll Quitten-Soda und stoße auf euch an!

Quittensirup 5

Quittensirup
Zutaten
  1. 1,5 kg Quitten
  2. 1,5 l Wasser
  3. 350 g Zucker
  4. 1 Saft einer Bio Zitrone
  5. 1 - 2 TL Apfelesseig (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Quitten waschen, abreiben und mit dem Messer die Blütenansätze entfernen.
  2. Die Quitten in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Wasser in einen ausreichend großen Topf geben.
  3. Alles zum kochen bringen, ca. 1 Stunde bei geringer Hitze köcheln lassen und über Nacht auskühlen lassen.
  4. Am nächsten Tag alles durch ein Tuch (oder feinmaschiges Sieb) in ein zweites Gefäß abseihen. Ich verwende dafür herkömmliche Stoffwindeln, die ich zuvor mehrmals bei 90 c° ohne Waschpulver auskoche. Die Quittenstücke nach Belieben ausdrücken und wiederholt filtern.
  5. Den Zitronensaft, sowie den Zucker zum Quittensaft geben und alles nochmal aufkochen.
  6. Den Apfelessig hinzugeben und ca. 10 -15 Minuten weiter kochen lassen.
  7. Den fertigen Sirup sofort in saubere Flaschen abfüllen und nach Belieben nochmal 1Stunde bei 90 c° einkochen.
  8. Der Sirup hält so ca. 12 Monate, wenn er nicht schon vorher getrunken wird.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 Zum Wohl!