Steirisches Osterbrot

28 Mrz 2017

Hoppel di hoppel! Neuer Tag, neues Osterglück. Also werft schon mal den Ofen an und legt das Brotmesser parat! Heute gibt es nämlich jede Menge tolle Brot Rezepte für euch und von mir ein typisch steirisches Osterbrot nach uraltem steirischen Geheimrezept meiner Oma.

Steirisches Osterbrot 1

Ostern ohne Osterbrot? Nicht bei uns Steirern! Das steirische Osterbrot – mancherorts auch Weihbrot genannt, ist eigentlich der wichtigste Bestandteil unserer traditionellen Osterjause, welche am Ostersonntag aufgetischt wird. Dafür werden regionale Bio Produkte wie Geselchtes, gekochte Eier, geräucherte Würste, Kren und eben auch steirisches Osterbrot in ein Körbchen gepackt, welches man am Karsamstag an kleinen Kapellen oder Wegkreuzungen segnen lässt. Unter uns gesagt, hat mir dieser Brauch früher als Kind sprichwörtlich Magenkrummeln verursacht, denn das frisch gebackene Osterbrot hat immer so herrlich geduftet, dass es für meinen Bruder und mich jedes Jahr aufs neue eine regelrechte Folter war, die Finger davon zu lassen.

Hach wie sehr ich mich freue, euch heute dieses Osterbrot Rezept ans Herz legen zu dürfen. Fluffister Germteig, mit einer ganz dezenten Süße und obwohl das Osterbrot eigentlich meistens ohne weitere Nebenzutaten gebacken wird, habe ich es in diesem Fall noch mit ein wenig Hagelzucker bestreut und daraus kleine Osterpinzen (kleine Brötchen) geformt, welche ebenfalls ein typisches Ostergebäck aus meiner Heimat sind. Soooo lecker, sag ich euch! Da fällt es auch gar nicht auf, wenn man schon heimlich eines am Vortag kostet! :o)

Steirisches Osterbrot 2

Ihr fragt euch jetzt bestimmt was an diesem Osterbrot so speziell sein soll, oder? Durch die Zugabe von Weißwein – welcher zuvor mit Anis aromatisiert wurde, erhält das Osterbrot einen unverwechselbaren Geschmack und bleibt zudem auch noch länger saftig. Ob ihr es glaubt oder nicht – manche Supermarktketten verlangen mittlerweile tatsächlich bis zu 5 Euro für ein Osterbrot, da die Nachfrage so enorm ist. Dabei ist ein selbstgemachtes Osterbrot soooo viel besser, als ein gekauftes und weil das Rezept von meiner Oma stammt, hab ich meine Brötchen sogar extra auf dem schönen Teller von ihr fotografiert, welchen ich bis jetzt immer nur als Andenken an sie aufgehoben habe, weil ich zu große Angst davor hatte, dass ich ihn kaputt machen könnte.

Steirisches Osterbrot 3

Getränk  Carrot Milkshake
Brot & Brötchen  Steirisches Osterbrot
Brotaufstriche – Frühlingskräuteraufstrich
Wunschgericht – Eiersalat
Dessert – Überraschungstorte
Kuchen – Zitronen-Buttermilch-Gugelhupf mit weißer Schokoladenglasur
Geschenk aus der Küche – Limoncello 

Da man von gutem Brot ja eigentlich nie genug bekommen kann, findet ihr im Anhang noch die ganzen tollen Brotrezepte meiner lieben Bogger Kolleginnen. Schaut unbedingt vorbei und holt euch ein paar virtuelle Scheibchen von den vielen tollen Brot Varianten ab!Osterbrunch BannerCuisine Violette: Butter Croissants
Jankes Soulfood: Herzhafte Bärlauch-Brioches  
Lecker macht Laune: Gefüllter Osterkranz
Kleines Kulinarium: knsuprige Brötchen mit Übernachtgare
Kleiner Kuriositätenladen: Osterlämmer aus Hefeteig
Sweet Pie: Quark Dinkelbrötchen
Was du nicht kennst: Haselnussbrot

Steirisches Osterbrot
Zutaten
  1. 125 ml Weißwein (Bei mir Steirischer Jungwein)
  2. 1 TL Anis (ca. 5 g)
  3. Salz (ca. 5 g)
  4. 500 g Mehl (glatt)
  5. 125 ml Milch
  6. 70 g Feinkristallzucker
  7. 100 g Schweineschmalz (nach Belieben Butter)
  8. 4 Eigelbe
  9. 1 Ei zum bestreichen
  10. 30 g Hefe
  11. Abrieb einer Bio Zitrone
  12. 70 g Feinkristallzucker
  13. Hagelzucker zum bestreuen (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Den Anis im Mörser mörsern oder mit einem Messerrücken andrücken und den Wein leicht in einem Topf erwärmen.
  2. Den lauwarmen Wein mit dem Anis vermischen und über Nacht ziehen lassen.
  3. Die Butter in einem Topf erhitzen und zum schmelzen bringen. Die geschmolzene Butter bei Seite stellen.
  4. Die Milch ebenfalls in einen Topf geben und lauwarm erwärmen.
  5. Die lauwarme Milch mit einer Prise Zucker verrühren und die Hefe darin auflösen.
  6. Die Hefe-Milch-Mischung mit ein wenig Mehl zu einem Brei verrühren, zusätzlich noch mit ein wenig Mehl bestreuen und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 15-20 Minuten gehen lassen.
  7. In der Zwischenzeit die Dotter mit der abgeriebenen Zitronenschale, der geschmolzenen Butter einer Prise Salz und dem restlichen Zucker gründlich miteinander verrühren.
  8. Den Aniswein durch ein Sieb in die Rührschüssel abseihen.
  9. Wenn die Hefemischung ihr Volumen deutlich vergrößert hat zusammen mit dem restlichen Mehl in die Rührschüssel geben und alles so lange miteinander verkneten, bis ein glatter einheitlicher Teig entstanden ist und sich dieser vom Rührschüsselrand löst.
  10. Den Teig nochmal abgedeckt für ca. 1 Stunde gehen lassen.
  11. Nach einer Stunde den aufgegangenen Teig mit den Fäusten zusammenschlagen und nochmal für ca. 40 Minuten abgedeckt gehen lassen.
  12. Den Teig wiederholt kurz kneten und nach Belieben ein großes Osterbrot oder kleine Osterpinzen formen.
  13. Dazu den Teig (je nach Größenwunsch) in gleich große Portionen teilen und mit den Händen zu kugeln formen.
  14. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Osterbrot/Osterpinzen mit genügend Abstand zueinander auf das Backblech legen.
  15. Jede Osterpinze mit einer sauberen Schere von der Mitte her drei mal einschneiden.
  16. Das restliche Ei mit einer Gabel verquirlen, die Teiglinge damit von allen Seiten bestreichen und nach Belieben noch zusätzlich mit Hagelzucker bestreuen.
  17. Die Teiglinge nochmal ca. 15 Minuten ruhen lassen und in der Zwischenzeit den Backofen auf ca. 175 c° Ober/Unterhitze vorheizen.
  18. Das Osterbrot in den Ofen geben und je nach Ofen ca. 35 Minuten goldbraun backen. Meine Osterpinzen haben bei einer Größe von ca. 100 g pro Pinze ca. 16 Minuten gebraucht bis sie fertig waren.
  19. Das fertige Ostergebäck aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Das Gebäck sollte sich beim draufklopfen auf die Unterseite hol anhören.
  20. Das Osterbrot schmeckt besonders gut noch lauwarm mit ein wenig Butter, ihr solltet es aber unbedingt auch mit frisch geriebenem Kren und Osterschinken probieren!
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Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Kroatisches Weißbrot – Kruh

19 Jun 2016

Ist es nicht herrlich, wenn man vom Duft eines ofenfrischen Brotes wachgeküsst wird und ein hübsch gedeckter Frühstückstisch bereits auf sich wartet!? Da macht das Aufstehen doch gleich viel mehr Spaß, oder?

Kroatisches Weißbrot - Kruh 1

Okay, zugegeben… ich wurde noch nie von ofenfrischem Brot wachgeküsst und ein sommerlich gedeckter Frühstückstisch hat auch noch nie auf mich gewartet, zumindest nicht seit ich mit dem Gaumenpoet verheiratet bin und ehrlich gesagt auch nicht davor – aber die Erinnerung daran, wie das früher so zu Hause im Hotel Mama war ist einfach unbezahlbar! :o)

Kroatisches Weißbrot - Kruh

Aber Spaß bei Seite! Ehrlich gesagt bin ich unter der Woche so gar kein Frühstückstyp! Während der Gatte beherzt in seinem Joghurt rumlöffelt und sich auch gerne mal zwei doppelte Espresso reinpfeift, reicht mir ein schnelles Gläschen Saft oder ein gutes Tässchen Tee vollkommen aus um in den Tag zu starten, dafür gibts dann am Wochenende gerne mal einen guten Capuccino und unser wöchentlicher Sonntags Brunch schmeckt um so besser! Ganz besonders, wenn es dabei mal wieder ein ofenwarmes Brot mit einer leckeren Schnittlauch und Meersalz bestreuten Butter gibt!

Kroatisches Weißbrot - Kruh 3

Ja, die einfachsten Dinge sind eben meistens die Besten! Ein leckeres Brot mit schmelzender Butter oben drauf, dazu ein guter Kaffee, wenn geht noch eine Prise Sonnenschein… Hach, Frühstücksherz was willst du mehr?

Kroatisches Weißbrot - Kruh 4

Das heutige Rezept hab ich euch sozusagen aus unserem Kurzurlaub in Split mitgebracht. Ich hab es dort dem Chef eines sehr kleinen, aber gigantisch feinem Restaurants entlockt – in welchem wir die wohl besten Calamari, ever! gegessen haben und war ganz schön erstaunt darüber, als er mir die Vorgehensweise und die benötigten Zutaten aufzählte: Wasser, Mehl, Salz, Hefe – Ofen, Kochlöffel, Zeit! Àhm… Ja, ist klar!, dachte ich mir nur. Aber ich habs zu Hause natürlich sofort getestet und es hat tatsächlich einwandfrei funktioniert! 😉

Kroatisches Weißbrot - Kruh 5

Das tolle an diesem kroatischen Weißbrot ist, das der einfache Salzteig lediglich mit einem Holzkochlöffel gerührt wird und ganz nach Geschmack noch zusätzlich mit Oliven, Kräutern oder getrockneten Tomaten ergänzt werden kann. Wer sein Brot lieber etwas fester mag, fügt seinem Teig einfach noch ein bisschen Mehl hinzu und schon kann sich jeder ganz nach Lust und Laune sein eigenes Brot zaubern. Klingt alles ziemlich einfach, was? Ist es auch! Ihr müsst dazu lediglich 2 Stunden Gehzeit für euren Teig einberechnen, aber für so ein leckeres kroatisches Weißbrot zahlt sich das allemal aus und falls der Sommer doch noch kommt, passt es auch ganz wunderbar für einen gschmackigen Grillabend! Aber jetzt genug geschwärmt…

Zückt eure Kochlöffel und ran an den Teig!

Kroatisches Weißbrot - Kruh
Zutaten
  1. 500 g Haushaltsmehl
  2. 1/2 Würfel Hefe
  3. ca. 350 ml lauwarmes Wasser
  4. 15 g Meersalz
Zubereitung
  1. Die Frischhefe im handwarmen Wasser verrühren, das Salz hinzugeben und kurz bei Seite stellen, damit die Hefe arbeiten kann.
  2. Das Mehl zum Hefegemisch geben und mit dem Kochlöffel alles gründlich verrühren und durchschlagen, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  3. Den Brotteig ca. 2 Stunden gehen lassen und dabei alle 20 - 30 Minuten mit dem Kochlöffel wiederholt durchschlagen. Den Brotteig in eine bemehlte Kastenform geben oder mit den Händen nach Belieben formen. Ich habe den Teig dazu in ein gut bemehltes Gärkörbchen gegeben, ihn noch zusätzlich ca. 30 Minuten gehen lassen und ihn dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestürzt.
  4. Den Ofen auf 210 c° Umluft vorheizen, eine feuerfeste Form mit Wasser befüllen und das Brot mit ein wenig Wasser bepinseln.
  5. Das Brot, gemeinsam mit der Wasserschale in den Ofen geben (Mitllere Schiene) und ca. 45 Minuten goldbraun backen.
  6. Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen holen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen oder nach Belieben noch lauwarm genießen.
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Eskimos – süßes Gebäck

28 Jan 2016

Kennt ihr das, wenn einen plötzlich riesige Lust auf eine ganz spezielle Nascherei überkommt? So ging es mir vergangenes Wochenende. Eigentlich hatte ich ja vor ein paar Faschingskrapfen zu machen, aber plötzlich schwirrten mir diese leckeren Eskimos aus meiner Kindheit durch den Kopf. Richtig gelesen – Eskimos! Hiermit sind natürlich keine echten Eskimos gemeint, sondern die wahnsinnig leckeren Hefeteig-Stangen mit (am besten gaaannz viel) Marmeladenfüllung und Kokosflocken oben drauf. Hm…allein schon der Gedanke daran. War klar, dass ich da mal wieder alle Pläne verworfen habe, oder? 😀

Eskimos - süßes Gebäck 1

So ein Eskimo-Stangerl war für mich früher immer was ganz Besonderes, denn sowas leckeres gabs leider nicht alle Tage und meistens nur dann, wenn ich mit meiner Oma bei unserem Dorfbäcker war. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie beleidigt ich mal auf meinen Bruder war, weil er mir einfach stinkfrech meinen Eskimo weggefuttert hatte, derweil ich mit meinen Freundinnen eislaufen war. 😀 Im Nachhinein natürlich alles halb so schlimm und ich würde heute jederzeit sofort mit ihm teilen. Mit diesem einfachen Rezept gibts ja jetzt ohnehin genug Eskimo-Stangerl für alle! 😀

Eskimos - süßes Gebäck 2

Eskimo Stangen
Zutaten
  1. 500g Mehl
  2. 1 Pkg. Trockenhefe
  3. 1 Prise Salz
  4. 260ml lauwarme Milch
  5. 30 g Zucker
  6. 60 g zerlassene Butter
  7. 1 Eigelb
  8. Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)
  9. Kokosflocken
  10. Krapfenspritze
Zubereitung
  1. Zuerst das Mehl, die Trockenhefe, Salz, und Zucker in eine Schüssel geben und miteinander vermengen.
  2. Das Eigelb, die leicht erwärmte Milch und die zerlassene Butter dazurühren und zu einem Hefeteig kneten.
  3. Den Teig mindestens eine Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen, bis er sich deutlich vergrössert hat.
  4. Nun den Teig zu einer Rolle formen und in gleich grosse Stücke Teilen. Bei mir ergibt die Menge ca. 14 Stück.
  5. Den Ofen auf ca. 190c° Ober/Unterhitze vorheizen.
  6. Die Teigstücke oval ausrollen, zu Stangen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  7. Alles ca. 20 Minuten backen.
  8. Nach Ende der Backzeit die noch heissen Eskimos mit Marmelade bestreichen und in den Kokosflocken wälzen.
  9. Die Marmelade in die Krapfenspritze geben und die Eskimostangen vorsichtig füllen.
  10. Falls ihr keine Krapfenspritze zur Hand habt, könnt ihr die Stangen auch vor dem Backen mit einem TL Marmelade füllen. Achtet dabei aber darauf, dass die Stangen eng eingerollt und gut verschlossen werden, da ansonsten die Marmelade beim Backen auslaufen könnte.
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