Pesto Rosso

02 Mrz 2017

Tomaten um diese Jahreszeit? Nicht bei mir! Zumindest wenn es sich dabei um den Konsum von frischen Tomaten handelt, die eigentlich nach gar nix schmecken. Da schaff ich mir doch lieber Abhilfe und stille meine Tomatenlust mit einem Gläschen aromatischen Pesto Rosso.

Pesto Rosso 1

Ja, es ist schon wieder soweit! Und mit verblüffen stell ich einmal mehr fest, wie schnell die Zeit doch schon wieder vergangen ist. Heute starten wir bereits in die dritte Runde unseres allmonatlichen Pesto-Events und von mir gibt’s heute ein herrlich tomatiges Pesto Rosso, das ihr euch im Handumdrehen selbst zu Hause nachmachen könnt!

Pesto Rosso 2

Wie es um mich und meine Zitronensucht bestellt ist, dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, aber neben Zitronen, hab ich auch eine große Leidenschaft für aromatische Tomaten… Zumindest ist das im Sommer so. Da reicht mir ein mit Zitronenöl aromatisierter ofengerösteter Tomatensalat, oder ein Hüttenkäse-Tomaten-Salat mit Kürbiskernöl völlig aus um glücklich zu sein. Aber Tomaten im Winter? Obwohl ich es nicht gerne zugebe, muss ich gestehen, dass ich früher auch in der kälteren Jahreszeit regelmäßig Tomaten konsumiert habe und soll ich euch was verraten? Ich hab mich jedes Mal geärgert. Keine Spur von herrlicher, sonnengereifter Süße und von Aroma muss ich erst gar nicht anfangen… Der liebe Gott hat sich eben was dabei gedacht, als er für jedes Gemüse und Obst eine eigene Saison festgelegt hat und das ist meiner Meinung nach auch gut so! Das heisst aber deshalb noch lange nicht, dass man darauf so ganz verzichten muss. Schlussendlich sind es bis zum Sommer ja doch noch einige Monate und da kommt so eine schnelle und wahnsinnig köstliche Abhilfe wie ein Pesto Rosso doch genau richtig, oder?

Pesto Rosso 3

Das tolle an Pesto Rosso ist, dass ihr dafür gerade mal ein paar Zutaten benötigt und dafür auch nicht auf wässrige Tomaten aus dem Glashaus zurückgreifen müsst. Ich habe euch ja bereits vergangenen Sommer gezeigt, wie einfach man Getrocknete Tomaten und Eingelegte Tomaten zu Hause herstellen kann und genau das ist auch schon das Geheimnis bzw. die Grundzutat, die ihr für euer Pesto Rosso benötigt. Ziemlich einfach, was? Ist es auch! Neben ein paar weiteren Zutaten, die ihr wie immer, ganz auf euren Geschmack abstimmen könnt, braucht ihr lediglich ein Glas getrocknete Tomaten in Öl und einen Stabmixer bzw. Zerkleinerer. So einfach und so lecker! 

Wahnsinnig lecker sind übrigens auch wieder die tollen Pesto Ideen meiner lieben Blogger Freundinnen, die ihr euch auch dieses Mal wieder auf keinen Fall entgehen lassen solltet!

Cuicine Violette: Sandwich mit Petersilienpesto
Eine Prise Lecker: Bruscatta mit Tomaten und kalorienreduzierten Spinatpesto
Jankes Soulfood: Cordon Bleu mit Spinatpesto
Lecker macht Laune: Avocado Pesto
Kleines Kulunarium: Basilikum Pesto
Kleiner Kuriositätenladen: Setzt diese Runde aus
Sweet Pie: Bulgur mit Avocadopesto 
Was du nicht kennst: Möhrenpesto 

Pesto Rosso
Zutaten
  1. 1 Glas getrocknete Tomaten in Öl (bei mir 350ml)
  2. ca.150 ml Tomatenöl aus dem Glas
  3. 30 g Pinienkerne
  4. 60 g Parmesan
  5. 1 EL Petersilie
  6. 1 confierte Knoblauchzehe (oder frisch)
  7. Salz
  8. Pfeffer
  9. Getrocknete oder frische Chili (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Zuerst die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett trocken rösten, auf einen Teller geben und bei Seite stellen.
  2. Die Petersilie gründlich waschen, trocknen und grob hacken.
  3. Die Knoblauchzehe (falls frisch) schälen und mit dem Messer vierteln.
  4. Nun die in Öl eingelegten Tomaten, ca. 150ml Tomatenöl sowie alle restlichen Zutaten in einen Standmixer geben und so lange pürieren bis eine einheitlich cremige Masse entsteht und alle Zutaten gut miteinander vermixt sind.
  5. Das fertige Pesto Rosso in saubere Schraubgläser umfüllen, mit dem restlichen Tomatenöl bedecken und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.
  6. So fern ihr euer Pesto immer mit Öl bedeckt hält es sich im Kühlschrank ca. 7 Tage.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

 

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse

21 Feb 2017

Es geht doch nichts über einen wärmenden Teller Suppe, nicht wahr? Gerade wenn es kalt draussen ist und der Winter sich nochmal von seiner rauen Seite zeigt, da schnabulieren wir immer wieder gerne ein heißes Tellerchen voll Suppenglück. Meine neueste Variante hab ich euch heute mitgebracht und wenn ihr gschmackiste Seelenwärmer genau so gerne mögt wie mein Gaumenpoet und ich, dann werdet ihr diese Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse lieben!

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 1

In einer Beziehung läuft es ja bekanntlich nicht immer so rund, wie in manch einem Schnulzen Filmchen. Man muss Kompromisse eingehen und tut das auch gerne. Sei es im Job, in einer Freundschaft oder eben mit seinem Partner. Ihr fragt euch jetzt bestimmt was das mit dieser Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse zu tun hat, oder? Dann will ich euch mal aufklären…

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 2

Wenn sich der Gatte einen stattlichen Topf voll mit Lieblingskartoffeln wünscht, man sich selbst aber eigentlich schon seit längerem auf eine köstliche Zwiebelsuppe freut – von der ich euch ja hier schon mal kurz vorgeschwärmt habe, dann muss ein Kompromiss her. In diesem Fall ein Suppenkompromiss. Tolles Wort, oder? :o)

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 3

Zugegeben, die Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse ist ziemlich spontan und eher aus einer dezenten Not an mangelnden Zutaten entstanden. Ich hatte nämlich für beide Gerichte einfach viel zu wenig benötigte Zutaten im Haus und habe einfach das zur Hand genommen was unsere Vorratskammer noch so hergab. Aber unter uns gesagt, bin ich sogar froh darüber. Die Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse hat nämlich für uns das Potential einer unserer neuen Lieblingssuppen zu werden und wird auf alle Fälle noch ganz oft auf den Tisch kommen. Farblich gehört sie leider nicht zu den fotogensten Gerichten, aber geschmacklich kann sie sich mehr als nur zeigen lassen! Habt ihr auch Lust auf gschmackigstes Suppenglück bekommen? Dann schnell ran an den Topf und überzeugt euch selbst!

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse
Zutaten
  1. 4 große Zwiebel
  2. 400g Kartoffeln
  3. 1 confierte oder frische Knoblauchzehe
  4. 1 l kräftige Rinder- oder Ochsenschleppsuppe (für Vegetarier Gemüsesuppe)
  5. ÖL
  6. Eine Prise Thymian (getrocknet)
  7. Eine Prise Majoran (getrocknet)
  8. Eine Prise Muskatnuss gemahlen
  9. 1 Lorbeerblatt (getrocknet)
  10. 1 TL Kräuteressig oder Apfelessig
  11. Salz
  12. Pfeffer
  13. Würzigen Bergkäse (bei mir Appenzeller)
  14. Frisch gehackte Petersilie (zum garnieren)
Zubereitung
  1. Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und ca. 8 Minuten in Wasser einlegen, damit die Stärke austreten kann.
  2. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, mit einem Messer in feine Würfel schneiden und den Käse reiben
  3. Das Kartoffelwasser abgießen, die Kartoffeln abtrocknen und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.
  4. Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel hinzufügen und unter rühren so lange rösten bis sie eine goldbraune Farbe erreicht haben. Die Zwiebel sollten dabei aber auf keinen Fall verbrennen, da eure Suppe ansonsten bitter werden könnte.
  5. Die Kartoffelstücke und den confierten Knoblauch zu den Zwiebeln in den Topf geben, salzen und pfeffern und unter rühren ebenfalls einige Minuten mitrösten,
  6. Die Suppe angießen, die Kräuter, den Muskatnuss, das Lorbeerblatt und den Essig dazu geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 - 30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich gekocht sind.
  7. Die Suppe auf tiefe Teller verteilen, nach Geschmack mit Bergkäse und frisch gehackter Petersilie bestreuen und heiß genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Thunfischaufstrich

16 Jun 2016

Es gibt gewisse Gerichte, die man von klein auf liebt und die ein ganz wohliges Gefühl in einem auslösen, obwohl sie auf dem Teller nicht besonders toll aussehen. Saure Linsen zum Beispiel, Bohnensuppe oder eben Mamas leckeren Thunfischaufstrich…. Also gibt es heute mal was aus der Kategorie extrem unfotogen, dafür aber so richtig gschmackig.

Thunfischaufstrich 1

Zugegeben, Schönheitspreis gewinnt er keinen – aber bei manchen Gerichten muss man sich einfach vom Geschmack überzeugen und der kann sich in diesem Fall auf alle Fälle sehen schmecken lassen…

Thunfischaufstrich 

Thunfischaufstrich 2

Nachdem ich euch ja bereits mit meinem Kürbiskernöl-Aufstrich oder dem Liptauer zwei leckere Aufstrich Rezepte aus meiner Heimat vorgestellt habe, ist es heute mal an der Zeit für ein ratzfatz gemachtes Schmankerl meiner Mama. Meine Mama hat uns diesen Aufstrich früher oft im Sommer gemacht und ich fand ihn immer so lecker, dass ich am liebsten heimlich mit dem Suppenlöffel aus der Aufstrichschüssel gefuttert habe. Aber wie das nunmal so ist, bestraft der liebe Gott auch kleine Sünden bzw. Sarahs und ich hab von meiner nächtlichen Löffelaktion und den rohen Zwiebeln im Aufstrich anständig Bauchgrummeln bekommen. Selber schuld, man muss ja auch in seiner Gier nicht gleich die halbe Schüssel leer löffeln! :o) Lieb wie meine Mama ist – hat sie mir bei meinem letzten Heimatbesuch im Mai, nach viel zu langer Zeit mal wieder diesen mordsleckeren Thunfischaufstrich aufgetischt (vorsichtshalber diesmal mit weniger Zwiebeln) und bereits beim ersten Bissen war für mich klar, dass ich euch unbedingt das Rezept dazu verraten muss!

Thunfischaufstrich 3

Mama mischt immer Sommer immer gerne noch 1 -2 gehackte Tomaten unter den Aufstrich, macht ihn übrigens auch gleich ein wenig hübscher! :o) Ich hab allerdings auf die Zugabe verzichtet, da kürzlich noch keine regionalen Tomaten hier erhältlich waren. Also falls ihr das Glück habt, aromatische Tomaten aus eurer Region zu beziehen, könnt ihr euren Thunfischaufstrich noch zusätzlich ganz nach belieben ein wenig aufpeppen.

Thunfischaufstrich 4

Das tolle an diesem Aufstrich? Ihr könnt entscheiden ob ihr in kalt oder doch lieber heiß genießen möchtet, denn der Thunfischaufstrich eignet sich nämlich nicht nur hervorragend als leckerer Brotaufstrich, ihr könnt ihn – wie in diesem Fall auch noch kurz im Ofen überbacken und leckere Toasties daraus zaubern, oder ihn sogar zum Füllen von Strudel und Pasta verwenden! Und ganz nebenbei erwähnt kommt so ein schnell gemachter Snack jetzt zur Fußball EM doch genau richtig, oder?

Thunfischaufstrich
Zutaten
  1. 200 g Mais - 1 Dose
  2. 400 g Thunfisch MSC - 2 Dosen
  3. 250g Sauerrahm
  4. 200g Reibkäse (Emmentaler oder Gauda)
  5. 1 rote Zwiebel
  6. Salz
  7. Pfeffer
  8. 1 EL Petersilie gehackt
  9. 1 EL Schnittlauch gehackt
  10. 2 Tomaten (nach belieben)
  11. Toastbrot oder Brotscheiben
Zubereitung
  1. Die Dose Mais öffnen, den Mais in ein Sieb geben, kalt abbrausen und kurz abtropfen lassen.
  2. Den Thunfisch ebenfalls in ein Sieb geben, kalt abbrausen und mit den Händen fest ausdrücken.
  3. Mais und Thunfisch in eine ausreichend große Schüssel geben, die Zwiebel fein hacken und gemeinsam mit den restlichen Zutaten unter die Thunfisch - Mais Masse rühren.
  4. Alles solange verrühren bis alle Zutaten gut untereinander vermengt sind und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Den Thunfischaufstrich mit einem Löffel auf Brötchen- oder Toastbrotscheiben geben und nach belieben zusätzlich im Ofen bei 180 c° Umluft ca. 15 Minuten überbacken.
  6. TIPP: Der Aufstrich schmeckt besonders lecker, wenn man ihn über Nacht im Kühlschrank ziehen lässt!
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 Mahlzeit!