Hasselback Potatoes mit eifreier Kürbiskernöl Mayonnaise

24 Mai 2017

Habt ihr Lust auf schnell gemachtes Ofenglück, ohne dabei auf viele Zutaten zurückgreifen zu müssen? Ja? Dann solltet ihr unbedingt schon mal vorsichtshalber euren euren Backofen vorheizen und ein paar Kartoffelchen aus dem Keller holen, oder wo auch immer ihr sie gelagert habt. Ich hab nämlich kürzlich eine ganze Ladung schnabulöseste Hasselback Potatoes für den Gaumenpoet und mich gemacht und möchte euch heute zeigen, wie einfach das geht.

Hasselback-Kartoffeln 1

Kennt ihr Ofenkartoffeln? Okay, das war jetzt eine ziemlich doofe Frage von mir. Ich bin mir sicher jeder von euch kennt sie und hat sie in irgendeiner Form schon mal gegessen und vielleicht sogar als leckere Beilage gereicht. Aber habt ihr auch schon mal Hasselback Potatoes zubereitet? Ich hab mich ehrlich gesagt immer davor gedrückt, wenn mein Gaumenpoet sich zum Grillen eine Portion Hasselback Potatoes gewünscht hat. Dabei sind die Fächer förmigen Kartoffelchen mit einem einfachen Trick so schnell zubereitet.

Hasselback Potatoes oder auch schwedische Kartoffeln genannt – weil sie angeblich in einem schwedischen Hotel namens Hasselbacken erfunden wurden, sind nicht nur eine kostengünstige Variante etwas Leckeres auf den Tisch zu bringen, sie sind zudem so einfach herzustellen, dass sich sogar mein kleiner Bruder mittlerweile regelmäßig eine ordentliche Portion Hasselback Potatoes genehmigt. Aber kein Wunder! So ein Backblech voll Hasselback Potatoes ist auch wirklich hurtig zubereitet und gerade für nicht so ambitionierte Hobbyköche und Kochanfänger ein sehr leckeres Gericht, dass sich zudem auch optisch zeigen lassen kann, oder was meint ihr?

Hasselback-Kartoffeln 2

Ich weiß, ich habe euch gerade erst kürzlich bei meinem Kartoffel-Strudel von der köstlichen Knolle vorgeschwärmt, aber mal ehrlich! Kartoffeln sind einfach ein tolles Gemüse. Auch wenn der Kühlschrank mal wieder nix hergibt als gähnende Leere, wenn man noch Kartoffeln im Haus hat, dann ist das schon die halbe Miete. Und wenn man dazu vielleicht keine allzu große Lust oder Zeit hat, um sich ewig an den Herd zu stellen, dann kommt so ein schnell gemachtes Ofengericht doch genau richtig.

Hasselback-Kartoffeln 3

Mit meinen Griechischen Ofenkartoffeln, den würzigen Ofenpommes und den Kanarischen Salzkartoffeln, hab ich euch ja bereits auf eine kleine virtuelle Kartoffel-Weltreise mitgenommen. Was da natürlich nicht fehlen darf, sind die Schwedischen Hasselback Potatoes, – die bei uns nicht nur als Beilage zu Spargel, oder zum Grillen auf gerne gereicht werden, sondern wie in diesem Fall auch gerne mal zum Hauptdarsteller auf dem Teller befördert werden. Dazu noch eine Ei-freie Kürbiskernöl Mayonnaise – die ganz schnell zusammen gerührt ist und die ich immer gerne mit Zitronenöl zubereite. Obendrauf noch wenig Kresse und schon hat man ein sehr feines Gericht auf dem Tisch stehen, dass zudem noch sehr kostengünstig ist und auch gerne mal als feiner Snack für zwischendurch gereicht werden kann.

Hasselback-Kartoffeln 4

Alles was ihr dazu benötigt sind einige festkochende Kartoffeln, ein gutes Olivenöl und nach Belieben noch ein wenig Knoblauch, Salz, Pfeffer und wahlweise 2 gleich dünne Stäbchen, Schneidebrettchen, oder einen großen Suppenlöffel und dann kann es auch schon los gehen! Klingt einfach oder? Ist es auch! Also schnappt euch hurtig das Rezept und überzeugt euch selbst. Aber nicht dass sich dann jemand von euch beschwert, die Hasselback Potatoes seien zu einfach in ihrer Herstellung gewesen! 😉

Hasselback Potatoes mit Ei-freier Kürbiskernöl Mayonnaise
Zutaten
Für die Hasselback Potatoes
  1. 1 kg festkochende Kartoffel
  2. 2-3 EL Olivenöl oder Zitronenöl
  3. 1 zerdrückte Knoblauchzehe (nach Belieben)
  4. Salz
  5. Pfeffer
  6. Kresse zum Garnieren (nach Belieben)
Für die Ei-freie Kürbiskernöl Mayonnaise
  1. 100 g Creme Fraiche
  2. 50 g Sauerrahm
  3. 1 TL Abrieb einer Bio Zitrone
  4. 4-5 EL Steirisches Kürbiskernöl
  5. 1 TL Senf
  6. 1 TL Zitronensaft oder Milder Apfelessig
  7. Salz
  8. Pfeffer
Zubereitung
Für die Hasselback Potatoes
  1. Die Kartoffeln gründlich waschen und abtrocknen.
  2. Den Ofen auf 215 c° Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
  3. Nun die Kartoffeln so auf einen Esslöffel legen, dass unter den Kartoffeln ein kleiner Leerraum entsteht. Für größere Kartoffeln könnt ihr auch alternativ einen Salatlöffel zur Hilfe nehmen. Die Kartoffeln mit einem scharfen (glatten) Messer bis zum Löffelrand gerade einschneiden. Achtet dabei darauf eure Kartoffeln nicht durchzuschneiden. Wenn euch das zu schwierig ist, könnt ihr eure Kartoffeln auch zwischen zwei gleich große Stäbchen (oder Schneidebrettchen) legen und sie dann (wie oben angegeben) bis zum Rand der Stäbchen in regelmäßigen Abständen gerade einschneiden.
  4. Die eingeschnittenen Kartoffeln vorsichtig mit den Fingern leicht auseinander ziehen und auf ein Backblech legen.
  5. Das Olivenöl mit der zerdrückten Knoblauchzehe verrühren und die Hasselback-Potatoes auf den Schnittflächen mit dem Öl bepinseln und nach Belieben salzen und pfeffern.
  6. Das Backblech auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und die Hasselback-Potatoes je nach Größe 20-40 Minuten goldbraun backen, bis sie leicht knusprig sind.
Für die Ei-freie Kürbiskernöl Mayonnaise
  1. In der Zwischenzeit die Creme Fraiche und den Sauerrahm in eine ausreichend große Schüssel geben und mit einer Gabel glatt rühren.
  2. Die restlichen Zutaten hinzugeben und so lange miteinander verrühren bis eine einheitlich cremige Masse entstanden ist. Für eine besonders intensive Farbe, könnt ihr einfach noch ein wenig Kürbiskernöl dazugeben. Die Ei-freie Kürbiskernöl Mayonnaise nach Belieben würzen und kurz im Kühlschrank durchziehen lassen.
Zur Fertigstellung
  1. Die fertig gebackenen Hasselback-Potatoes auf dem Ofen holen, vorsichtig auf Tellern anrichten, noch zusätzlich mit ein wenig Kresse garnieren und gemeinsam mit der Ei-freien Kürbiskernöl Mayonnaise genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Steirischer Kartoffelstrudel

02 Mai 2017

Erdäpfeln sann holt a oarme Leut Essn hat meine Oma immer gesagt und obwohl sie in so vielen Dingen Recht hatte, muss ich ihr in diesem Fall widersprechen. Ich bin nämlich der Meinung, dass Kartoffel Gerichte so ganz und gar kein arme Leute Essen sind. Sie sind nämlich vielseitig einsetzbar, machen wunderbar satt und können wahnsinnig lecker sein. Eines meiner Lieblingsgerichte aus meiner steirischen Heimat möchte ich euch heute mit diesem gschmackigen Kartoffelstrudel ans Herz legen.

Steirischer Kartoffelstrudel 1

Mensch, wo sind sie nur hin die guten alten Zeiten, als der Frühling noch ein Frühling war und ich noch ein kleines Mädchen – das mit großen Augen ihre Oma dabei beobachtet hat, wie sie auf ihrem alten Baumwolltuch ihren Strudelteig auszog. Ich kann mich noch gut daran erinnern, mit wie viel Liebe sie das immer gemacht hat. Sie hatte dabei immer eine gepunktete Kochschürze an und versteckte ihre Haare unter einem Kopftuch, fast so als wäre es ein fixer Bestandteil ihres Rezeptes, oder ihr eigenes kleines Strudel Ritual. Wie leicht das doch immer ausgesehen hat, wenn sie ihren Strudelteig so dünn auszog, dass man eine Zeitung darunter durchlesen hätte können. Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, dass ich meiner Oma keine besonders große Hilfe war, aber ich konnte es einfach nicht lassen und wollte ihr jedes mal dabei helfen.

Steirischer Kartoffelstrudel 2

Meine Oma wusste wahrscheinlich schon im Vorfeld dass ich Löcher in ihren Teig reissen würde und hat mir vorsichtshalber immer nur den Strudelrand überlassen, denn sie dann ohnehin mit einem Teigrad zurecht schnitt. Die gewellten Strudelstangen legte sie dann jeweils einfach neben ihren Kartoffel Strudel in den Ofen und mein Bruder und ich durften sie nach dem Essen mit ein wenig Puderzucker bestäuben und als Dessert genießen. Herrlich, sag ich euch!

Steirischer Kartoffelstrudel 3

Mittlerweile hat sich leider so einiges verändert. Vom Frühling fehlte hier in letzter Zeit jegliche Spur und meinen Kartoffelstrudel muss ich leider auch meistens alleine herstellen, da sich Herr Gaumenpoet in der Regel genau so wenig hilfreich anstellt, wie ich es früher vermutlich getan habe. Aber bereits beim ersten Bissen in einen schnabulösen Kartoffelstrudel steht für mich für einen kleinen Moment die Zeit still und ich fühle mich wie damals, als ich meine Strudelränder meistens zum Abendessen genießen musste, weil der Kartoffelstrudel so lecker war, dass ich mir jedes mal noch ein zweites Stück genehmigen musst. :o)

Steirischer Kartoffelstrudel 4

Der Kartoffelstrudel ist eigentlich relativ schnell gemacht und die benötigten Zutaten sind meistens sogar im Haus. Natürlich braucht der Strudelteig schon ein wenig Fingerspitzengefühl, aber mit ein bisschen Übung geht es euch bestimmt leicht von der Hand und falls ihr keine Lust oder keine Zeit habt, könnt ihr alternativ natürlich auch auf eine Rolle Strudelteig zurück greifen. Wenn der Teig erstmal hauchdünn ausgezogen wurde, wird er mit ein wenig Sauerrahm bestrichen, mit roh (geraffelten) Kartoffeln belegt und nach Belieben noch zusätzlich mit ein paar würzigen Speckwürfelchen verfeinert. Ihr könnt den Kartoffelstrudel übrigens auch ganz wunderbar kalt genießen, oder ihn am nächsten Tag nochmal aufwärmen. Zusammen mit einer schnell angerührten Kräutersauce und einem knackigen Salat ist er auf alle Fälle ein sehr leckerer und zudem kostengünstiger Sattmacher für die ganze Familie, der auch an wärmeren Tagen bei uns immer wieder gerne aufgetischt wird.

Also ihr Lieben, überzeugt euch doch einfach selbst und gönnt euch ein großes Stück vom Steirischen Kartoffelstrudel Glück!

Steirischer Kartoffelstrudel
Zutaten
Für den Strudelteig
  1. ca. 60 ml warmes Wasser
  2. 120 g glattes Mehl Type 480 / Deutschland Type 405
  3. 1 EL neutrales Pflanzenöl
  4. 1 Spritzer Essig oder Zitronensaft (ca. 1/2 TL)
  5. 1 Prise Salz
  6. ca. 1 TL Öl zum Bestreichen des Teiges
  7. Mehl zum Strudelteig verarbeiten
Für die Füllung
  1. 800 g mehlige Kartoffeln
  2. 150 g Sauerrahm
  3. 1 große Zwiebel
  4. 200 g geräucherte Speckwürfel
  5. 1 TL getrockneter Majoran
  6. 1 EL Petersilie
  7. 1 Confierter Knoblauch oder 1 kleine Zehe frischen Knoblauch (nach Belieben)
  8. Salz
  9. Pfeffer
  10. 1 Prise Muskatnuss gemahlen
Für die Kräutersauce
  1. 200 g Joghurt
  2. 150 g Sauerrahm
  3. 1 EL frisch gepressten Zitronensaft
  4. 1 kleiner Bund Schnittlauch
  5. 1 Kleiner Bund Petersilie
  6. 1 EL Dill
  7. Salz
  8. Pfeffer
Zubereitung
  1. Für den Strudelteig das Wasser, Öl, Essig und Salz in eine ausreichend große Schüssel geben und gut untereinander rühren.
  2. Nun ca. die Hälfte des Mehls in die Rührschüssel geben und mit einem Kochlöffel gründlich einrühren.
  3. Das restliche Mehl ebenfalls in die Rührschüssel geben und wiederholt mit dem Kochlöffel einrühren und mit den Händen zu einem glatten und geschmeidigen Teig weiter kneten.
  4. Den Strudelteig zu einer glatten Kugel formen, die Arbeitsfläche mit ein wenig Mehl leicht bestäuben und die Teigkugel für weiter 8 - 10 Minuten kräftig mit de Händen weiter kneten. Dabei zwischendurch den Teig auf die Arbeitsfläche schlagen und darauf achten, dass der Teig noch leicht feucht bleibt, aber trotzdem nicht zu klebrig ist. Ansonsten könnt ihr einfach noch ein wenig Mehl unter euren Teig arbeiten.
  5. Eine ausreichend große Schüssel mit Öl bepinseln und den zu einer glatten Kugel geformten Teig in die Schüssel legen und ebenfalls mit ein wenig Öl bestreichen.
  6. Den Strudelteig nun ca. 1 Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur rasten lassen.
  7. Für die Füllung die Zwiebel in der Zwischenzeit schälen und mit einem Messer in kleine Stücke hacken.Die Petersilie gründlich waschen und ebenfalls klein hacken.
  8. Ein wenig ÖL in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Die Speckwürfel und die frisch gehackte Petersilie zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und ebenfalls kurz mit dünsten.
  9. Die Kartoffeln gründlich abwaschen, schälen und ca. 10 Minuten in kaltes Wasser einlegen.
  10. Die Kartoffeln abseihen und mit einer Gemüsereibe in grobe Stückchen reiben.
  11. Die geriebenen Kartoffeln in eine Schüssel geben und wiederholt in Wasser einlegen, damit die Stärke austreten kann. Die Schüssel bei Seite stellen und wieder dem Strudelteig widmen.
  12. Die Arbeitsplatte leicht bemehlen und den Teig mit einem ebenfalls bemehlten Nudelholz auf die Längere Seite eures Backbleches bzw. eurer Auflaufform ausrollen und dabei nochmal den Teig bemehlen, damit er nicht kleben bleibt.
  13. Ein Strudeltuch oder eine saubere Tischdecke auf einem Tisch ausbreiten und mit wenig Mehl bestäuben.
  14. Mit beiden Handrücken vorsichtig unter den Teig fahren und Strudelteig von innen nach aussen dehnen bis er wirklich sehr dünn ist und eine stattliche Größe angenommen hat.
  15. Den Strudelteig vorsichtig auf das ausgebreitete Strudeltuch transportieren und mit viel Gefühl mit den Fingern weiter rechteckig hauchdünn ausziehen. Wenn ihr euren Strudel so wie ich in einer Auflaufform backen wollt, dann könnt ihr den Teig auch mit dem Messer halbieren und draus 2 Strudel backen. Die Teigränder nun nach Belieben zurecht schneiden, mit ein wenig Öl bepinseln und später kurz im Ofen mit in den Ofen legen, bis sie knusprig sind.
  16. Den Strudelteig leicht mit Öl benetzen und die geraffelten Kartoffeln gründlich mit den Händen ausdrücken. Die ausgedrückten Kartoffeln auf einem sauberen Küchentuch platzieren, das Küchentuch einschlagen und nochmal fest ausdrücken, damit die Kartoffeln nicht zu feucht sind.
  17. Den Sauerrahm auf ca. einem Drittel des Strudelteiges von links her der Länge nach verteilen. Dabei die Seitenränder des Teiges frei lassen.
  18. Die ausgekühlten Zwiebel - Speckwürfel und die zerdrücke Knoblauchzehe über den Sauerrahm streuen. Die ausgedrückten Kartoffeln ebenfalls darüber verteilen und mit Salz, Pfeffer, Majoran und Muskatnuss würzen.
  19. Die oberen und unteren Strudelenden jeweils über der Füllung zusammen klappen und den linken frei gelassenen Strudelrand ebenfalls über die Füllung legen.
  20. Den Strudel mit Hilfe des Strudeltuches vom linken zusammen geklappten Rand her aufrollen und mit der unteren Naht auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder zuvor ausgefettete Auflaufform gleiten lassen. Den gerollten Strudel mit Öl bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei ca. 185 c° Ober/Unterhitze ca. 30 - 40 Minuten goldbraun backen.
  21. In der Zwischenzeit den Schnittlauch und die Petersilie waschen, hacken und mit den restlichen zusammen mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlich untereinander rühren. Die fertige Kräutersauce abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen, bis der Kartoffelstrudel fertig gebacken ist.
  22. Nach Ende der Backzeit den Kartoffelstrudel aus dem Ofen nehmen und kurz ein wenig auskühlen lassen.
  23. Den Kartoffelstrudel in Stücke schneiden und zusammen mit einem knackigen Salat und der Kräutersauce genießen.
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Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Pesto Rosso

02 Mrz 2017

Tomaten um diese Jahreszeit? Nicht bei mir! Zumindest wenn es sich dabei um den Konsum von frischen Tomaten handelt, die eigentlich nach gar nix schmecken. Da schaff ich mir doch lieber Abhilfe und stille meine Tomatenlust mit einem Gläschen aromatischen Pesto Rosso.

Pesto Rosso 1

Ja, es ist schon wieder soweit! Und mit verblüffen stell ich einmal mehr fest, wie schnell die Zeit doch schon wieder vergangen ist. Heute starten wir bereits in die dritte Runde unseres allmonatlichen Pesto-Events und von mir gibt’s heute ein herrlich tomatiges Pesto Rosso, das ihr euch im Handumdrehen selbst zu Hause nachmachen könnt!

Pesto Rosso 2

Wie es um mich und meine Zitronensucht bestellt ist, dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, aber neben Zitronen, hab ich auch eine große Leidenschaft für aromatische Tomaten… Zumindest ist das im Sommer so. Da reicht mir ein mit Zitronenöl aromatisierter ofengerösteter Tomatensalat, oder ein Hüttenkäse-Tomaten-Salat mit Kürbiskernöl völlig aus um glücklich zu sein. Aber Tomaten im Winter? Obwohl ich es nicht gerne zugebe, muss ich gestehen, dass ich früher auch in der kälteren Jahreszeit regelmäßig Tomaten konsumiert habe und soll ich euch was verraten? Ich hab mich jedes Mal geärgert. Keine Spur von herrlicher, sonnengereifter Süße und von Aroma muss ich erst gar nicht anfangen… Der liebe Gott hat sich eben was dabei gedacht, als er für jedes Gemüse und Obst eine eigene Saison festgelegt hat und das ist meiner Meinung nach auch gut so! Das heisst aber deshalb noch lange nicht, dass man darauf so ganz verzichten muss. Schlussendlich sind es bis zum Sommer ja doch noch einige Monate und da kommt so eine schnelle und wahnsinnig köstliche Abhilfe wie ein Pesto Rosso doch genau richtig, oder?

Pesto Rosso 3

Das tolle an Pesto Rosso ist, dass ihr dafür gerade mal ein paar Zutaten benötigt und dafür auch nicht auf wässrige Tomaten aus dem Glashaus zurückgreifen müsst. Ich habe euch ja bereits vergangenen Sommer gezeigt, wie einfach man Getrocknete Tomaten und Eingelegte Tomaten zu Hause herstellen kann und genau das ist auch schon das Geheimnis bzw. die Grundzutat, die ihr für euer Pesto Rosso benötigt. Ziemlich einfach, was? Ist es auch! Neben ein paar weiteren Zutaten, die ihr wie immer, ganz auf euren Geschmack abstimmen könnt, braucht ihr lediglich ein Glas getrocknete Tomaten in Öl und einen Stabmixer bzw. Zerkleinerer. So einfach und so lecker! 

Wahnsinnig lecker sind übrigens auch wieder die tollen Pesto Ideen meiner lieben Blogger Freundinnen, die ihr euch auch dieses Mal wieder auf keinen Fall entgehen lassen solltet!

Cuicine Violette: Sandwich mit Petersilienpesto
Eine Prise Lecker: Bruscatta mit Tomaten und kalorienreduzierten Spinatpesto
Jankes Soulfood: Cordon Bleu mit Spinatpesto
Lecker macht Laune: Avocado Pesto
Kleines Kulunarium: Basilikum Pesto
Kleiner Kuriositätenladen: Setzt diese Runde aus
Sweet Pie: Bulgur mit Avocadopesto 
Was du nicht kennst: Möhrenpesto 

Pesto Rosso
Zutaten
  1. 1 Glas getrocknete Tomaten in Öl (bei mir 350ml)
  2. ca.150 ml Tomatenöl aus dem Glas
  3. 30 g Pinienkerne
  4. 60 g Parmesan
  5. 1 EL Petersilie
  6. 1 confierte Knoblauchzehe (oder frisch)
  7. Salz
  8. Pfeffer
  9. Getrocknete oder frische Chili (nach Belieben)
Zubereitung
  1. Zuerst die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett trocken rösten, auf einen Teller geben und bei Seite stellen.
  2. Die Petersilie gründlich waschen, trocknen und grob hacken.
  3. Die Knoblauchzehe (falls frisch) schälen und mit dem Messer vierteln.
  4. Nun die in Öl eingelegten Tomaten, ca. 150ml Tomatenöl sowie alle restlichen Zutaten in einen Standmixer geben und so lange pürieren bis eine einheitlich cremige Masse entsteht und alle Zutaten gut miteinander vermixt sind.
  5. Das fertige Pesto Rosso in saubere Schraubgläser umfüllen, mit dem restlichen Tomatenöl bedecken und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.
  6. So fern ihr euer Pesto immer mit Öl bedeckt hält es sich im Kühlschrank ca. 7 Tage.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten.