Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse

21 Feb 2017

Es geht doch nichts über einen wärmenden Teller Suppe, nicht wahr? Gerade wenn es kalt draussen ist und der Winter sich nochmal von seiner rauen Seite zeigt, da schnabulieren wir immer wieder gerne ein heißes Tellerchen voll Suppenglück. Meine neueste Variante hab ich euch heute mitgebracht und wenn ihr gschmackiste Seelenwärmer genau so gerne mögt wie mein Gaumenpoet und ich, dann werdet ihr diese Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse lieben!

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 1

In einer Beziehung läuft es ja bekanntlich nicht immer so rund, wie in manch einem Schnulzen Filmchen. Man muss Kompromisse eingehen und tut das auch gerne. Sei es im Job, in einer Freundschaft oder eben mit seinem Partner. Ihr fragt euch jetzt bestimmt was das mit dieser Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse zu tun hat, oder? Dann will ich euch mal aufklären…

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 2

Wenn sich der Gatte einen stattlichen Topf voll mit Lieblingskartoffeln wünscht, man sich selbst aber eigentlich schon seit längerem auf eine köstliche Zwiebelsuppe freut – von der ich euch ja hier schon mal kurz vorgeschwärmt habe, dann muss ein Kompromiss her. In diesem Fall ein Suppenkompromiss. Tolles Wort, oder? :o)

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse 3

Zugegeben, die Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse ist ziemlich spontan und eher aus einer dezenten Not an mangelnden Zutaten entstanden. Ich hatte nämlich für beide Gerichte einfach viel zu wenig benötigte Zutaten im Haus und habe einfach das zur Hand genommen was unsere Vorratskammer noch so hergab. Aber unter uns gesagt, bin ich sogar froh darüber. Die Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse hat nämlich für uns das Potential einer unserer neuen Lieblingssuppen zu werden und wird auf alle Fälle noch ganz oft auf den Tisch kommen. Farblich gehört sie leider nicht zu den fotogensten Gerichten, aber geschmacklich kann sie sich mehr als nur zeigen lassen! Habt ihr auch Lust auf gschmackigstes Suppenglück bekommen? Dann schnell ran an den Topf und überzeugt euch selbst!

Kartoffel-Zwiebel-Suppe mit Bergkäse
Zutaten
  1. 4 große Zwiebel
  2. 400g Kartoffeln
  3. 1 confierte oder frische Knoblauchzehe
  4. 1 l kräftige Rinder- oder Ochsenschleppsuppe (für Vegetarier Gemüsesuppe)
  5. ÖL
  6. Eine Prise Thymian (getrocknet)
  7. Eine Prise Majoran (getrocknet)
  8. Eine Prise Muskatnuss gemahlen
  9. 1 Lorbeerblatt (getrocknet)
  10. 1 TL Kräuteressig oder Apfelessig
  11. Salz
  12. Pfeffer
  13. Würzigen Bergkäse (bei mir Appenzeller)
  14. Frisch gehackte Petersilie (zum garnieren)
Zubereitung
  1. Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und ca. 8 Minuten in Wasser einlegen, damit die Stärke austreten kann.
  2. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, mit einem Messer in feine Würfel schneiden und den Käse reiben
  3. Das Kartoffelwasser abgießen, die Kartoffeln abtrocknen und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.
  4. Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel hinzufügen und unter rühren so lange rösten bis sie eine goldbraune Farbe erreicht haben. Die Zwiebel sollten dabei aber auf keinen Fall verbrennen, da eure Suppe ansonsten bitter werden könnte.
  5. Die Kartoffelstücke und den confierten Knoblauch zu den Zwiebeln in den Topf geben, salzen und pfeffern und unter rühren ebenfalls einige Minuten mitrösten,
  6. Die Suppe angießen, die Kräuter, den Muskatnuss, das Lorbeerblatt und den Essig dazu geben und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 - 30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich gekocht sind.
  7. Die Suppe auf tiefe Teller verteilen, nach Geschmack mit Bergkäse und frisch gehackter Petersilie bestreuen und heiß genießen.
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Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Eierschwammerl Eierspeise – Rührei mit Pfifferlingen

03 Okt 2016

Puh.. da ist ja schon wieder ein ziemliches Zeiterl vergangen, seit meinem letzten Beitrag. Aber ihr kennt das ja bestimmt, manchmal kommt halt einfach alles anders als geplant und der Tag könnte 48 Stunden haben. In den meisten Fällen hat man dann auch nicht unbedingt große Lust darauf ein 5 Gänge Menü hinzulegen und ist froh, wenn man nicht allzu lange in der Küche stehen muss. Das heißt aber natürlich noch lange nicht, dass nicht trotzdem etwas extrem gschmackiges auf den Tisch kommen kann… 😉

Eierschwammerl Eierspeise - Rührei mit Pfifferlingen 1

Heute hab ich wieder mal ein extrem leckeres Gericht für euch, das so einfach in seiner Zubereitung ist, dass es dabei eigentlich nicht besonders viel zu beachten gibt. Ja, sogar mein kleiner Bruder schafft es mühelos die Eierschwammerl Eierspeise nach zu kochen – und das kommt so unter uns gesagt in der Regel eher selten vor :o) Macht aber gar nix! Schlussendlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und meistens sind es doch die ganz einfachen und simplen Rezepte, die Herz und Gaumen erwärmen.

Eierschwammerl Eierspeise - Rührei mit Pfifferlingen 2

Bei uns gabs früher jeden Herbstanfang ein ein großes Pfanderl Eierschwammerl Eierspeise. Ich verbinde dieses Gericht irgendwie bis heute mit einem geselligen Beisammensein mit Freunden und der Familie und erinnere mich gerne daran zurück. Die Pfanne wurde dann meistens einfach in der Mitte des Tisches platziert – jeder hat sich eine Gabel geschnappt und die Eierschwammerl-Eierspeise wurde gemeinsam schnabuliert. Hach, wenn nur doch nur alle Dinge so unkompliziert sein könnten…

Eierschwammerl Eierspeise - Rührei mit Pfifferlingen 3

Alles was ihr dazu benötigt sind ein paar wenige Zutaten, die ihr vielleicht sogar im Haus habt und natürlich Eierschwammerl bzw. Pfifferlinge, wie sie in Deutschland genannt werden. Ich muss an dieser Stelle ehrlich zugeben, dass ich meine Eierschwammerl nicht im Wald sondern auf dem Wochenmarkt gefunden habe. Ich bin nämlich wahrscheinlich die lausigste Pilzsammlerin, ever! Das letzte Mal als ich meinem Gaumenpoet ganz stolz meine Fundstücke präsentierte, waren (bis auf 3 – 4 Pilze) leider alle ungenießbar – dafür waren sie aber hübsch anzusehen und so ein Waldspaziergang kann ja auch nie schaden! :o) Achtet also bitte beim Schwammerl Suchen immer darauf, dass ihr die Pilze auch wirklich zuordnen könnt und lasst ansonsten lieber die Finger davon, wenn ihr euch nicht wirklich sicher seid! Aber jetzt genug geredet!

Raus mit der Pfanne und ran an die Schwammerl!

Eierschwammerl Eierspeise - Rührei mit Pfifferlingen
Zutaten
  1. 300 g Pfifferlinge
  2. 4 Bio Eier
  3. 1 Zwiebel
  4. 2 EL Butter
  5. 1 TL frisch gepresster Zitronensaft (nach Belieben)
  6. 2 EL Milch
  7. 2 EL Petersilie
  8. 2 EL Schnittlauch
  9. 1 Prise Salz
  10. 1 Prise Pfeffer
Zubereitung
  1. Die Pfifferlinge gründlich mit einer Pilzbürste abbürsten und Verschmutzungen mit dem Messer entfernen. Die Pilze sollten auf keinen Fall mit Wasser abgebraust werden - da sie sonst zu viel Wasser ziehen und ihr fein pfeffriger Geschmack verloren geht.
  2. Die Pfifferlinge in mundgerechte Stücke schneiden und die Zwiebel klein würfeln.
  3. Die Petersilie und den Schnittlauch kalt abbrausen, abtrocknen und ebenfalls fein hacken.
  4. Die Butter in einer weiten Pfanne zum schmelzen bringen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten.
  5. In der Zwischenzeit die Eier in ein geeignetes Gefäß aufschlagen und gründlich miteinander verquirlen.
  6. Die Milch und 1 EL Schnittlauch unter die Eiermasse rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Nun die Pfifferlinge zu den Zwiebeln in die Pfanne geben, die Petersilie darüber streuen und alles kurz bei hoher Temperatur anbraten, bis die Pilze schön goldbraun sind. (Nach Belieben mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinern.) Einige Pfifferlinge bei Seite legen zum garnieren.
  8. Die Eiermischung über die Pfifferlinge in der Pfanne geben und alles unter ständigem Rühren (bei mittlerer Hitze) etwas stocken lassen.
  9. Das fertige Rührei mit den bei Seite gelegten Pfifferlingen garnieren, den restlichen Schnittlauch darüber streuen und sofort heiß genießen.
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Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten.

Ofengerösteter Tomatensalat

06 Jul 2016

Da haben wir den Salat! Kalt, warm, kalt, warm… Da soll sich mal einer auskennen! Egal welche Launen das Wetter mal wieder spielt, heute gibt’s was herrlich farbenfrohes und wir zaubern uns einfach den Sommer auf den Teller.

Ofengerösteter Tomatensalat 1

Salat geht bei mir bekanntlich ja beinahe immer! Darum wird heute mal wieder die Beilage zur Hauptspeise befördert und ich hab euch einen wahnsinnig leckeren und gesunden Sattmacher mitgebracht, der in den Sommermonaten auf alle Fälle passt…

Ofengerösteter Tomatensalat 2

Zur Zeit ist das mit dem Wetter ja leider so eine Sache.. Ich bin mir ehrlich gesagt im Moment nie so sicher ob ich unseren riesigen Sonnenschirm, als Schattenspender oder doch lieber als Regenschirm nutzen soll und so geht’s mir gewissermaßen auch mit dem Essen.

Ofengerösteter Tomatensalat 3

Während mir im einen Moment ein eisgekühltes Stück Melone, oder ein knackiger Salat absolut ausreicht um meinen Hunger zu stillen – brauch ich bereits wenige Stunden danach etwas warmes für die Seele, weil es wieder mal in Strömen schüttet und grausig kalt draussen ist. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was mein Gemecker nun mit diesem leckeren Tomatensalat zu tun hat, oder?

Ofengerösteter Tomatensalat 4

Das tolle an diesem Tomatensalat ist, dass ihr ihn ganz nach euren Belieben kalt oder warm genießen könnt und so bei jeder Wetterlage auf keinen Fall auf einen sommerlichen Genuss verzichten müsst. Der Salat ist sozusagen ein saisonales Salat-Chamäleon :o) Es ist heiß draussen und der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite? Kein Problem! Dann könnt ihr den Tomatensalat auch ganz einfach kalt genießen und ihn bei Bedarf auch noch zusätzlich mit ein wenig Feta aufpeppen! Ich rate euch allerdings dazu den Tomatensalat unbedingt in der ofengerösteten Variante zu probieren!

Ofengerösteter Tomatensalat 5

Durch die schnell angerührte Marinade entwickelt er nämlich im Ofen ein gigantisches Aroma. Mit knackigen frischen Kräutern und ein paar gerösteten Brotscheiben vom Vortag – die ich einfach über den fertigen Salat gestreut habe, wird dieses einfache Gerichte zu einem absoluten Festessen für die ganze Familie. Ratzfatz gemacht und zudem auch noch eine unkomplizierte und beliebte Beilage zum grillen! So einfach und so lecker!

Ofengerösteter Tomatensalat 6

Ofengerösteter Tomatensalat
Zutaten
  1. 800 g Bunte Tomaten
  2. 3 EL Olivenöl
  3. 2 EL Weißer Balsamico
  4. 1 EL Honig
  5. 1 EL Zitronensaft
  6. 1 Prise Salz
  7. 1 Prise Pfeffer
  8. 2 TL Petersilie
  9. 2 TL Schnittlauch
  10. 8 Basilikumblätter
  11. 1 Knoblauchzehe (nach Belieben)
  12. Brotscheiben (nach Belieben)
  13. Olivenöl zum bepinseln
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180 c° Umluft vorheizen und die Tomaten gründlich waschen.
  2. Die gewaschenen Tomaten abtrocknen und mit dem Messer vierteln.
  3. Die Kräuter gründlich waschen, trocken schütteln und mit dem Messer grob zerhacken. Die Knoblauchzehe abziehen und ebenfalls in grobe Stücke hacken.
  4. Die Tomatenstücke in eine ausreichend große ofenfeste Form geben, die restlichen Zutaten (bis auf die Brotscheiben) darüber geben und mit den Händen alles gut untereinander vermengen.
  5. Die marinierten Tomaten bei mittlerer Schiene ca. 20 Minuten in den Ofen geben.
  6. Nach 10 Minuten die vorbereiteten Brotscheiben mit ein wenig Olivenöl bepinseln, eine Prise Meersalz darüber streuen und ebenfalls in den Ofen geben. Ihr könnt sie dazu extra auf ein Backblech legen oder einfach neben der Auflaufform auf dem Rost platzieren.
  7. Nach Ende der Röstzeit die Tomaten und die Brotscheiben aus dem Ofen holen und die Basilikumblätter über den Salat geben.
  8. Die Brotscheiben kurz etwas auskühlen lassen und nach Belieben über den ofengerösteten Tomatensalat streuen.
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Mahlzeit!