Natürlich konservierter Rhabarber

15 Jun 2017

Mensch, dass bei mir manchmal auch alles auf den letzten Drücker passieren muss. Ich weiß, die Rhabarber Saison ist leider schon fast zu Ende und ich bin mal wieder reichlich spät dran, aber das Rezept für natürlich konservierten Rhabarber möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten. So ein kleiner Rhabarber Vorrat kann ja schlussendlich nicht schaden, nicht wahr?

Natürlich konservierter Rhabarber 1

Ich bin mir sicher der eine oder andere von euch hat Rhabarber vielleicht schon mal in Form von Kompott, Marmelade oder Sirup haltbar gemacht. Aber habt ihr ihn auch schon mal natürlich konservierten Rhabarber gemacht, ohne weitere Zutaten und ohne Einkochvorgang?

Als ich meine Schwiegermutter vor etwa 6 Jahren für ihr sensationelles Rhabarberkompott lobte, konnte ich einfach nicht glauben was sie mir da erzählte. Das was ich noch wenige Stunden zuvor wie ein ausgehungerter Löwe genüsslich aus dem Glas löffelte war in Wirklichkeit ihr natürlich konservierter Rhabarber. Sie erzählte mir davon dass das Rezept von ihrer Urgroßmutter sei und sie die Rhabarberstangen lediglich in saubere Gläser eng aneinander schichten und mit kaltem Leitungswasser bis zum Gläserrand auffüllen würde. Gut verschlossen und kühl gelagert seien die Gläser dann mindestens 2 Jahre haltbar.

Natürlich konservierter Rhabarber 2

Ich hab ihr natürlich kein Wort davon geglaubt. Haltbarmachung ohne einkochen und jegliche Zutaten. Wie soll das denn bitte gehen? Auch wenn ihr mir vermutlich erst mal nicht glaubt – Es funktioniert tatsächlich! Mir hat der angeblich natürlich konservierte Rhabarber natürlich keine Ruhe gelassen und mein Interesse geweckt. Also hab ich es bereits vor Jahren darauf ankommen lassen und vorsichtshalber nur zwei kleine Gläser zu Testzwecken angesetzt. Und wisst ihr was? Ich habe es so bereut! Der natürlich konservierte Rhabarber war nämlich nach einem Jahr nicht nur einwandfrei – er war so dermaßen köstlich, dass die zwei kleinen Gläschen schlichtweg viel zu wenig waren.

Natürlich konservierter Rhabarber 3

Zugegeben, anfangs liest sich das Ganze wie ein schlechter Schertz. In Wirklichkeit ist es jedoch eines der ältesten Verfahren um Rhabarber haltbar zu machen. Durch seinen sehr hohen Oxalsäure Gehalt fermentiert der Rhabarber im eigenen Saft und bleibt dadurch unfassbar aromatisch. Er verändert zwar im Laufe der Zeit seine Farbe und wird wesentlich weicher, aber es ist mir in den letzten 5 Jahren tatsächlich noch nie ein Glas davon schlecht geworden. Und weil ich für euch nochmal ganz auf Nummer sicher gehen wollte, habe ich sogar extra ein Glas vom natürlich konservierten Rhabarber aus der Saison 2015 aufbehalten.

Natürlich konservierter Rhabarber 4

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass mir das echt nicht leicht gefallen ist! 😀 Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, sind die natürlich konservierten Rhabarberstücke deutlich dunkler geworden und waren von ihrer Konsistenz her sehr musig. Mir persönlich war es zwar zu weich, weil ich es lieber knackiger mag – aber geschmacklich waren die natürlich konservierten Rhabarber Stücke einwandfrei. Ihr glaubt mir noch immer nicht? Dann probiert es doch einfach aus und lasst euch überraschen! Aber wehe hier wird dann im Nachhinein gejammert, weil ihr euch zu wenig Gläser angesetzt habt! :o)

Natürlich konservierter Rhabarber
Zutaten
  1. Rhabarberstangen
  2. Leitungswasser
  3. Sterilisierte Gläser
Zubereitung
  1. Die Rhabarberstangen sehr gründlich abwaschen, schälen und mit dem Messer in Stücke schneiden.
  2. Die Rhabarberstücke sehr eng aneinander in zuvor sterilisierte Gläser schichten und mit einem Holzkochlöffel zusätzlich noch etwas festdrücken.
  3. Nun die Gläser mit kaltem Leitungswasser auffüllen und dabei darauf achten, dass alle Rhabarberstücke mit Wasser bedeckt sind. Zur Hilfe kann ein größeres bzw. längeres Rhabarberstück unter den Gläserrand gedrückt werden.
  4. Die Gläser sehr fest verschließen und an einem kühlen und dunklen Ort mindestens 6 Wochen durchziehen lassen.
  5. Der natürlich konservierte Rhabarber kann nach dieser Zeit weiterverwertet werden.
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Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Erdbeer-Rhabarber-Sauce

03 Mai 2016

Hallo ihr Lieben!

Wenn ihr Lust auf ein erfrischendes Blitzdessert habt und es ebenfalls kaum erwarten könnt bis die diesjährige Erdbeer-Saison endlich startet, hab ich heute vielleicht genau das Richtige für euch! Zackig gemacht und so lecker!

Erdbeer-Rhabarber-Sauce 1

Die Erdbeersaison steht bereits in den Startlöchern und wir müssen zum Glück nicht mehr allzu lange auf die köstlichen Früchtchen warten. Bevor ich aber endlich über meine garteneigenen Erdbeeren herfallen kann, wurde es für mich an der Zeit mal wieder ein bisschen Platz im Tiefkühler zu schaffen. Schließlich wollen die angehamsterten Vorräte vom letzten Jahr auch mal aufgebraucht werden. :o) Ich muss ja zugeben, wenn es um garteneigenes Obst geht, bin ich wie ein Messi – in meinem Fall ein Obstmessi. Ich versuche immer so viel wie möglich zu konservieren und in irgendeiner Art und Weise haltbar zu machen, damit ich so lange wie möglich was davon habe. Jedes Jahr wandern dabei natürlich auch jede Mengen an Obst in den Tiefkühler und jedes Jahr spar ich mir diese Säckchen so lange auf, bis die neue Saison schon in den Startlöchern steht und mein Tiefkühlfach förmlich aus allen nähten platzt. Darum hab ich kurzerhand, spontan diese leckere Erdbeer-Rhabarber-Sauce gezaubert.Erdbeer-Rhabarber-Sauce 2

Ich rühre mir die Sauce immer gerne über mein selbstgemachtes Joghurt, oder serviere sie auch mal zu frischen Waffeln – die ich euch diese Woche noch zeigen werde. Ihr könnt sie aber natürlich auch einfach so löffeln, oder mit einem leckeren Pudding kombinieren.  Falls ihr also noch ein paar Erdbeeren oder vielleicht auch andere Beeren im Tiefkühlfach habt und auf der Suche nach einem leckeren Blitzdessert seid, dann probiert es doch einfach aus. Muttertag steht ja bekanntlich auch schon vor der Tür.. 😉 

Erdbeer-Rhabarber-Sauce
Zutaten
  1. 350g Erdbeeren (tiefgefroren)
  2. 100g Rhabarber
  3. 1 Spritzer Zitronensaft
  4. 150g Zucker
  5. 1 TL Sofortgelatine (bei Bedarf)
Zubereitung
  1. Den Rhabarber waschen, schälen, und in kleine Stücke schneiden.
  2. Die Rhabarberstücke in einen Topf geben, mit 50g Zucker bedecken und kurz ziehen lassen.
  3. Alles so lange aufkochen, bis der Rhabarber weich ist.
  4. Rhabarber bei Seite stellen und etwas auskühlen lassen.
  5. In der Zwischenzeit die Erdbeeren in eine weite Schüssel geben, mit dem restlichen Zucker bedecken und einen kleinen Spritzer Zitronensaft dazugeben.
  6. Alles ca. 10 Minuten ziehen lassen.
  7. Nun die Erdbeeren mit einem Stabmixer pürieren, die Sofortgelatine dazugeben und ebenfalls kurz unter die Erdbeeren mixen. (Wenn ihr eure Sauce lieber dünnflüssig wollt, könnt ihr die Gelatine auch weggelassen.)
  8. Die Rhabarberstücke unter die Erdbeermasse rühren, in Gläser geben und nochmal kurz kalt stellen.
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 Lasst es euch schmecken!

Rhabarber – Fruchtleder

26 Apr 2016

Ich hoffe ihr habt noch nicht genug von Rhabarber! Denn Drei mal dürft ihr raten, was ich heute für euch vorbereitet habe! Richtig, Rhabarber! :o) Dafür gibt’s aber eine mordsleckere Nascherei…

Rhabarber - Fruchtleder 1

Gummizeugs! Ich liebe Gummizeugs! Ganz egal ob Gummibärchen, Schlangen oder saure Cola Fläschchen. Wenn ich erst mal ein Säckchen geöffnet hab, gibt es irgendwie kein Halten mehr für mich. Da bin ich, wie ein Fass ohne Boden und ich kann einfach nicht aufhören mich damit vollzustopfen. Man könnte jetzt natürlich auf diese kleinen Tütchen – die an den Supermarktkassen immer rumliegen, ausweichen oder sich im schlimmsten Fall gleich gar keine kaufen und darauf verzichten. Man kann sich aber auch ganz einfach selbst zu Hause eine Ladung voll Fruchtleder zaubern.

Rhabarber - Fruchtleder 2

Letztes Mal hab ich euch ja bereits meine verbesserte Version des Rhabarbersirups gezeigt und im Beitrag darauf hingewiesen, dass ihr die gefilterten Rhabarberreste auch als Mus verwenden könnt . Heute zeig ich euch, was sich daraus noch machen lässt! Ziemlich gefinkelt, was? :o)

Rhabarber - Fruchtleder 3

Ich hab mein Mus bis jetzt immer ganz gerne zu Joghurt gegessen, oder mir aufs Brot geschmiert. Aber immer nur aufs Brot schmieren wird mit der Zeit auch langweilig, oder? Also hab ich es kurzerhand auf ein Backblech gestrichen und so lange im Ofen getrocknet bis es eine gummiartige Konsistenz angenommen hat. Man kann das fertig getrocknete Rhabarbermus dann ganz einfach mit einem Messer in gleich große Bänder schneiden. Ich hab es jedoch in diesem Fall mit Kokosflocken und gehackten Pistazien gefüllt und zu einer Rolle geformt, von der man sich immer wieder ein Stückchen abschneiden kann. Ein gesundes Lokum, sozusagen! ☺

Rhabarber - Fruchtleder 4

Ihr könnt euer Rhabarber-Fruchtleder aber natürlich auch gleich essen, es zusätzlich noch in Zucker wälzen – falls ihr es lieber süßer mögt, oder auch mit anderen Nüssen und Samen befüllen. Falls ihr noch keinen Sirup gekocht habt, könnt ihr euch natürlich auch einfach ein Rhabarberkompott kochen und die gut ausgedrückten Kompottstücke auf ein Backblech streichen. Für euer Kompott könnt ihr euch das Sirup-Rezept als Vorlage nehmen – ihr müsst dabei allerdings auf die Wasserzugabe verzichten und die Zuckermenge auf euren Geschmack verringern. Ich rate euch jedoch zu meiner Variante – den so habt ihr gleichzeitig tolle Geschenke aus der Küche und sprichwörtlich zwei köstliche Leckereien auf einem Streich 😉

Rhabarber - Fruchtleder
Zutaten
  1. Rhabarbermus
  2. Kokosflocken
  3. Pistazien
  4. 1 Backblech
  5. 1 Bogen Backpapier
Zubereitung
  1. Das Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf ca. 75c° (Umluft) vorheizen.
  2. Das Rhabarbermus mit einer Teigkarte (Löffel) gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. Achtet darauf, dass das Mus nicht zu dick aufgetragen wird – da sich ansonsten der Trocknungsvorgang verlängert.
  3. Das gleichmäßig aufgetragene Mus, bei mittlerer Schiene, in den Ofen geben und ca. 5-6 Stunden trocknen lassen. Je nach Ofen kann sich der Trocknungsvorgang auch verkürzen oder verlängern. Klemmt dabei am besten einen Holzkochlöffel in die Ofentür, da so die Feuchtigkeit besser aus dem Ofen entweichen kann und euer Rhabarber-Fruchtleder schneller trocknet.
  4. Nach Ende der Trocknungszeit, das Rhabarber-Fruchtleder aus dem Ofen holen. Es sollte sich nun leicht klebrig anfühlen und eine bräunliche Farbe angenommen haben.
  5. Das Backblech über Nacht offen (nicht abgedeckt) stehen lassen, damit das Mus noch zusätzlich nachtrocknen kann.
  6. Das fertig getrocknete Mus mit Hilfe eines zweiten Backbogens umdrehen - das Backpapier vorsichtig abziehen und das Fruchtleder wieder mit der rauen Seite nach oben in seine ursprüngliche Position auf das Backpapier legen.
  7. Nun die Kokosflocken, sowie die Pistazienkerne, bis einen Zentimeter unter den oberen Rand, über das Rhabarber-Fruchtleder streuen - mit Hilfe des Backpapiers zu einer strammen Rolle formen, festdrücken und diese einige Stunden ruhen lassen, damit sie besser zusammen hält.
  8. Die Rolle in den restlichen Kokosflocken und Pistazienkernen wälzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
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Viel Spaß beim naschen und verschenken!