Rhabarbersirup 2.0 – Rhabarber-Hibiskustee-Sirup

21 Apr 2016

Pssst.. Soll ich euch was verraten? Ich hänge zur Zeit ganz schön an der Flasche und hab rund um die Uhr Lust auf was Flüssiges. Das Ganze entwickelt sich so langsam, aber sicher zu einem regelrechten Suchtproblem und ich kann einfach nicht genug davon bekommen! Nein, nicht was ihr schon wieder denkt…. Aber schnappt euch am besten gleich mal ein Gläschen und überzeugt euch selbst! :o)

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 1

Rhabarber! Hach, ich kann gar nicht genug bekommen von den säuerlichen Stangen. Ganz egal, ob im Schokokuchen oder gar in Kombination mit Schweinefilet und Spargel. Ich liebe Rhabarber und würde ihn zur Zeit am liebsten jeden Tag essen. Da das aber natürlich schlecht geht, hab ich ein wenig für Abhilfe gesorgt. Man soll ja schließlich jeden Tag genügend trinken! 😉

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 2

Ich hab euch ja bereits im letzten Jahr mein Rezept für leckeren Rhabarbersirup verraten und euch von meiner Rhabarbersucht erzählt. In diesem Jahr, wollte ich meinem Sirup mal eine dezente neue Note verpassen und ihn vor allem noch farblich ein wenig verbessern. Klar, man könnte jetzt natürlich einfach ein paar Erdbeeren, in den Topf werfen und gut ist – aber, dann schmeckt der Sirup eben auch nach Erdbeeren. Wobei die um diese Jahreszeit eigentlich eh nach gar nix schmecken und mir zudem auch (noch) nicht in den Topf kommen. :o) Also, hab ich kurzerhand spontan zwei Beutel Hibiskus-Tee und ein Schlückchen Granatapfelsirup dazugegeben. Der Sirup wird in der Türkei eigentlich zum kochen oder als Salatsauce verwendet und ist mittlerweile auch in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 3

Ich weiß, Eigenlob stinkt! – aber in diesem Fall, muss ich mir wirklich ein kleines bisschen selbst auf die Schulter klopfen. Der Rhabarbersirup ist nämlich mit Abstand der leckerste, denn ich je gemacht hab und natürlich auch ein ganz tolles Geschenk aus der Küche. Die Zugabe des Granatapfelsirups und der Teebeutel verleihen dem Rhabarber nämlich zusätzlich eine herrlich frische Note, ohne den feinen Rhabarbergeschmack zu verfälschen und der Sirup bekommt eine mordstolle Farbe. Neugierig geworden? Dann probiert es doch auch einfach aus und gönnt euch ein Gläschen von diesem erfrischenden Rhabarber-Eistee!

Rhabarbersirup 2.0 - Rhabarber-Hibiskustee-Sirup 4

Prost!

Rhabarbersirup 2.0
Zutaten
  1. 1,5kg Rhabarber
  2. 1kg Zucker
  3. 500ml Wasser
  4. Saft von 1,5 Zitronen
  5. Abrieb einer halben Zitrone
  6. 1 EL Granatapfelsirup
  7. 2 Beutel Hibiskustee (Bei Bedarf auch mehr)
  8. (Die Menge reicht für 1,5-2L Sirup)
Zubereitung
  1. Die Rhabarberstiele gründlich waschen, die Enden abschneiden und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Die Rhabarberstücke zusammen mit dem Zucker, sowie dem Zitronenabrieb in einem grossen Topf vermischen.
  3. Nun die die Teebeutel ebenfalls in den Topf, unter die Rhabarberstücke legen (Topfboden) und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Am nächsten Tag das Wasser und den Zitronensaft dazugeben, alles zusammen aufkochen und ca. 10 Minuten lang heiss weiter köcheln lassen.
  5. Die Teebeutel vorsichtig aus dem Topf entfernen und den Granatapfelsirup dazugeben.
  6. Den Sirup weitere 30 Minuten köcheln lassen und eventuell anfallenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen.
  7. Nun könnt ihr alles durch ein feinmaschiges Sieb in einen zweiten Topf abgießen und das zurückbleibende Mus mit Hilfe eines Löffels gut ausdrücken.
  8. Den aufgefangen Sirup zurück in den Topf geben und nochmal kurz sprudelnd aufkochen.
  9. Den Rhabarbersirup in zuvor sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und auskühlen lassen!
  10. TIPP: Das zurückbleibende Mus kann wie Kompott verwendet werden und sollte sich im Kühlschrank einige Tage halten.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Schokokuchen mit Rhabarber

26 Mai 2015

Kuchen gibts bei mir nur „für liabe Leut“ und da ichs ja mit dem Backen überhaupt nicht hab, kommen süsse Törtchen und Schnittchen auch nur ganz selten in den Ofen auf den Tisch. Gibts also allerhöchstens einmal mehr als Weihnachten bei uns zu Hause 😉 Ich weiß auch nicht wieso das so ist!? Ich könnte stundenlang klitze kleine Fingerfood Häppchen dekorieren, aber wenns um die Gestaltung von Süßkram geht fehlt mir schon bei der Herstellung jegliche Geduld… und irgendwie finde ich auch, dass man das sehen kann. Das Backen überlass ich also im Normalfall lieber denen die das gerne machen und auch können… Ausser eben zu besonderen Anlässen, oder für besondere Menschen. Ich möchte mich nämlich auf diesem Weg bei euch bedanken!!! In der kurzen Zeit des bloggens durfte ich bereits wundervolle Erfahrungen sammeln… Ich durfte ganz tolle Menschen kennen lernen, erfahren wie hilfsbereit andere Blogger gegenüber so blutigen Anfängern wie mir sind, hatte Momente in denen ich am liebsten aus der Haut gefahren wäre.. und ganz viele in denen mein Herz durch euch erwärmt wurde! Ich freu mich über jeden einzelnen Kommentar von euch, über eure zugesandten Bilder der nachgekochten Rezepte, jeden Follower auf Facebook und jedes Like. Ihr seid einfach GROSSARTIG und darum hab ich heute NUR für euch einen idiotensicheren Schokokuchen, der zugegeben keinen Schönheitspreis gewinnen könnte, aber dank der Zugabe von Essig unfassbar fluffig wird und mit Janinas Tipp (Creme fraiche zum Teig zu geben) auch wirklich saftig ist.

Schokokuchen mit Rhabarber

Zutaten:
6 Eier
2 Tassen Zucker
2 Tassen Mehl
1 Tasse Öl
1 Tasse Soda
1 Packung Backpulver
1 Tasse Kakaopulver (ohne Zucker)
1 Packung Kokosflocken oder Nüsse
1 EL Essig (bei mir Apfelessig)
2 EL Creme fraiche
Obst nach Wahl (bei mir Rhabarber)
Zitronenabrieb (bei Bedarf)

Zubereitung:
Das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine grosse Schüssel sieben. Die Eier, das Öl sowie das Soda dazu geben und alles gut durchmixen. Bis auf das Obst alle restlichen Zutaten unter den Teig rühren. Teig kurz rasten lassen und in der Zwischenzeit die Backform mit Butter oder Öl einfetten. Nun könnt ihr das Obst unter den Teig heben und euren Kuchen bei 190c° Umluft für ca. 30 Minuten in den Ofen geben.

Ps. Die Masse reicht für 1 Backblech oder 2 kleine Springformen 😉

Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber

05 Mai 2015

„A Schweinderl von da Stongan!? Na, des kommt mir net ins Haus und schon gor net in den Topf!!“, würde meine geliebte Oma jetzt wohl sagen… und ich muss mich ihr da anschließen. Was war sie nur für eine kluge Frau. Sie verstand es aus ganz wenigen Mitteln immer wieder das beste Festessen auf den Tisch zu zaubern und schaffte es trotz ihrer sehr, sehr kleinen Rente dass immer alle mehr als nur genug hatten. Nichts wurde weggeworfen, aus alten Resten wurden neue Köstlichkeiten, aus Fleischknochen die besten Suppen, Apfelschalen wurden zu Tee getrocknet und Würste wurden wie von Zauberhand mal schnell vor dem Mittagessen gefüllt. Ich frag mich bis heute wie sie das alles geschafft hat und würde sie noch so gerne so vieles Fragen, wozu ich früher einfach zu blöd und zu jung war… Früher hat es mich nämlich nicht interessiert wie gewisse Speisen zubereitet werden oder woher sie stammen. Wenn überhaupt, dann hab ich höchstens mal nachgefragt was es zu Mittag gibt. Als Tochter einer Vegetarierin hatte ich natürlich noch zusätzlich Glück immer mit frischen und gesunden Speisen versorgt zu werden, auch wenn ich das als Kind nicht wirklich für besonders schätzenswert befunden habe. Während nämlich so manch andere Schulfreundin von Pommes und Schnitzel erzählte, gabs bei mir zu Hause eigentlich meist nur am Wochenende Fleisch. Nachhaltigkeit war bei uns zu Hause nie ein grosses Thema – weil sie nämlich selbstverständlich war. 

 Rettet den Sonntagsbraten - BannerMeinen heutigen Beitrag möchte ich der grandiosen  Steph beisteuern die in ihrem liebevollen kleinen  Kuriositätenladen das Dauer-Blogevent „Rettet den Sonntagsbraten“ ins Leben gerufen hat. Der Begriff  Sonntagsbraten steht bei diesem Event stellvertretend für alle fleisch- oder fischhaltigen Rezepte, die bei uns Bloggern Sonntags auf dem Teller landen. Neben einer Ansammlung der verschiedenen Rezepte geht es Steph dabei in erster Linie darum den gezielten Konsum von Fleisch und Fisch zu thematisieren und möchte darin noch zusätzlich auf Herkunft und gesunde Qualität verweisen. Für mich war bei so einer tollen Idee natürlich schnell klar: Das muss ich unterstützen und deshalb möchte ich euch heute meine neueste kleine Eigenkreation zeigen….

Wie ihr oben ja bereits gelesen habt, gab es bei mir zu Hause früher unter der Woche so gut wie kein Fleisch. Das hatte zum einen den Grund dass der tägliche Konsum von Schnitzerl&co schon aus kostentechnischen Gründen für meine alleinerziehende Mama nicht tragbar war und hatte zum anderen den günstigen Nebeneffekt dass meine Mutter die seit meinem 5 Lebensjahr kein Fleisch mehr ist, mitessen konnte. Auch wenn ich mir leider aus Desinteresse nicht besonders viel von meiner Oma abgeschaut habe, so halte ich mich heute doch ganz an ihre Art zu kochen und habe mir eine ihrer Weisheiten verinnerlicht.

„Schau dassd a rechte Qualität host beim Fleisch! Sonst is des olles für nix, Dirndl!“ 

Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber 1

Aufgrund dezenter Platznot im Gefrierschrank habe ich seit langem wieder mal Fleisch bei unserem Bauern in unserer Nachbarschaft geholt. Da die Nachfrage nach Edelstücken wie Filet usw. sehr gross ist ,verkauft dieser die Fleischstücke nämlich nur dann wenn auch unbeliebtere Stücke mitgenommen werden. Ich mag diese überlegte Regel des Bauern sehr – denn dadurch durften wir schon einige Male erfahren wie köstlich und manchmal sogar geschmacksintensiver auch weniger bekannte Fleischabschnitte sein können. Wir verbinden unseren Bio-Einkauf dann meistens mit einem herrlichen Spaziergang um einen nahgelegenen See und machen zur Belohnung dann ein kleines Päuschen bei dem besagten Bauernhof. Ich liebe diesen kleinen Ausflug mit unserer Goldendoodle Hündin Rosa und freue mich schon immer in der Mitte des Weges auf den kleinen „Hofladen“ – der eigentlich kein typischer Hofladen ist, da er nur aus einem überdachten Stallabschnitt, den je nach Saison variierenden Köstlichkeiten des Hofes und einer schlichten kleinen Kassa (mit der Aufschrift „das ist es mir Wert“) besteht. Während mein Mann letzten Samstag das vorbestellte Fleisch zusammen mit dem Bauern holte,  machten ich und Rosa noch ne kleine Shoppingtour durch den Hofladen und gönnten uns das halbe „Sortiment“.. 😉 Neben frischen Eiern, Milch und Käse wanderten dieses mal herrlich frische Rhabarber und Spargel Stangen in meinen Korb und heraus kam dabei diese extrem leckere kleine frühlingshafte Eigenkreation, die ihr unbedingt auch mal probieren müsst!!!!

Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber 2

Für diese leckere „Schweinerei“ habe ich mal was ganz Neues ausprobieren und ich muss mir dieses mal wirklich selber auf die Schulter klopfen… Die Kombination aus dem auf weißen Spargel gegarten Schweinefleisch mit Rhabarberstangen schmeckte echt extrem genial… Um den Geschmack eine interessantere Note zu verleihen hab ich meinem kleinen Experiment noch etwas Honig, Portwein, Knoblauch und Zwiebel hinzugefügt. Für den gewissen Biss habe ich die Rhabarber sowie die grünen Spargel Stangen erst zum Schluss hinzugefügt – so blieb beides sehr knackig in ihrer Konsistenz… Jetzt aber genug herum geschwärmt…. Hier kommt das Rezept: 😀

Zutaten:
(für ca. 4 Personen)
500g Schweinefilet (Bio)
5 Knoblauchzehen (2 davon halbiert)
2 rote Zwiebel (in Achtel geschnitten)
8 weiße dicke Spargelstangen (küchenfertig)
8 grüne dünne Spargelstangen (küchenfertig)
8 Rhabarberstiele (gewaschen mit Schale)
1 Bio Zitrone (in Scheiben geschnitten)
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Zweig Rosmarin (Nadeln geschnitten)
2 Zweige Thymianblätter
1 EL getrockneter Liebstöckel
1 EL Majoran
1-2 EL mildes Paprikapulver
Salz
Pfeffer
2-3 EL Sauerrahm
3-4 EL Rotwein (Portwein)
2-3 EL Honig
500ml Gemüsesuppe
Öl

Zubereitung:
Zuerst die Gemüsesuppe aufkochen – das Schweinefilet kalt abbrausen mit einem Küchenpapier trocken tupfen und mit dem Paprikapulver, Salz und Pfeffer von allen Seiten gut einreiben. Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Filet darin langsam bei mittlerer Hitze rundum anbraten. Fleisch auf einem Teller bei Seite legen. Nun die Zwiebel und den Knoblauch in den selben Bräter geben und ebenfalls kurz anbraten. Mit dem Wein ablöschen und der Suppe aufgießen. Alles kurz stark aufkochen, sodass die Flüssigkeit etwas reduziert wird und den Ofen auf 200c° Umluft aufheizen. Nun könnt ihr den Sauerrahm sowie den Honig unterrühren – die weißen Spargelstangen nebeneinander in den Sud legen und die Kräuter dazu geben. Achtet bitte darauf dass die Spargel leicht mit dem Sud bedeckt sind! Alles ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Jetzt könnt ihr euer Schweinefilet auf die Spargel legen, die Zitronenscheiben neben dem Fleisch verteilen und den Bräter für ca. 15 Minuten auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen geben. Nach Ende der Garzeit die ungeschälten Rhabarberstücke und den grünen Spargel zum Fleisch in den Bräter legen – mit dem Sud ein wenig benetzen  und nochmal für ca. 5-7 Minuten in den Ofen zurück geben. Bräter in die Mitte des Tisches stellen und das Sonntagsessen im Kreise eurer Liebsten geniessen!