Spargel-Flammkuchen

11 Mai 2017

Spargelfans aufgepasst! Heute wird es knusprig, cremig, würzig und erfrischend knackig zugleich! Ihr glaubt mir nicht? Na dann will ich euch mal überzeugen und euch ganz schnell meinen wahnsinnig leckeren Spargel-Flammkuchen zeigen, den ich kürzlich zusammen mit meinem Gaumenpoet um die Wette geknuspert habe.

Spargel-Flammkuchen 1

Kennt ihr das, wenn man sich auf etwas ganz besonders freut und einem die Zeit bis man sein Objekt der Begierde dann endlich haben kann, gefühlte 100 Jahre vorkommt? So ergeht es mir unter anderem jedes Jahr mit Spargel. Hier bei uns brauchen die knackigen Stangen leider ohnehin schon immer ein wenig länger, bis sie sich blicken lassen und das Schietwetter in letzter Zeit hat leider auch nicht unbedingt dazu beigetragen schneller in den Genuss der knackigen Köstlichkeiten zu kommen – aber wenn es erst mal an der Zeit ist, freut man sich dafür halt umso mehr, wenn man nach einer viel zu langen Spargel-Durststrecke in den Genuss der ersten regionalen Spargel kommen darf.

Spargel-Flammkuchen 2

Ich habe euch ja bereits in den letzten zwei Jahren mit meinem Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse, dem Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber, oder der schnell gemachten Frühlingspizza mit Spargel und Blätterteig ein paar sehr schnabulöse Varianten Spargel auf den Tisch zu bringen ans Herz gelegt und euch bei meinem Spargel-Quinotto davon erzählt, wie ein paar knackige Italiener zu meinem Verhängnis wurden. Aber mal ehrlich, manchmal ist es auch ganz schön schwer den im Supermarkt angebotenen Spargeln aus irgendwo zu widerstehen, oder? Aber wer geduldig ist und warten kann, der wird dafür belohnt und kann sich dann durch die leckersten Spargelgerichte schnabulieren, wie in diesem Fall mit einem sehr gschmackigen Spargel-Flammkuchen.

Spargel-Flammkuchen 3

Hauchdünner Knusperteig, cremigster Belag, würzige Speckwürfelchen, erfrischender Zitronenabrieb und obendrauf noch kanckiger Spargel? Ja, das passt tatsächlich alles auf einen Spargel-Flammkuchen! Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte man den Spargel-Flammkuchen ja noch ruhig mit ein paar Spargelchen mehr belegen können, aber da sich meine bessere Hälfte ganze drei Tage in Folge mit Spargel Gerichten zufrieden geben musste, wollte ich es mal nicht übertreiben…. Ihr wisst schon, der liebe Haussegen und so. 😉 Falls ihr aber genau so große Spargeltiger wie ich seid, dann könnt ihr die angegebene Menge natürlich noch ein wenig erhöhen und zusätzlich ein paar Spargelstangen mehr auf euren Spargel-Flammkuchen geben.

Meinen Flammkuchenteig mache ich übrigens immer ohne Hefe und er ist im Prinzip meinem Strudelteig sehr ähnlich. Der Teig ist zum einen ein kleines bisschen schneller verarbeitet, und schmeckt uns zum anderen einfach besser, da er wahnsinnig knusprig wird und sich ohne große Mühe hauchdünn ausrollen lässt. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Teig sogar schon einen Tag vorher zubereiten, ihn gut in Folie wickeln und bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank lagern, oder portionsweise einfrieren. Und falls es mal besonders schnell gehen soll, dann könnt ihr euren Flammkuchenteig sogar schon einen Tag vorher hauchdünn ausrollen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Ihr müsst ihn dann nur noch auf Zimmertemperatur bringen, ihn ratzfatz belegen und gleich in den Ofen schieben. Genial, oder? Wichtig dabei ist natürlich, dass ihr euren Flammkuchenteig wirklich gründlich in Küchenfolie einpackt, da er ansonsten ziemlich sicher austrocknet und die ganze Vorbereitung um sonst gewesen wäre. Nachdem ich mir jetzt wieder mal selbst den Mund wässrig geredet habe, überlasse ich euch jetzt einfach mein Spargel-Flammkuchen Rezept, in dem ich euch noch einen einfachen Trick verrate, wie euer Spargel-Flammkuchen besonders knusprig wird.  Lasst es euch schmecken! 

Spargel-Flammkuchen
Zutaten
Für den Flammkuchenteig ohne Hefe
  1. 250 g Mehl
  2. 2 EL Pflanzenöl
  3. 125 ml Wasser
  4. 1/2 TL Salz
Für den Belag
  1. 100 g geräucherte Speckwürfel (in Österreich Selchspeck)
  2. 100 g Sauerrahm
  3. 100g Creme Fraiche
  4. Pfeffer (bei mir rote Pfefferbeeren)
  5. 3 rote Frühlingszwiebeln
  6. 400 g dünne grüne Spargel
  7. Zitronen Abrieb
  8. Zitronenöl nach Belieben (siehe Rezepte Archiv)
Zubereitung
  1. Für den Teig, alle Zutaten in eine ausreichend große Rühschüssel geben und mit den Händen (Knethacken) zu einem glatten geschmeidigen Teig verarbeiten. Den fertigen Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt mindestens 15 Minuten bei Seite stellen. (Je länger der Teig ruhen darf, desto besser lässt er sich dann weiterverarbeiten)
  2. In der Zwischenzeit die Lauchzwiebel und die Spargel gründlich waschen und abtrocknen. Die Spargelenden großzügig abschneiden und nach Belieben zusätzlich ein wenig schälen. Die Spargel und Frühlingszwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Den Sauerrahm und die Creme Fraiche miteinander verrühren und nach Belieben noch zusätzlich pfeffern. Salz kann an dieser Stelle weggelassen werden, da der Speck schon salzig genug ist.
  4. Den Ofen mit dem Backblech auf unterster Schiene auf 240 c° Umluft vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Wenn ihr wollt, könnt ihr euren Teig zuvor auch halbieren bzw. vierteln und daraus mehrere Flammkuchen machen. Dazu die geteilten Teigstücke rund wirken und bis zur Weiterverarbeitung abgedeckt ruhen lassen.
  5. Den hauchdünn ausgerollten Teig auf einem Backpapier platzieren und die Sauerrahm-Creme Fraiche Mischung mit einem Löffel bis zum Rand darauf verstreichen.
  6. Nun alle verbleibenden Zutaten darauf verteilen, mit Pfeffer bestreuen und die Spargelspitzen nach Belieben noch zusätzlich mit ein wenig Zitronenöl bepinseln.
  7. Das sehr heisse Backblech aus dem Ofen holen, den belegten Flammkuchen mit Hilfe des Backpapieres darauf platzieren und für 3-4 Minuten wieder zurück in den Ofen geben. Den Flammkuchen aus dem Ofen holen, das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen und den Flammkuchen für weitere 7 Minuten zurück in den Ofen geben. Lasst euren Flammkuchen dabei bitte nicht aus den Augen und achtet darauf, dass er nicht verbrennt, da die Backzeit je nach Backofen variieren kann!
  8. Den fertig gebackenen Flammkuchen aus dem Ofen holen, in Stücke schneiden und noch zusätzlich nach Belieben mit Zitronenabrieb verfeinern.
  9. Den Flammkuchen sofort servieren und noch heiß genießen.
  10. TIPP: Falls euch der Arbeitsschritt mit dem Backpapier zu umständlich ist, könnt ihr euren Flammkuchen auch direkt auf einem zuvor bemehlten Backblech backen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse

11 Mai 2016

Okay, ich gebs zu! Eigentlich wollte ich euch mein heutiges Rezept schon vergangenen Sonntag zeigen – aber die Fotos waren so dermaßen schlecht und ich natürlich dementsprechend frustriert, dass ich sie einen Tag später nochmal gemacht habe. Macht aber natürlich gar nix! Denn bei diesen leckeren Frühlingsboten kommt eh gleich wieder gute Laune auf. :o)

Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse 1

Zugegeben, der Gatte hat mich doch ein klein wenig komisch von der Seite angeschaut, als ich ihm zwei Tage hinter einander das Selbe aufgetischt habe – und er hat mir auch einen klitzekleinen Moment sogar ein bisserl leid getan. Wir haben nämlich in letzter Zeit wirklich extrem viel Spargel gegessen… Aber, da die Spargelsaison ja ohnehin schon viel zu kurz ist, sollte man sprichwörtlich jede Gelegenheit in vollen Zügen auskosten, oder?

Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse 2

Wie gern ich Spargel esse, dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben. Aus den aromatischen Stangen lassen sich einfach die herrlichsten Gerichte zaubern. Sie schmecken paniert, gedünstet, im Ofen überbacken, aber auch mal in ganz neuen Variationen wie bei meiner Spargel-Pizza mit Blätterteig, dem Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber, oder auch als leckeres Spargel-Quinotto.

Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse 3

Im letzten Jahr hab ich euch unter anderem bereits meinen sehr leckeren lauwarmen Spargelsalat mit Erdbeeren gezeigt. Oh Gott, dabei fällt mir gerade auf wie schlecht die Bilder und auch der Beitrag selbst damals noch waren… :o) Auf alle Fälle habe ich in diesem Jahr eine neue Variante für euch ausgetüftelt. Da ich bei dem schönen Wetter so gar keine Lust darauf hatte mich an den Herd zu stellen, hab ich kurzerhand einen erfrischenden Spargelsalat aus roh marinierten Spargelstangen gezaubert. Gemeinsam mit ein paar wenigen Zutaten war meine Marinade schnell angerührt und die dünn geschälten Spargelstangen wurden in Kombination mit den ersten regionalen Erdbeeren und cremigen Schafskäse zu einer waren Frühlingsfreude auf dem Teller. Und ganz ehrlich? Ich hab den Salat so lecker gefunden, ich hätte ihn am liebsten auch noch einen dritten Tag gemacht! :o)

Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse
Zutaten
  1. 4-5 weiße Spargel
  2. 4 dünne grüne Spargel
  3. 3 Erdbeeren
  4. 2 EL zerbröselter Schafskäse
  5. 1 EL Olivenöl
  6. 1 TL Blütenhonig
  7. 1 TL Saft einer Bio Zitrone
  8. 1 TL weißer Balsamico
  9. 1 Prise Salz
  10. 1 Prise Pfeffer
  11. 1 Prise Zitronenmyrte (nach Belieben)
  12. Thymian
Zubereitung
  1. Das Olivenöl zusammen mit dem Blütenhonig, dem Zitronensaft, sowie dem Balsamico in eine Schüssel geben und alles zu einer Marinade verrühren.
  2. Den Thymian gründlich waschen, trocken tupfen und einige Blättchen zur Marinade geben. Eine Prise Zitronenmyrte hinzugeben, salzen und die Marinade bei Seite stellen.
  3. Die Spargel waschen, holzige Enden abschneiden und die äusseren harten Schalen abschälen.
  4. Die Erdbeeren ebenfalls gründlich waschen und in grobe Stücke schneiden.
  5. Nun die Spargelstangen mit einem Gemüseschäler in dünne Streifen schälen. Die Spargelspitzen in der Mitte halbieren.
  6. Die Spargelstreifen auf einen Salatteller geben und die grünen und weißen Spitzen darauf verteilen.
  7. Die Erdbeerstücke und den Schafskäse über die Spargelstreifen streuen, die Marinade darüber gießen und mit einer Prise Pfeffer abschmecken.
  8. Den Salat am besten mit einem ofenfrischen Baguette genießen!
  9. Die angegebene Menge reicht für 2 kleine Vorspeisen und kann natürlich nach Belieben angepasst werden! 🙂
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Guten Appetit!

Spargel – Quinotto

14 Apr 2016

Gehts euch manchmal auch so – ihr wisst, dass ihr was nicht tun solltet, tut es aber trotzdem? So gings mir kürzlich… Nichts ahnend hab ich an einem Samstag Nachmittag meinen Einkaufswagen durch den Supermarkt geschoben und plötzlich erblickte ich ihn. Stramm, knackig und aus Italien. Zugegeben, das sollten natürlich keine Adjektive sein, die eine verheiratete Frau so schnell beeinflussen können – aber bei seinem Anblick, wärt ihr vermutlich auch schwach geworden…..

Spargel - Quinotto 1

Meine lieben Blogger Kolleginnen – mit denen ich zusammen im Rezeptebuch-Team sein darf, haben mir noch kurz vorher davon abgeraten es zu tun.. Aber ihr wisst ja, Eva hatte bekanntlich schon das selbe Problem mit ihrem Apfel und auch ich konnte natürlich nicht widerstehen und hab ihn mitgenommen…

Spargel - Quinotto 2

Dass der Gaumenpoet über die ganze Sache natürlich nur wenig erfreut war, muss ich an dieser Stelle wohl kaum erwähnen und tja, was soll ich sagen!? Wie das mit Italienern so oft der Fall ist, hab ich mich ziemlich von ihrer knackigen Optik täuschen lassen – die Amore war nämlich ganz schnell wieder verflogen und die ganze Sache hatte sprichwörtlich einen bitteren Nachgeschmack! :o)

Und die Moral von der Geschicht? Regionaler Spargel schmeckt und anderer nicht!

Spargel - Quinotto 3

Wie lecker Quinoa sein kann, hab ich euch ja bereits bei meinem Quinotto mit Pilzen und Heidelbeeren erzählt. Da es zum Glück ja mittlerweile auch schon die ersten regionalen Spargel gibt, habe ich daraus ein frühlingshaftes One Pot Gericht gezaubert und mein Quinotto zusätzlich mit einer Messerspitze Bärlauchpaste verfeinert. Ihr braucht für diesen leckeren Sattmacher gerade mal eine handvoll Zutaten und spart euch sozusagen beinahe den Abwasch! 😉 Also, probiert es einfach aus und überzeugt euch selbst!

Qinotto mit Spargel
Zutaten
  1. 150g Quinoa
  2. 250g Spargel
  3. 400ml Gemüsebrühe
  4. Abrieb einer halben Bio Zitrone
  5. 1 EL Öl
  6. 1-2 EL Butter (bei Bedarf)
  7. Parmesan
  8. 1 Msp. Bärlauchpaste (bei Bedarf)
Zubereitung
  1. Den Spargel gründlich waschen und die holzigen Enden mit einem Küchenmesser abschneiden.
  2. Die Spargelstangen in grobe Stücke schneiden und einige Spitzen bei Seite legen.
  3. Den Quinoa in ein feines Sieb geben und ebenfalls gründlich waschen.
  4. Das Öl in einem Topf erhitzen und den Quinoa hinzugeben.
  5. Quinoa langsam bei mittlerer Hitze anrösten und mit der Gemüsebrühe ablöschen.
  6. Die Spargelstücke in den Topf geben und alles ca. 15-20 Minuten köcheln lassen.
  7. Die restlichen Spargelspitzen kurz vor Ende der Garzeit ebenfalls in den Topf geben und kurz mitköcheln lassen.
  8. Die Butter, den Zitronenabrieb, sowie den Parmesan unter das Quinotto rühren und bei Bedarf mit einer Messerspitze Bärlauchpaste verfeinern.
  9. Das fertige Quinotto in tiefe Teller geben, mit einzelnen Spargelspitzen garnieren und in vollen Zügen genießen! 🙂
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