Zitronen Pizza

22 Jun 2017

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Ich hoffe, ihr mögt Pizza? Heute gibt es nämlich sommerlichen Italien-Genuss auf dem Teller und ich erzähle euch davon was diese amalfitanische Zitronen Pizza mit einer Koch Zeitschrift und meinem ausgeprägten Suchtverhältnis zu Zitronen zu tun hat. Neugierig geworden? Dann lest einfach weiter!

Zitronen Pizza 1

Gibt es eigentlich jemanden, der Pizza nicht mag? Also ich kenne zumindest niemanden. Egal ob nur ganz schlicht mit Tomatensauce – oder mit diversen anderen Zutaten belegt. Eine richtig gute Pizza geht eigentlich immer und ist bei groß und klein beliebt. Aber habt ihr eure Pizza auch schon mal mit Zitronen belegt?

Pizza mit Zitronen? Das passt doch gar nicht… werden sich jetzt wahrscheinlich einige von euch denken. Zugegeben, die Kombination aus cremiger Mascarpone, geräucherten Scarmoza, frischen Basilikum und Zitrone klingt anfangs durchaus eigenwillig und die wenigstens von euch werden sich jetzt vermutlich vorstellen können, wie lecker so eine Zitronen Pizza schmecken kann. Aber lasst euch von mir und meiner Zitronen Pizza eines besseren belehren und probiert diesen beliebten Pizza Klassiker von der Amalfi Küste in Italien unbedingt aus!

Zitronen Pizza 2

Ihr wisst ja mittlerweile wahrscheinlich alle von meiner innigen Liebe zu Zitrusfrüchten bzw. im speziellen zu Zitronen. Egal ob, Riesenzitrone, Bergamotte, Citrus Rosso, Credri, Etrog oder Amalfi. Ich liebe Zitronen!!! Aber Zitrone ist eben nicht gleich Zitrone und muss zwangsläufig nicht nur sauer schmecken und gelb sein. Jede Sorte unterscheidet sich nicht nur in ihrer Optik, sondern auch geschmacklich! Hier auf dem Blog findet ihr zwar bereits jede Menge zitronige Rezepte, aber es sind für meinen Geschmack noch lange nicht genug und ich würde euch am liebsten jeden Tag ein Zitronen Rezept ans Herz legen, um euch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten meiner Lieblingsfrüchte näher zu bringen.

Umso mehr freut es mich, dass ich heute mit der Zitronen Pizza eines der Zitronen Rezepte vorstellen darf, welche ich kürzlich für die Juli Ausgabe der *Kochen und Küche kreieren und fotografieren durfte.

Zitronen Pizza 3

Ihr könnt euch wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie sehr ich aus dem Häuschen war und mich darüber gefreut habe, für die Kochen und Küche MEIN Thema aufgreifen zu dürfen. Okay, ich bin ein klitzekleines bisschen ausgeflippt! Aber nur ein bisschen :o) Um ehrlich zu sein, bin ich noch immer total aufgeregt und kann es kaum erwarten, mir auf der Rückfahrt aus unserem Italien Urlaub, die neue Ausgabe zu kaufen. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig neugierig auf die Zitronen Pizza und die anderen Zitronen Rezepte machen? Sie schmeckt nämlich unfassbar lecker, ganz toll cremig und dennoch herrlich sommerlich und erfrischend!

Zitronen Pizza
Zutaten
Für den Pizza Teig
  1. 500 g Weizenmehl 00 oder 405
  2. 250 g Wasser
  3. 5 g Hefe
  4. 10 g Salz
  5. 2 EL gutes Olivenöl
Für den Belag
  1. 1/2 Amalfi Zitrone oder 1 kleine Bio Zitrone
  2. 200 g Creme Fraiche
  3. 100 g Mascarpone oder Ricotta
  4. ca. 200 g geriebenen Mozzarella
  5. ca. 100 g geräucherter Scamorza (kann auch weggelassen werden)
  6. Salz
  7. Pfeffer
  8. Basilikum Blätter (nach Belieben)
  9. Ruccola (nach Belieben)
  10. Olivenöl zum bestreichen
Zubereitung
  1. Die Hefe in das lauwarme Wasser geben und so lange miteinander vermischen, bis sie sichvollständig aufgelöst hat.
  2. Alle restlichen Zutaten zusammen in eine sehr große Schüssel geben und mit einem Kochlöffel so lange verrühren (nicht kneten!), bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
  3. Wenn der Teig noch etwas klebrig ist, habt ihr alles richtig gemacht. Falls er noch zu fest sein sollte, dann gebt einfach noch 1-2 EL Wasser hinzu.
  4. Nun die Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und den Pizzateig 12-18 Stunden (noch besser 20 Stunden) bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  5. Den fertig gegangenen Teig entweder weiterverarbeiten oder bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Der Teig wird auf diese Weise nur noch besser und entwickelt ein sehr feines und leicht säuerliches Aroma.
  6. Den Pizzateig auf eine zuvor bemehlten Arbeitsfläche geben, nochmal kurz durchkneten und ca. 4-5 gleich große Teiglinge daraus formen. Die Teigkugeln nochmal 10-15 Minuten gehen lassen.
  7. Die Kugeln auf die gewünschte Größe ausrollen und auf einem Backpapier platzieren.
  8. Die Creme Fraiche mit der Mascarpone gründlich verrühren und nach Belieben salzen und pfeffern und den Backofen mit dem Backblech auf 240 c vorheizen.
  9. Die Zitrone, sowie den Basilikum und den Ruccola gründlich waschen und abtrocknen. Die Zitrone und den Scarmoza dem Messer in hauchdünne Scheiben oder kleine Würfelchen schneiden.
  10. Den Backofen mit dem Backblech auf 240 c vorheizen (keine Umluft!)
  11. Nun den ausgerollten Pizzateig bis zum Rand mit der Mascarpone-Creme Fraiche Creme bestreichen, den geriebenen Mozzarella darüber streuen und mit dem Scamorza belegen.
  12. Das sehr heiße Backblech aus dem Ofen holen und die belegte Pizza mit Hilfe des Backpapiers darauf legen.
  13. Das Blech wieder in den Ofen geben und nach ca.5 Minuten das Backpapier darunter vorsichtig herausziehen, da es ansonsten verbrennen könnte.
  14. Die Pizza mit den Zitronenscheiben belegen, nach Belieben mit Olivenöl (Zitronenöl) benetzen und die Pizza für weitere 10-12 Minuten in den Ofen geben.
  15. Die fertig gebackene Pizza nach Belieben mit Basilikum und Ruccola garnieren und genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit *Kochen und Küche entstanden. Die gekennzeichneten Links sind Kooperations Links.

Spargel-Flammkuchen

11 Mai 2017

Spargelfans aufgepasst! Heute wird es knusprig, cremig, würzig und erfrischend knackig zugleich! Ihr glaubt mir nicht? Na dann will ich euch mal überzeugen und euch ganz schnell meinen wahnsinnig leckeren Spargel-Flammkuchen zeigen, den ich kürzlich zusammen mit meinem Gaumenpoet um die Wette geknuspert habe.

Spargel-Flammkuchen 1

Kennt ihr das, wenn man sich auf etwas ganz besonders freut und einem die Zeit bis man sein Objekt der Begierde dann endlich haben kann, gefühlte 100 Jahre vorkommt? So ergeht es mir unter anderem jedes Jahr mit Spargel. Hier bei uns brauchen die knackigen Stangen leider ohnehin schon immer ein wenig länger, bis sie sich blicken lassen und das Schietwetter in letzter Zeit hat leider auch nicht unbedingt dazu beigetragen schneller in den Genuss der knackigen Köstlichkeiten zu kommen – aber wenn es erst mal an der Zeit ist, freut man sich dafür halt umso mehr, wenn man nach einer viel zu langen Spargel-Durststrecke in den Genuss der ersten regionalen Spargel kommen darf.

Spargel-Flammkuchen 2

Ich habe euch ja bereits in den letzten zwei Jahren mit meinem Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse, dem Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber, oder der schnell gemachten Frühlingspizza mit Spargel und Blätterteig ein paar sehr schnabulöse Varianten Spargel auf den Tisch zu bringen ans Herz gelegt und euch bei meinem Spargel-Quinotto davon erzählt, wie ein paar knackige Italiener zu meinem Verhängnis wurden. Aber mal ehrlich, manchmal ist es auch ganz schön schwer den im Supermarkt angebotenen Spargeln aus irgendwo zu widerstehen, oder? Aber wer geduldig ist und warten kann, der wird dafür belohnt und kann sich dann durch die leckersten Spargelgerichte schnabulieren, wie in diesem Fall mit einem sehr gschmackigen Spargel-Flammkuchen.

Spargel-Flammkuchen 3

Hauchdünner Knusperteig, cremigster Belag, würzige Speckwürfelchen, erfrischender Zitronenabrieb und obendrauf noch kanckiger Spargel? Ja, das passt tatsächlich alles auf einen Spargel-Flammkuchen! Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte man den Spargel-Flammkuchen ja noch ruhig mit ein paar Spargelchen mehr belegen können, aber da sich meine bessere Hälfte ganze drei Tage in Folge mit Spargel Gerichten zufrieden geben musste, wollte ich es mal nicht übertreiben…. Ihr wisst schon, der liebe Haussegen und so. 😉 Falls ihr aber genau so große Spargeltiger wie ich seid, dann könnt ihr die angegebene Menge natürlich noch ein wenig erhöhen und zusätzlich ein paar Spargelstangen mehr auf euren Spargel-Flammkuchen geben.

Meinen Flammkuchenteig mache ich übrigens immer ohne Hefe und er ist im Prinzip meinem Strudelteig sehr ähnlich. Der Teig ist zum einen ein kleines bisschen schneller verarbeitet, und schmeckt uns zum anderen einfach besser, da er wahnsinnig knusprig wird und sich ohne große Mühe hauchdünn ausrollen lässt. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Teig sogar schon einen Tag vorher zubereiten, ihn gut in Folie wickeln und bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank lagern, oder portionsweise einfrieren. Und falls es mal besonders schnell gehen soll, dann könnt ihr euren Flammkuchenteig sogar schon einen Tag vorher hauchdünn ausrollen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Ihr müsst ihn dann nur noch auf Zimmertemperatur bringen, ihn ratzfatz belegen und gleich in den Ofen schieben. Genial, oder? Wichtig dabei ist natürlich, dass ihr euren Flammkuchenteig wirklich gründlich in Küchenfolie einpackt, da er ansonsten ziemlich sicher austrocknet und die ganze Vorbereitung um sonst gewesen wäre. Nachdem ich mir jetzt wieder mal selbst den Mund wässrig geredet habe, überlasse ich euch jetzt einfach mein Spargel-Flammkuchen Rezept, in dem ich euch noch einen einfachen Trick verrate, wie euer Spargel-Flammkuchen besonders knusprig wird.  Lasst es euch schmecken! 

Spargel-Flammkuchen
Zutaten
Für den Flammkuchenteig ohne Hefe
  1. 250 g Mehl
  2. 2 EL Pflanzenöl
  3. 125 ml Wasser
  4. 1/2 TL Salz
Für den Belag
  1. 100 g geräucherte Speckwürfel (in Österreich Selchspeck)
  2. 100 g Sauerrahm
  3. 100g Creme Fraiche
  4. Pfeffer (bei mir rote Pfefferbeeren)
  5. 3 rote Frühlingszwiebeln
  6. 400 g dünne grüne Spargel
  7. Zitronen Abrieb
  8. Zitronenöl nach Belieben (siehe Rezepte Archiv)
Zubereitung
  1. Für den Teig, alle Zutaten in eine ausreichend große Rühschüssel geben und mit den Händen (Knethacken) zu einem glatten geschmeidigen Teig verarbeiten. Den fertigen Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt mindestens 15 Minuten bei Seite stellen. (Je länger der Teig ruhen darf, desto besser lässt er sich dann weiterverarbeiten)
  2. In der Zwischenzeit die Lauchzwiebel und die Spargel gründlich waschen und abtrocknen. Die Spargelenden großzügig abschneiden und nach Belieben zusätzlich ein wenig schälen. Die Spargel und Frühlingszwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Den Sauerrahm und die Creme Fraiche miteinander verrühren und nach Belieben noch zusätzlich pfeffern. Salz kann an dieser Stelle weggelassen werden, da der Speck schon salzig genug ist.
  4. Den Ofen mit dem Backblech auf unterster Schiene auf 240 c° Umluft vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Wenn ihr wollt, könnt ihr euren Teig zuvor auch halbieren bzw. vierteln und daraus mehrere Flammkuchen machen. Dazu die geteilten Teigstücke rund wirken und bis zur Weiterverarbeitung abgedeckt ruhen lassen.
  5. Den hauchdünn ausgerollten Teig auf einem Backpapier platzieren und die Sauerrahm-Creme Fraiche Mischung mit einem Löffel bis zum Rand darauf verstreichen.
  6. Nun alle verbleibenden Zutaten darauf verteilen, mit Pfeffer bestreuen und die Spargelspitzen nach Belieben noch zusätzlich mit ein wenig Zitronenöl bepinseln.
  7. Das sehr heisse Backblech aus dem Ofen holen, den belegten Flammkuchen mit Hilfe des Backpapieres darauf platzieren und für 3-4 Minuten wieder zurück in den Ofen geben. Den Flammkuchen aus dem Ofen holen, das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen und den Flammkuchen für weitere 7 Minuten zurück in den Ofen geben. Lasst euren Flammkuchen dabei bitte nicht aus den Augen und achtet darauf, dass er nicht verbrennt, da die Backzeit je nach Backofen variieren kann!
  8. Den fertig gebackenen Flammkuchen aus dem Ofen holen, in Stücke schneiden und noch zusätzlich nach Belieben mit Zitronenabrieb verfeinern.
  9. Den Flammkuchen sofort servieren und noch heiß genießen.
  10. TIPP: Falls euch der Arbeitsschritt mit dem Backpapier zu umständlich ist, könnt ihr euren Flammkuchen auch direkt auf einem zuvor bemehlten Backblech backen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Steirischer Kartoffelstrudel

02 Mai 2017

Erdäpfeln sann holt a oarme Leut Essn hat meine Oma immer gesagt und obwohl sie in so vielen Dingen Recht hatte, muss ich ihr in diesem Fall widersprechen. Ich bin nämlich der Meinung, dass Kartoffel Gerichte so ganz und gar kein arme Leute Essen sind. Sie sind nämlich vielseitig einsetzbar, machen wunderbar satt und können wahnsinnig lecker sein. Eines meiner Lieblingsgerichte aus meiner steirischen Heimat möchte ich euch heute mit diesem gschmackigen Kartoffelstrudel ans Herz legen.

Steirischer Kartoffelstrudel 1

Mensch, wo sind sie nur hin die guten alten Zeiten, als der Frühling noch ein Frühling war und ich noch ein kleines Mädchen – das mit großen Augen ihre Oma dabei beobachtet hat, wie sie auf ihrem alten Baumwolltuch ihren Strudelteig auszog. Ich kann mich noch gut daran erinnern, mit wie viel Liebe sie das immer gemacht hat. Sie hatte dabei immer eine gepunktete Kochschürze an und versteckte ihre Haare unter einem Kopftuch, fast so als wäre es ein fixer Bestandteil ihres Rezeptes, oder ihr eigenes kleines Strudel Ritual. Wie leicht das doch immer ausgesehen hat, wenn sie ihren Strudelteig so dünn auszog, dass man eine Zeitung darunter durchlesen hätte können. Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, dass ich meiner Oma keine besonders große Hilfe war, aber ich konnte es einfach nicht lassen und wollte ihr jedes mal dabei helfen.

Steirischer Kartoffelstrudel 2

Meine Oma wusste wahrscheinlich schon im Vorfeld dass ich Löcher in ihren Teig reissen würde und hat mir vorsichtshalber immer nur den Strudelrand überlassen, denn sie dann ohnehin mit einem Teigrad zurecht schnitt. Die gewellten Strudelstangen legte sie dann jeweils einfach neben ihren Kartoffel Strudel in den Ofen und mein Bruder und ich durften sie nach dem Essen mit ein wenig Puderzucker bestäuben und als Dessert genießen. Herrlich, sag ich euch!

Steirischer Kartoffelstrudel 3

Mittlerweile hat sich leider so einiges verändert. Vom Frühling fehlte hier in letzter Zeit jegliche Spur und meinen Kartoffelstrudel muss ich leider auch meistens alleine herstellen, da sich Herr Gaumenpoet in der Regel genau so wenig hilfreich anstellt, wie ich es früher vermutlich getan habe. Aber bereits beim ersten Bissen in einen schnabulösen Kartoffelstrudel steht für mich für einen kleinen Moment die Zeit still und ich fühle mich wie damals, als ich meine Strudelränder meistens zum Abendessen genießen musste, weil der Kartoffelstrudel so lecker war, dass ich mir jedes mal noch ein zweites Stück genehmigen musst. :o)

Steirischer Kartoffelstrudel 4

Der Kartoffelstrudel ist eigentlich relativ schnell gemacht und die benötigten Zutaten sind meistens sogar im Haus. Natürlich braucht der Strudelteig schon ein wenig Fingerspitzengefühl, aber mit ein bisschen Übung geht es euch bestimmt leicht von der Hand und falls ihr keine Lust oder keine Zeit habt, könnt ihr alternativ natürlich auch auf eine Rolle Strudelteig zurück greifen. Wenn der Teig erstmal hauchdünn ausgezogen wurde, wird er mit ein wenig Sauerrahm bestrichen, mit roh (geraffelten) Kartoffeln belegt und nach Belieben noch zusätzlich mit ein paar würzigen Speckwürfelchen verfeinert. Ihr könnt den Kartoffelstrudel übrigens auch ganz wunderbar kalt genießen, oder ihn am nächsten Tag nochmal aufwärmen. Zusammen mit einer schnell angerührten Kräutersauce und einem knackigen Salat ist er auf alle Fälle ein sehr leckerer und zudem kostengünstiger Sattmacher für die ganze Familie, der auch an wärmeren Tagen bei uns immer wieder gerne aufgetischt wird.

Also ihr Lieben, überzeugt euch doch einfach selbst und gönnt euch ein großes Stück vom Steirischen Kartoffelstrudel Glück!

Steirischer Kartoffelstrudel
Zutaten
Für den Strudelteig
  1. ca. 60 ml warmes Wasser
  2. 120 g glattes Mehl Type 480 / Deutschland Type 405
  3. 1 EL neutrales Pflanzenöl
  4. 1 Spritzer Essig oder Zitronensaft (ca. 1/2 TL)
  5. 1 Prise Salz
  6. ca. 1 TL Öl zum Bestreichen des Teiges
  7. Mehl zum Strudelteig verarbeiten
Für die Füllung
  1. 800 g mehlige Kartoffeln
  2. 150 g Sauerrahm
  3. 1 große Zwiebel
  4. 200 g geräucherte Speckwürfel
  5. 1 TL getrockneter Majoran
  6. 1 EL Petersilie
  7. 1 Confierter Knoblauch oder 1 kleine Zehe frischen Knoblauch (nach Belieben)
  8. Salz
  9. Pfeffer
  10. 1 Prise Muskatnuss gemahlen
Für die Kräutersauce
  1. 200 g Joghurt
  2. 150 g Sauerrahm
  3. 1 EL frisch gepressten Zitronensaft
  4. 1 kleiner Bund Schnittlauch
  5. 1 Kleiner Bund Petersilie
  6. 1 EL Dill
  7. Salz
  8. Pfeffer
Zubereitung
  1. Für den Strudelteig das Wasser, Öl, Essig und Salz in eine ausreichend große Schüssel geben und gut untereinander rühren.
  2. Nun ca. die Hälfte des Mehls in die Rührschüssel geben und mit einem Kochlöffel gründlich einrühren.
  3. Das restliche Mehl ebenfalls in die Rührschüssel geben und wiederholt mit dem Kochlöffel einrühren und mit den Händen zu einem glatten und geschmeidigen Teig weiter kneten.
  4. Den Strudelteig zu einer glatten Kugel formen, die Arbeitsfläche mit ein wenig Mehl leicht bestäuben und die Teigkugel für weiter 8 - 10 Minuten kräftig mit de Händen weiter kneten. Dabei zwischendurch den Teig auf die Arbeitsfläche schlagen und darauf achten, dass der Teig noch leicht feucht bleibt, aber trotzdem nicht zu klebrig ist. Ansonsten könnt ihr einfach noch ein wenig Mehl unter euren Teig arbeiten.
  5. Eine ausreichend große Schüssel mit Öl bepinseln und den zu einer glatten Kugel geformten Teig in die Schüssel legen und ebenfalls mit ein wenig Öl bestreichen.
  6. Den Strudelteig nun ca. 1 Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur rasten lassen.
  7. Für die Füllung die Zwiebel in der Zwischenzeit schälen und mit einem Messer in kleine Stücke hacken.Die Petersilie gründlich waschen und ebenfalls klein hacken.
  8. Ein wenig ÖL in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Die Speckwürfel und die frisch gehackte Petersilie zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und ebenfalls kurz mit dünsten.
  9. Die Kartoffeln gründlich abwaschen, schälen und ca. 10 Minuten in kaltes Wasser einlegen.
  10. Die Kartoffeln abseihen und mit einer Gemüsereibe in grobe Stückchen reiben.
  11. Die geriebenen Kartoffeln in eine Schüssel geben und wiederholt in Wasser einlegen, damit die Stärke austreten kann. Die Schüssel bei Seite stellen und wieder dem Strudelteig widmen.
  12. Die Arbeitsplatte leicht bemehlen und den Teig mit einem ebenfalls bemehlten Nudelholz auf die Längere Seite eures Backbleches bzw. eurer Auflaufform ausrollen und dabei nochmal den Teig bemehlen, damit er nicht kleben bleibt.
  13. Ein Strudeltuch oder eine saubere Tischdecke auf einem Tisch ausbreiten und mit wenig Mehl bestäuben.
  14. Mit beiden Handrücken vorsichtig unter den Teig fahren und Strudelteig von innen nach aussen dehnen bis er wirklich sehr dünn ist und eine stattliche Größe angenommen hat.
  15. Den Strudelteig vorsichtig auf das ausgebreitete Strudeltuch transportieren und mit viel Gefühl mit den Fingern weiter rechteckig hauchdünn ausziehen. Wenn ihr euren Strudel so wie ich in einer Auflaufform backen wollt, dann könnt ihr den Teig auch mit dem Messer halbieren und draus 2 Strudel backen. Die Teigränder nun nach Belieben zurecht schneiden, mit ein wenig Öl bepinseln und später kurz im Ofen mit in den Ofen legen, bis sie knusprig sind.
  16. Den Strudelteig leicht mit Öl benetzen und die geraffelten Kartoffeln gründlich mit den Händen ausdrücken. Die ausgedrückten Kartoffeln auf einem sauberen Küchentuch platzieren, das Küchentuch einschlagen und nochmal fest ausdrücken, damit die Kartoffeln nicht zu feucht sind.
  17. Den Sauerrahm auf ca. einem Drittel des Strudelteiges von links her der Länge nach verteilen. Dabei die Seitenränder des Teiges frei lassen.
  18. Die ausgekühlten Zwiebel - Speckwürfel und die zerdrücke Knoblauchzehe über den Sauerrahm streuen. Die ausgedrückten Kartoffeln ebenfalls darüber verteilen und mit Salz, Pfeffer, Majoran und Muskatnuss würzen.
  19. Die oberen und unteren Strudelenden jeweils über der Füllung zusammen klappen und den linken frei gelassenen Strudelrand ebenfalls über die Füllung legen.
  20. Den Strudel mit Hilfe des Strudeltuches vom linken zusammen geklappten Rand her aufrollen und mit der unteren Naht auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder zuvor ausgefettete Auflaufform gleiten lassen. Den gerollten Strudel mit Öl bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei ca. 185 c° Ober/Unterhitze ca. 30 - 40 Minuten goldbraun backen.
  21. In der Zwischenzeit den Schnittlauch und die Petersilie waschen, hacken und mit den restlichen zusammen mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlich untereinander rühren. Die fertige Kräutersauce abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen, bis der Kartoffelstrudel fertig gebacken ist.
  22. Nach Ende der Backzeit den Kartoffelstrudel aus dem Ofen nehmen und kurz ein wenig auskühlen lassen.
  23. Den Kartoffelstrudel in Stücke schneiden und zusammen mit einem knackigen Salat und der Kräutersauce genießen.
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Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten.