Apfel-Tarte

18 Nov 2016

An apple a day, keeps the doctor away.. Aber wenn die knackigen Vitaminbomben in Form einer köstlichen Apfel Tarte daherkommen, kann man sich auch gerne mal 2 Äpfel.. ähm.. Stückchen gönnen, oder?

Apfel-Tarte 1

Äpfel gibt’s bei uns zu Hause eigentlich immer und obwohl ich Äpfel wahnsinnig gerne verarbeite, hat es bis jetzt tatsächlich nur ein einziges Apfel Rezept hier auf den Blog geschafft. Schande über mein süd-ost steirisches Apfelhaupt! Das muss natürlich sofort geändert werden und deshalb hab ich heute eine himmlische Apfel-Tarte für euch im Gepäck, die ich mit ganz besonderen Äpfeln hergestellt habe.

Apfel-Tarte 2

Ich hab euch ja bereits bei meinem Hexenschaum von den rotfleischigen Äpfeln vorgeschwärmt und euch ein bisserl von meiner steirischen Heimat und unserer wunderschönen apfelreichen Gegend erzählt. Mein Gaumenpoet und ich sind sogar so verliebt in diese Region, dass wir unsere Hochzeit in einer alten Scheune – umgeben von unzähligen Apfelbäumen gefeiert haben und dass da das eine oder andere Apfelschmankerl genossen wurde, versteht sich wahrscheinlich von selbst.

Apfel-Tarte 3

Aus Äpfeln lassen sich wahnsinnig leckere Köstlichkeiten herstellen. Egal ob in Form einer steirischen Apfelschaum Suppe – die ich euch unbedingt auch mal vorstellen möchte, oder als guter alter Apfelstrudel von Oma. Äpfel sind einfach ein tolles Obst! Und wenn sie dann noch so toll aussehen wie diese Apfel-Tarte, kann ich meinen Lieben natürlich eine besondere Freude bereiten.

Apfel-Tarte 4

Weil Äpfel und Quitten ja bekanntlich ein köstliches Duo ergeben, hab ich meine Apfel-Tarte noch zusätzlich mit dem Quittengelee verfeinert, das ich euch ja bereits ans Herz gelegt habe. Das Gelee wird nach dem Backen kurz erwärmt und über die Apfelscheibchen gepinselt. Es verleiht der Apfel Tarte nicht nur einen wundervollen Glanz, sondern auch zusätzlich eine sehr feine Note. Wenn ihr jedoch kein Quittengelee zur Hand habt, könnt ihr natürlich auch auf eine andere Marmelade eurer Wahl zurückgreifen oder die Apfel Tarte gleich so vernaschen! Aber Vorsicht: Suchtgefahr! 😉

Apfel-Tarte 5

Apfel-Tarte
Zutaten
Süßer Mürbeteig für eine 24/26 cm Tarteform
  1. 180 g Mehl
  2. 40 g gemahlene Mandeln
  3. 100 g Butter
  4. 60 g Feinkristall Zucker
  5. 1 Ei
Vanille Pudding
  1. 500 ml Milch
  2. 3 Eigelbe
  3. 40 g Zucker
  4. Eine Prise Zimt (nach Belieben)
  5. 1 Vanilleschote
  6. 40 g Speisestärke
Für den Belag
  1. ca. 6 große säuerliche Äpfel (Red Love)
  2. Saft einer Bio Zitrone
  3. 1 EL Zucker
  4. 3-4 EL gemahlene Mandeln
  5. 2-3 EL Konfitüre (Quittengelee)
Zubereitung
  1. Für den Teig, das Mehl zusammen mit den Mandeln in eine große Schüssel geben.
  2. Die zimmerwarme Butter in kleine Stücke schneiden, hinzugeben und zusammen mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig kneten.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie verpacken und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Die Äpfel gründlich waschen, abtrocknen und mit einem Messer in Viertel schneiden.
  5. Das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln.
  6. Die Äpfel sofort mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einer Schüssel vermischen, damit sie nicht Braun werden.
  7. Den Ofen auf 175 c° Ober/Unterhitze vorheizen und eine Quiche/Tarte Form mit Butter ausfetten.
  8. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen.
  9. Den Teig in die Form geben, den Rand gut festdrücken und den Teigboden mit einer Gabel in gleichmäßigen Abständen einstechen.
  10. Den Teig mit Backpapier belegen, mit Backperlen oder Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen) beschweren und ca. 15 Minuten im Ofen blindbacken.
  11. In der Zwischenzeit den Vanillepudding vorbereiten.
  12. Die Vanilleschote halbieren und mit einem Messer das Vanillemark auskratzen.
  13. Die Hälfte der Milch (250 ml) zusammen mit der Speisestärke gründlich verrühren.
  14. Die Eigelbe hinzugeben und ebenfalls unterrühren.
  15. Die restliche Milch in einem Topf erhitzen, den Zucker, das Vanillemark und die ausgekratzte Schote hinzugeben und alles unter rühren kurz aufkochen lassen. Wer möchte kann seinen Pudding nach Belieben noch mit einer Prise Zimt verfeinern.
  16. Sobald die Milch kocht, die Ei-Stärkemischung darunter rühren und so lange weiter rühren bis der Pudding beginnt zu stocken.
  17. Den fertigen Pudding bei Seite stellen, die Vanilleschote entnehmen und den Pudding kurz ein wenig auskühlen lassen.
  18. Nach 15 Minuten den Teig aus dem Ofen holen und das Backpapier mit den Backperlen entfernen.
  19. Den Teig mit den gemahlenen Mandeln belegen, den Pudding darüber geben und gleichmäßig mit einem Löffel verstreichen.
  20. Die Apfelstücke am Teigrand entlang (stehend mit der Schale nach Oben) Reihe für Reihe zur Mitte hin anordnen. Anfallende Apfelstücke können zum Schluss einfach zwischen die angeordneten Apfelscheiben geschichtet werden.
  21. Die belegte Tarte nochmal ca. 30-40 Minuten (unteres Ofendrittel) in den Ofen geben und fertig backen. Sollten die Äpfel zu viel Wasser ziehen - einen Holz-Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  22. Die Konfitüre in einem Topf kurz erhitzen und mit einem Pinsel auf die fertig gebackene Apfel-Tarte pinseln.
  23. Die Apfel-Tarte nochmal kurz in den ausgeschalteten Ofen stellen. Die Konfiüre trocknet durch die Resthitze leicht an und verleiht der Apfel-Tarte einen tollen Glanz.
  24. Die Apfel-Tarte vollständig auskühlen lassen, in Stücke schneiden und genießen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten.

Browniewaffeln mit Vanillesauce

05 Mai 2016

Wollt ihr schokoladige Brownies, oder darfs doch lieber eine fluffig heisse Waffel sein? Ihr könnt euch nicht entscheiden? Müsst ihr auch nicht! Bei mir gibt’s heute nämlich beides in einem!

Browniewaffeln mit Vanillesauce 1

Schokoladenkuchen. Ich kenne eigentlich kaum jemanden, der keinen Schokokuchen mag – ausser mir! Ja, richtig gelesen! Ich gehöre tatsächlich zu den seltenen Exemplaren, die ganz gut auf Sachertorte & Co verzichten können. Viel zu süß und klebrig und überhaupt.. Aber wie so oft, bestätigen Ausnahmen eben die Regel! Denn bei diesen sündhaft leckeren Schokoschätzchen, kann selbst ich nicht nein sagen…

Browniewaffeln mit Vanillesauce 2

Browniewaffeln mit Vanillesauce 3

Ihr habt ja bestimmt schon mitbekommen, dass ich im Backen extrem talentfrei bin. Hübsche Torten und Kuchen überlass ich im Normalfall lieber denen, die das auch können. Deshalb gab es bis jetzt hier auf dem Blog auch nur hundseinfache Blechkuchen, wie die Ribiselschnitten mit Baiserhaube, den Marillenkuchen oder den Zitronenkuchen. Und ganz ehrlich, nicht mal die sind besonders ansehnlich geworden. Fragt mich bitte nicht warum das so ist! Aber mein Backofen und ich werden dahingehend wohl nie ein besonders eingespieltes Team sein. Auf den ist auch irgendwie kein Verlass und ich trau ihm nicht so ganz über den Weg. Entweder ist der Kuchen löchrig, als hätte sich ein Maulwurf durchgefressen – oder er ist hinten seeehhhr knusprig und vorne nur leicht gebräunt.. Es ist zum verzweifeln! Auf alle Fälle kann ich mich dafür umso mehr auf mein Kitchen Aid Waffeleisen verlassen, das diese wunderbar fluffigen, dicken Waffeln zaubert…

Browniewaffeln mit Vanillesauce 4

Ich hab euch ja bereits im letzten Beitrag meine Erdbeer-Rhabarber-Sauce gezeigt, die ihr natürlich auch einfach so löffeln könnt und ein tolles Blitzdessert ist. In diesem Fall ist sie aber nur der Nebendarsteller und schmeckt in Kombination mit einer schnell angerührten Vanillesauce (ohne Ei) einfach herrlich zu den Waffeln. Bei all der Schokolade, kann so ein bisschen Obst ja nicht schaden, oder? :0) Ihr könnt eure Waffeln aber natürlich auch einfach so naschen, oder sie mit einer leckeren Kugel Eis genießen. Das Waffel Rezept hab ich mir von der lieben Sarah aus dem Knusperstübchen stibitzt, die ihre Waffeln in einem Herzchen-Waffeleisen ausgebacken hat. Falls ihr also noch auf der Suche nach einem leckeren Dessert seid und euren lieben Mamis eine kleine Gaumenfreude bereiten wollt, dann probiert es doch einfach aus und überzeugt euch selbst. Torten zu Muttertag, gibt’s eh schon genug! :o)

Browniewaffeln mit Vanillesauce
Zutaten
  1. (Browniewaffeln)
  2. 3 Eier
  3. 130g Butter
  4. 90ml Milch
  5. 80ml Sahne
  6. 120g Zucker
  7. 50g Speisestärke
  8. 130g Mehl
  9. 1 TL Backpulver
  10. 50g Kakaopulver
  11. Mark einer Vanilleschote
  12. 100g Schokolade (Bei Bedarf)
  13. (Vanillesauce)
  14. 150ml süße Sahne
  15. 200ml Milch
  16. Mark einer Vanilleschote
  17. 20g Zucker
  18. 1 TL Vanillezucker
  19. 12g Stärke
  20. Erdbeer-Rhabarber-Sauce (Bei Bedarf)
Browniewaffeln
  1. Die zimmerwarme Butter zusammen mit der Schokolade in einen Topf geben und schmelzen.
  2. Die Eier cremig aufschlagen, den Zucker dazugeben und die Milch - sowie die Sahne unter die Masse rühren (Mixer).
  3. Die Schokomasse und die Mehlmasse ebenfalls hinzugeben.
  4. Das Mehl mit dem Kakaopulver, dem Vanillemark und dem Backpulver vermischen und unter die restlichen Zutaten mixen.
  5. Das Waffeleisen vorheizen und je nach gewünschter Größe 1-2 EL in die Mitte des Eisens geben.
  6. Die Waffeln (je nach Waffeleisen) ca. 3-5 Minuten ausbacken. (KA-Waffeleisen 4 Minuten.)
  7. Die Waffeln vorsichtig entnehmen und heiß servieren, oder auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
  8. Die angegebene Teigmenge reicht für ca. 4 Waffeln.
Vanillesauce ohne Ei
  1. Die Stärke zusammen mit dem Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit 1 EL der Milch gut verrühren.
  2. Nun die Sahne, den Zucker - sowie das Vanillemark in einen Topf geben und alles langsam aufköcheln lassen.
  3. Die Stärkemischung unter die Sahne rühren, kurz aufkochen und so lange rühren bis die Sauce eure gewünschte Konsistenz erreicht hat.
  4. Die Sauce bei Seite stellen, kurz auskühlen lassen und noch warm über die Browniewaffeln geben.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

 Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten!

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Marillen-Kuchen

22 Jul 2015

Unter sommeroptimiert, dodelsicher und watscheneinfach wurde es kategorisiert, das Marillenkuchen Rezept von Frau Esskultur und was soll ich dazu schon groß sagen!? Obwohl sich mein Rezept hier und da ein wenig von ihrem unterscheidet, hat meine Lieblingskochbuch-Autorin Katharina Seiser wieder einmal recht. (Als hätte sie das küchentechnisch eh nicht immer..) Ein großes Backgenie muss man nämlich wirklich nicht sein, um ebenfalls in den Genuss dieses herrlich erfrischenden Blechkuchens kommen zu können! Nix, Schnee schlagen usw. 😀
Meine Oma würde jetzt bestimmt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und  sagen: »Dirndl, des kau jo nix werden ohne Eischnee schlagen.« Ich würde ihr wirklich nur zu gerne das Gegenteil beweisen und ihr zeigen, dass mein Kuchen auch so richtig fluffig wird und mit seiner fruchtigen säure richtig lecker ist.
Da das aber leider (auch so sehr ich es mir wünsche) nicht möglich ist, möchte ich zumindest euch davon überzeugen und euch dieses einfache Grundrezept, welches ich übrigens auch schon für meinen Ribiselschnitten mit Baiserhaube verwendet habe, wirklich ans Herz legen. So, jetzt aber genug vorgeschwärmt. Ran an die Marillen! 😉

Marillen-Kuchen 1

Marillen-Kuchen 2

Marillen-Kuchen 4

Zutaten:
100g Butter
200g Feinkristallzucker
300g Mehl
5 Eigelb
1 Päckchen Vanille Zucker
1 Päckchen Backpulver (Weinsteinpackpulver)
4 EL Joghurt
3 EL Wasser
6 EL Milch
700g Marillen (in Hälften geschnitten und entsteint)
1 TL Apfel- oder Himbeeressig
Puderzucker zum servieren

Zubereitung:
Zuerst die Eigelbe mit der Butter und dem Zucker schaumig rühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver versieben und gemeinsam mit dem Vanille Zucker, dem Joghurt, der Milch und den 3 EL Wasser – sowie dem TL Essig mixen. Den Ofen auf ca. 170c° Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen oder eine ofenfeste Form ausfetten. Nun könnt ihr den vorbereiteten Teig in eure gewünschte Form streichen. Die Form bzw. das Blech einige male fest auf die Arbeitsfläche klopfen. Nun könnt ihr eure Marillen mit der Schnittfläche nach oben auf eurem Teig verteilen. Achtet darauf die Marillen nur locker auf den Teig zu legen und sie nicht fest zu drücken! So bleiben sie nämlich beim backen schön auf der Oberfläche und versinken später nicht in eurem Kuchen. Den Kuchen für ca. 45 Minuten in den Ofen geben. Nach Ende der Backzeit den Kuchen auskühlen lassen, und (wie Katharina) die Randstücke mit den Fingern im stehen essen – Wer mag kann natürlich auch einen Teller nehmen und sich dabei setzen! 😀 Auf alle Fälle solltet ihr Staubzucker darüber geben und es euch schmecken lassen!