Rhabarber – Fruchtleder

Ich hoffe ihr habt noch nicht genug von Rhabarber! Denn Drei mal dürft ihr raten, was ich heute für euch vorbereitet habe! Richtig, Rhabarber! :o) Dafür gibt’s aber eine mordsleckere Nascherei…

Rhabarber - Fruchtleder 1

Gummizeugs! Ich liebe Gummizeugs! Ganz egal ob Gummibärchen, Schlangen oder saure Cola Fläschchen. Wenn ich erst mal ein Säckchen geöffnet hab, gibt es irgendwie kein Halten mehr für mich. Da bin ich, wie ein Fass ohne Boden und ich kann einfach nicht aufhören mich damit vollzustopfen. Man könnte jetzt natürlich auf diese kleinen Tütchen – die an den Supermarktkassen immer rumliegen, ausweichen oder sich im schlimmsten Fall gleich gar keine kaufen und darauf verzichten. Man kann sich aber auch ganz einfach selbst zu Hause eine Ladung voll Fruchtleder zaubern.

Rhabarber - Fruchtleder 2

Letztes Mal hab ich euch ja bereits meine verbesserte Version des Rhabarbersirups gezeigt und im Beitrag darauf hingewiesen, dass ihr die gefilterten Rhabarberreste auch als Mus verwenden könnt . Heute zeig ich euch, was sich daraus noch machen lässt! Ziemlich gefinkelt, was? :o)

Rhabarber - Fruchtleder 3

Ich hab mein Mus bis jetzt immer ganz gerne zu Joghurt gegessen, oder mir aufs Brot geschmiert. Aber immer nur aufs Brot schmieren wird mit der Zeit auch langweilig, oder? Also hab ich es kurzerhand auf ein Backblech gestrichen und so lange im Ofen getrocknet bis es eine gummiartige Konsistenz angenommen hat. Man kann das fertig getrocknete Rhabarbermus dann ganz einfach mit einem Messer in gleich große Bänder schneiden. Ich hab es jedoch in diesem Fall mit Kokosflocken und gehackten Pistazien gefüllt und zu einer Rolle geformt, von der man sich immer wieder ein Stückchen abschneiden kann. Ein gesundes Lokum, sozusagen! ☺

Rhabarber - Fruchtleder 4

Ihr könnt euer Rhabarber-Fruchtleder aber natürlich auch gleich essen, es zusätzlich noch in Zucker wälzen – falls ihr es lieber süßer mögt, oder auch mit anderen Nüssen und Samen befüllen. Falls ihr noch keinen Sirup gekocht habt, könnt ihr euch natürlich auch einfach ein Rhabarberkompott kochen und die gut ausgedrückten Kompottstücke auf ein Backblech streichen. Für euer Kompott könnt ihr euch das Sirup-Rezept als Vorlage nehmen – ihr müsst dabei allerdings auf die Wasserzugabe verzichten und die Zuckermenge auf euren Geschmack verringern. Ich rate euch jedoch zu meiner Variante – den so habt ihr gleichzeitig tolle Geschenke aus der Küche und sprichwörtlich zwei köstliche Leckereien auf einem Streich 😉

Rhabarber - Fruchtleder
Zutaten
  1. Rhabarbermus
  2. Kokosflocken
  3. Pistazien
  4. 1 Backblech
  5. 1 Bogen Backpapier
Zubereitung
  1. Das Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf ca. 75c° (Umluft) vorheizen.
  2. Das Rhabarbermus mit einer Teigkarte (Löffel) gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. Achtet darauf, dass das Mus nicht zu dick aufgetragen wird – da sich ansonsten der Trocknungsvorgang verlängert.
  3. Das gleichmäßig aufgetragene Mus, bei mittlerer Schiene, in den Ofen geben und ca. 5-6 Stunden trocknen lassen. Je nach Ofen kann sich der Trocknungsvorgang auch verkürzen oder verlängern. Klemmt dabei am besten einen Holzkochlöffel in die Ofentür, da so die Feuchtigkeit besser aus dem Ofen entweichen kann und euer Rhabarber-Fruchtleder schneller trocknet.
  4. Nach Ende der Trocknungszeit, das Rhabarber-Fruchtleder aus dem Ofen holen. Es sollte sich nun leicht klebrig anfühlen und eine bräunliche Farbe angenommen haben.
  5. Das Backblech über Nacht offen (nicht abgedeckt) stehen lassen, damit das Mus noch zusätzlich nachtrocknen kann.
  6. Das fertig getrocknete Mus mit Hilfe eines zweiten Backbogens umdrehen - das Backpapier vorsichtig abziehen und das Fruchtleder wieder mit der rauen Seite nach oben in seine ursprüngliche Position auf das Backpapier legen.
  7. Nun die Kokosflocken, sowie die Pistazienkerne, bis einen Zentimeter unter den oberen Rand, über das Rhabarber-Fruchtleder streuen - mit Hilfe des Backpapiers zu einer strammen Rolle formen, festdrücken und diese einige Stunden ruhen lassen, damit sie besser zusammen hält.
  8. Die Rolle in den restlichen Kokosflocken und Pistazienkernen wälzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Viel Spaß beim naschen und verschenken!

Kommentare

  1. Antworten

    Annette
    23. April 2017

    … Resteverwertung nach der Rhababersirup-Herstellung.
    Jaammmiiiieee – Nichten waren total begeistert. “Wie platte Gummibärchen, nur bessa“. Damit hat die Tante überzeugt 😁

    • Antworten

      Sarah
      27. April 2017

      Liebe Annette,

      Bitte entschuldige, dass ich dir jetzt erst antworte, aber ich hatte in letzter Zeit so einiges um die Ohren und bin irgendwie nie dazu gekommen dir zu schreiben. Du glaubst ja gar nicht, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass du auch das Rhabarber Fruchtleder tatsächlich noch ausprobiert hast. Wir naschen das Fruchtleder auch total gerne und ausserdem ist es eine so tolle Resteverwertung, gell. 🙂 Wie schön, dass du deine Nichten damit begeistern konntest. Sowas freut mich dann immer ganz besonders. <3 Liebe Annette, ich hoffe schon bald wieder von dir lesen zu dürfen und wünsche dir noch einen kuscheligen Abend.

      Liebste Grüsse,
      Sarah

  2. Antworten

    Katrin
    17. Mai 2016

    Bin sooo begeistert von diesem Teil!! Wirklich gut gelungen, lg

    • Antworten

      Sarah
      17. Mai 2016

      Liebe Katrin!
      Vielen lieben Dank, für deine lieben Worte! Ich freu mich gerade total darüber und du hast mir damit wirklich meinen Tag versüßt! 💕

      Hab noch einen schönen Tag!

  3. Antworten

    Tina von LECKER&Co
    3. Mai 2016

    Eine tolle Idee, mit Quitten habe ich das auch schon gemacht. Total lecker und super fruchtig. Mit Rhabarber bestimmt nochmal toller, weil dieser ja leicht säuerlich ist.

    Werde ich auch mal machen!

    Liebe Grüße,

    Tina

    • Antworten

      Sarah
      3. Mai 2016

      Hallo liebe Tina!
      Danke, das freut mich total!
      Mit Quitten klingt das aber auch sehr fein! Das muss ich dann mal probieren! 🙂
      Hab noch einen schönen Tag! <3

  4. Antworten

    Miriam
    27. April 2016

    Ich schließe mich meinen Vorkommentierern an: klasse Idee! Rhabarbersirup will ich wie letztes Jahr auch wieder machen und Fruchtleder steht auch schon länger auf meiner Nachmachliste. Genial, dass man das so einfach miteinander kombinieren kann. Lg, Miriam

    • Antworten

      Sarah
      27. April 2016

      Hallo liebe Miriam!
      Das freut mich total, dass dir die Idee so gut gefällt! <3
      Geht so einfach und ist eine tolle Restewverertung!
      Ich wünsch dir ganz viel Spaß beim nachmachen und noch mehr beim naschen! 😉
      Hab noch einen schönen Tag!

      Liebe Grüsse,
      Sarah

  5. Antworten

    Mari
    26. April 2016

    Super tolle Idee ❤❤❤

    • Antworten

      Sarah
      26. April 2016

      So lecker und man muss nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben! 😀

  6. Antworten

    Ye Olde Kitchen
    26. April 2016

    Liebe Sarah,
    das ist ja echt eine bombastische Idee! Am Wochenende steht bei mir eh Rhabarbersirup auf dem Plan und jetzt weiß ich auch, was ich mit dem Mus anstelle. Danke für die tolle Inspiration.
    Liebe Grüße, Eva

    • Antworten

      Sarah
      26. April 2016

      Das freut mich, liebe Eva! Ich bin schon gespannt, wie es dir schmeckt! 😊
      Hab noch einen schönen Tag! 😘