Spargel-Flammkuchen

Spargelfans aufgepasst! Heute wird es knusprig, cremig, würzig und erfrischend knackig zugleich! Ihr glaubt mir nicht? Na dann will ich euch mal überzeugen und euch ganz schnell meinen wahnsinnig leckeren Spargel-Flammkuchen zeigen, den ich kürzlich zusammen mit meinem Gaumenpoet um die Wette geknuspert habe.

Spargel-Flammkuchen 1

Kennt ihr das, wenn man sich auf etwas ganz besonders freut und einem die Zeit bis man sein Objekt der Begierde dann endlich haben kann, gefühlte 100 Jahre vorkommt? So ergeht es mir unter anderem jedes Jahr mit Spargel. Hier bei uns brauchen die knackigen Stangen leider ohnehin schon immer ein wenig länger, bis sie sich blicken lassen und das Schietwetter in letzter Zeit hat leider auch nicht unbedingt dazu beigetragen schneller in den Genuss der knackigen Köstlichkeiten zu kommen – aber wenn es erst mal an der Zeit ist, freut man sich dafür halt umso mehr, wenn man nach einer viel zu langen Spargel-Durststrecke in den Genuss der ersten regionalen Spargel kommen darf.

Spargel-Flammkuchen 2

Ich habe euch ja bereits in den letzten zwei Jahren mit meinem Spargelsalat mit Erdbeeren und Schafskäse, dem Schweinefilet mit Spargel und Rhabarber, oder der schnell gemachten Frühlingspizza mit Spargel und Blätterteig ein paar sehr schnabulöse Varianten Spargel auf den Tisch zu bringen ans Herz gelegt und euch bei meinem Spargel-Quinotto davon erzählt, wie ein paar knackige Italiener zu meinem Verhängnis wurden. Aber mal ehrlich, manchmal ist es auch ganz schön schwer den im Supermarkt angebotenen Spargeln aus irgendwo zu widerstehen, oder? Aber wer geduldig ist und warten kann, der wird dafür belohnt und kann sich dann durch die leckersten Spargelgerichte schnabulieren, wie in diesem Fall mit einem sehr gschmackigen Spargel-Flammkuchen.

Spargel-Flammkuchen 3

Hauchdünner Knusperteig, cremigster Belag, würzige Speckwürfelchen, erfrischender Zitronenabrieb und obendrauf noch kanckiger Spargel? Ja, das passt tatsächlich alles auf einen Spargel-Flammkuchen! Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte man den Spargel-Flammkuchen ja noch ruhig mit ein paar Spargelchen mehr belegen können, aber da sich meine bessere Hälfte ganze drei Tage in Folge mit Spargel Gerichten zufrieden geben musste, wollte ich es mal nicht übertreiben…. Ihr wisst schon, der liebe Haussegen und so. 😉 Falls ihr aber genau so große Spargeltiger wie ich seid, dann könnt ihr die angegebene Menge natürlich noch ein wenig erhöhen und zusätzlich ein paar Spargelstangen mehr auf euren Spargel-Flammkuchen geben.

Meinen Flammkuchenteig mache ich übrigens immer ohne Hefe und er ist im Prinzip meinem Strudelteig sehr ähnlich. Der Teig ist zum einen ein kleines bisschen schneller verarbeitet, und schmeckt uns zum anderen einfach besser, da er wahnsinnig knusprig wird und sich ohne große Mühe hauchdünn ausrollen lässt. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Teig sogar schon einen Tag vorher zubereiten, ihn gut in Folie wickeln und bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank lagern, oder portionsweise einfrieren. Und falls es mal besonders schnell gehen soll, dann könnt ihr euren Flammkuchenteig sogar schon einen Tag vorher hauchdünn ausrollen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Ihr müsst ihn dann nur noch auf Zimmertemperatur bringen, ihn ratzfatz belegen und gleich in den Ofen schieben. Genial, oder? Wichtig dabei ist natürlich, dass ihr euren Flammkuchenteig wirklich gründlich in Küchenfolie einpackt, da er ansonsten ziemlich sicher austrocknet und die ganze Vorbereitung um sonst gewesen wäre. Nachdem ich mir jetzt wieder mal selbst den Mund wässrig geredet habe, überlasse ich euch jetzt einfach mein Spargel-Flammkuchen Rezept, in dem ich euch noch einen einfachen Trick verrate, wie euer Spargel-Flammkuchen besonders knusprig wird.  Lasst es euch schmecken! 

Spargel-Flammkuchen
Zutaten
Für den Flammkuchenteig ohne Hefe
  1. 250 g Mehl
  2. 2 EL Pflanzenöl
  3. 125 ml Wasser
  4. 1/2 TL Salz
Für den Belag
  1. 100 g geräucherte Speckwürfel (in Österreich Selchspeck)
  2. 100 g Sauerrahm
  3. 100g Creme Fraiche
  4. Pfeffer (bei mir rote Pfefferbeeren)
  5. 3 rote Frühlingszwiebeln
  6. 400 g dünne grüne Spargel
  7. Zitronen Abrieb
  8. Zitronenöl nach Belieben (siehe Rezepte Archiv)
Zubereitung
  1. Für den Teig, alle Zutaten in eine ausreichend große Rühschüssel geben und mit den Händen (Knethacken) zu einem glatten geschmeidigen Teig verarbeiten. Den fertigen Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt mindestens 15 Minuten bei Seite stellen. (Je länger der Teig ruhen darf, desto besser lässt er sich dann weiterverarbeiten)
  2. In der Zwischenzeit die Lauchzwiebel und die Spargel gründlich waschen und abtrocknen. Die Spargelenden großzügig abschneiden und nach Belieben zusätzlich ein wenig schälen. Die Spargel und Frühlingszwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Den Sauerrahm und die Creme Fraiche miteinander verrühren und nach Belieben noch zusätzlich pfeffern. Salz kann an dieser Stelle weggelassen werden, da der Speck schon salzig genug ist.
  4. Den Ofen mit dem Backblech auf unterster Schiene auf 240 c° Umluft vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Wenn ihr wollt, könnt ihr euren Teig zuvor auch halbieren bzw. vierteln und daraus mehrere Flammkuchen machen. Dazu die geteilten Teigstücke rund wirken und bis zur Weiterverarbeitung abgedeckt ruhen lassen.
  5. Den hauchdünn ausgerollten Teig auf einem Backpapier platzieren und die Sauerrahm-Creme Fraiche Mischung mit einem Löffel bis zum Rand darauf verstreichen.
  6. Nun alle verbleibenden Zutaten darauf verteilen, mit Pfeffer bestreuen und die Spargelspitzen nach Belieben noch zusätzlich mit ein wenig Zitronenöl bepinseln.
  7. Das sehr heisse Backblech aus dem Ofen holen, den belegten Flammkuchen mit Hilfe des Backpapieres darauf platzieren und für 3-4 Minuten wieder zurück in den Ofen geben. Den Flammkuchen aus dem Ofen holen, das Backpapier unter dem Flammkuchen hervorziehen und den Flammkuchen für weitere 7 Minuten zurück in den Ofen geben. Lasst euren Flammkuchen dabei bitte nicht aus den Augen und achtet darauf, dass er nicht verbrennt, da die Backzeit je nach Backofen variieren kann!
  8. Den fertig gebackenen Flammkuchen aus dem Ofen holen, in Stücke schneiden und noch zusätzlich nach Belieben mit Zitronenabrieb verfeinern.
  9. Den Flammkuchen sofort servieren und noch heiß genießen.
  10. TIPP: Falls euch der Arbeitsschritt mit dem Backpapier zu umständlich ist, könnt ihr euren Flammkuchen auch direkt auf einem zuvor bemehlten Backblech backen.
Gaumenpoesie http://gaumenpoesie.com/

Wo die Liebe den Tisch deckt,
schmeckt das Essen am besten. 

Kommentare

  1. Antworten

    Anne
    14. Mai 2017

    schöner Blog! tolle Rezepte und wunderschöne Fotos

    • Antworten

      Sarah
      15. Mai 2017

      Hallo liebe Anne;

      Vielen Dank für die lieben Worte zu meinem Blog! Ich freu mich immer so sehr darüber, wenn meine Rezepte gut ankommen und sie den Lesern gefallen. Du hast mir mit deinem wundervollen Kompliment wirklich den Tag versüßt und ich hoffe, dass ich hier bald mal wieder von dir lesen darf!

      Hab einen wunderschönen und hoffentlich sonnigen Tag!
      Ganz liebe Grüsse,
      Sarah